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Payets Traumtor erlöst Frankreich

Sport - Payets Traumtor erlöst Frankreich

Das war eine schwere Geburt für den Gastgeber: Frankreich hat das EM-Eröffnungsspiel gegen Rumänien 2:1 gewonnen. Mann des Abends war Dimitri Payet, der mit einem Traumtor den Siegtreffer erzielte.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.06.2017, 19:25

Gastgeber Frankreich ist mit einem Last-Minute-Sieg in die Fußball-EM gestartet. Der überragende Dimitri Payet sorgte mit einem Traumtor in der 89. Minute für den 2:1 (0:0)-Erfolg der Équipe tricolore im Eröffnungsspiel gegen starke Rumänen.

Lange hatten die Franzosen nervös und schwerfällig gespielt. "Das war natürlich ein ganz wichtiger Sieg", sagte Trainer Didier Deschamps, die tiefen Sorgenfalten des französischen Nationaltrainers lösten sich im Moment des Siegtreffers auf. "Anfangs war unser Spiel leider nicht sehr gut. Am Schluss habe ich immer noch an eine Chance geglaubt, denn ich habe gesehen, dass die Rumänen müde wurden."

Sturmlauf bleibt aus

Erst in der 57. Minute war Mittelstürmer Olivier Giroud mit dem Hinterkopf der Führungstreffer gelungen. Kurz vor dem Abpfiff traf Payet (89.) ins Glück, nachdem zuvor Bogdan Stancu (65.) per Foulelfmeter das 1:1 für den Außenseiter erzielt hatte.

Von der Leichtigkeit, der Lebensfreude und dem Schwung der farbenfrohen Eröffnungsfeier war nach dem Anpfiff erstmal nichts zu sehen. Der von den Rumänen erwartete französische Sturmlauf blieb aus. Um Zentimeter verpassten stattdessen die Osteuropäer nach nur vier Minuten den Führungstreffer. Stancu traf aus drei Metern auf Frankreichs Kapitän und Torwart Hugo Lloris. Mit Unterstützung ihrer Fans befreiten sich die Gastgeber von der spürbaren Last, und begannen ihrerseits die Rumänen unter Druck zu setzen.

Griezmann an den Pfosten

Trainer Didier Deschamps setzte auf das vertraute 4-3-3-System und seine gefährlichen Offensivkräfte Antoine Griezmann, Olivier Giroud und Dimitri Payet, wobei Giroud ein wenig vorgezogen in der Spitze agierte. Giroud hatte in der 10. Minute die erste Gelegenheit für die Franzosen, die beste vergab Griezmann. Der Stürmer von Atlético Madrid köpfte in der 14. Minute aus kurzer Distanz an den Pfosten und scheiterte in der 36. Minute einem Schuss aus vollem Lauf nur knapp. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verfehlte Girouds Kopfball das Tor ebenfalls nur knapp.

Die Rumänen vertrauten ihrer bewährten Defensivstrategie. Schon in der Qualifikation zur Endrunde ließ der EM-Viertelfinalist von 2000 in zehn Spielen nur zwei Gegentreffer zu und an diesem gut organisierten Abwehrbollwerk bissen sich auch die Gastgeber lange Zeit die Zähne aus. Zudem setzten die Osteuropäer weitere Nadelstiche: Stancu verpasste völlig unbedrängt in der 48. Minute den Führungstreffer für den Außenseiter.

Doch im zweiten Abschnitt wurde der Druck der Franzosen größer. Giroud und Paul Pogba scheiterten noch am rumänischen Torhüter Ciprian Tatarusanu, ehe der Keeper nach einer Flanke von Payet daneben griff und Giroud das 1:0 per Kopf gelang. Nur acht Minuten später nutzte Stancu einen Strafstoß zum Ausgleich. Der Torschütze war zuvor von Patrice Evra gefoult worden. In der Schlussphase drängten die Franzosen mächtig und kamen durch Payets Distanzschuss zum Siegtreffer.

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