Sie sind hier:

Beresuzki schockt England in der Nachspielzeit

Sport - Beresuzki schockt England in der Nachspielzeit

Die wichtigsten Szenen des zweiten Spiels der Gruppe B: England und Russland trennen sich 1:1.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 11.06.2017, 21:00

Russlands Kapitän Wasili Beresuzki hat seinem Team in der Nachspielzeit ein glückliches 1:1 (0:0) gegen England beschert. Die EM-Partie in Marseille wurde von schweren Krawallen überschattet.

England begeisterte mit seiner jungen Mannschaft phasenweise, verspielte nach Eric Diers Freistoßtor (73.) aber einen Sieg in letzter Minute. Das 1:1 lässt den Three Lions jedoch alle Chancen auf den Achtelfinaleinzug in der Gruppe B mit Wales und der Slowakei. "Wir sind sehr enttäuscht, wir haben so toll gespielt, und dann solch ein spätes Gegentor. Das ist bitter. Immerhin haben wir nicht verloren", sagte Torschütze Dier.

Antreiber Rooney

Angetrieben von Kapitän Wayne Rooney in ungewohnter Mittelfeldrolle ließ die Mannschaft von Trainer Roy Hodgson zu oft die letzte Genauigkeit vermissen. Der ansonsten überragende russische Keeper Igor Akinfejew sah beim Freistoßtor von Dier nicht gut aus, der kürzlich eingebürgerte Schalker Bundesliga-Profi Roman Neustädter gab bei Russland ein ordentliches Pflichtspieldebüt.

Von Beginn an dominierten die Engländer. Adam Lallana vom FC Liverpool bot sich die erste der beiden besten Chancen der ersten Hälfte: Bei seinem Schuss aus elf Metern bekam Akinfejew gerade noch rechtzeitig die Fäuste hoch. Später verzog Lallana, sein Flachschuss ging am langen Eck vorbei. Die junge Mannschaft von der Insel erarbeitete sich dank ihrer Schnelligkeit und der gewachsenen fußballerischen Fähigkeiten immer wieder Vorteile. Einziges Manko: Trotz der Überlegenheit gelangen bis zur Pause keine Tore, auch weil zu oft das letzte Zuspiel nicht gelang.

Russland defensiv

Torjäger Harry Kane bekam keinen brauchbaren Ball und blieb gegen die erfahrene Innenverteidigung ohne Wirkung. Russland zog sich weit in die eigene Hälfte zurück und verlegte sich aufs Kontern. Ein Kopfball von Sergej Ignaschewitsch (17.) blieb bis zur Pause aber der einzige Versuch auf das Tor. Keeper Joe Hart musste erst wieder bei einem Kopfball-Aufsetzer von Dier auf den eigenen Kasten eingreifen (59.). Ein Schlenzer von Fjodor Smolow (63.), der am Pfosten vorbeiging, war danach noch gefährlicher.

Zu diesem Zeitpunkt verlief die Partie vor den 62.343 Zuschauern nicht mehr so einseitig. Die Engländer hatten das Tempo ein wenig herausgenommen und waren weiterhin nicht zielstrebig genug. Bis 20 Minuten vor Schluss: Rooney sah seinen Flachschuss aus 14 Metern schon auf dem Weg ins Tor, Akinfejew bugsierte den Ball noch an die Latte (71.). Diers Freistoß rauschte dann an ihm vorbei ins Netz (73.).

Schwere Ausschreitungen

Bei teils brutalen Fan-Zusammenstößen vor dem Spiel waren mindestens fünf Menschen verletzt worden, ein britischer Fußball-Fan schwebt in Lebensgefahr. Auch französische Randalierer sollen beteiligt gewesen sein, es gab sechs Festnahmen.

England - Russland
Ausschreitungen im Stadion nach dem Abpfiff Quelle: reuters

Kurz vor dem Ende der Partie gingen russische und englische Fußball-Anhänger im Stade Vélodrome aufeinander los. Auslöser waren offenbar russische Zuschauer, die hinter dem Tor von Englands Keeper Joe Hart auf in benachbarten Blöcken sitzende englische Fans losstürmten. Einige Zuschauer mussten sogar in den Innenraum springen, um sich in Sicherheit zu bringen. Schon während der Partie waren einige Male Leuchtraketen aus dem russischen Block abgefeuert worden. Auch ein lauter Böller war zu hören.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet