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Fatma Samoura wird FIFA-Generalsekretärin

Sport - Fatma Samoura wird FIFA-Generalsekretärin

Reformen sollen für frischen Glanz bei der FIFA sorgen. Die alten Kader konnten jedoch einen Bestandsschutz aushandeln. Es bleibt also fraglich, ob es zu den erhofften Änderungen kommen wird.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.05.2017, 21:40

Die senegalesische Diplomatin Fatma Samoura wird neue Generalsekretärin des Fußball-Weltverbandes FIFA. Das bestätigte Präsident Gianni Infantino beim FIFA-Kongress in Mexiko-Stadt.

Samoura hat bislang keine Verbindung zum Fußball-Geschäft. Sie arbeitet seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Vereinten Nationen. Derzeit ist die 54-JährigeVertreterin des Entwicklungsprogramms der UN in Nigeria. "Sie ist daran gewöhnt, große Organisationen zu leiten und große Budgets zu verwalten", sagte Infantino über Samoura. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Seit 1904 kamen alle FIFA-Generalsekretäre zudem aus Europa.

Frischer Wind für die FIFA

"Sie wird frischen Wind in die FIFA bringen", sagte Infantino: "Sie ist jemand von außen, nicht von innen. Sie kommt nicht aus der Vergangenheit, sondern ist jemand Neues. Sie wird uns helfen, das Richtige zu tun."


Die 1962 geborene Fatma Samba Diouf Samoura arbeitete zuvor bei den Vereinten Nationen (UN), für die sie sich seit über 20 Jahren engagierte. Eine Verbindung zum Fußball hatte sie nicht. Nach der Entlassung von Jerome Valcke (Frankreich) im vergangenen Jahr leitete zuletzt der deutsche FIFA-Finanzchef Markus Kattner den Weltverband als Interimsgeneralsekretär durch die Krise.


Die "Nummer 2" der FIFA bekommt durch das Ende Februar verabschiedete Reformpaket deutlich mehr Macht und hat zumindest auf dem Papier mehr Einfluss als FIFA-Präsident Infantino (45). Das Generalsekretariat überwacht alle Einnahmen und leitet das operative Geschäft.

Rasche Besetzung

Infantino hatte angekündigt, den wichtigen Posten noch in diesem Sommer zu besetzen. Nun wurde die Personalie schon im Council des Weltverbandes am Freitagmorgen in der mexikanischen Hauptstadt behandelt. Infantino war zuletzt unter Druck geraten, da die Suche nach dem Top-Manager viel Zeit beanspruchte.

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