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FIFA sperrt Wolfgang Niersbach für ein Jahr

Sport - FIFA sperrt Wolfgang Niersbach für ein Jahr

Die Ermittler der FIFA-Ethikkommission haben eine Zweijahres-Sperre für Wolfgang Niersbach gefordert. Der ehemalige DFB-Präsident bekleidet noch hohe Ämter im internationalen Fußball.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.05.2017, 19:29

Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist wegen der Affäre um die WM 2006 von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbands FIFA für ein Jahr gesperrt worden. Das teilte die Spruchkammer am Montag mit.

Dem früheren Chef des Deutschen Fußball-Bundes, der im November 2015 wegen des WM-Skandals seinen Rücktritt erklärt hatte, wurden mehrere Verstöße gegen den
Ethik-Code vorgeworfen.

Verstöße gegen Ethik-Code

"Dieser Entscheid trifft mich hart. Denn nach der mündlichen Verhandlung in Zürich war ich zuversichtlich gewesen, dass die Ethik-Kommission keine Sperre verhängt, sondern meinen Argumenten folgt, wonach es bei meinem Verschulden lediglich um eine verspätetete Meldung der kritischen Zahlungsflüsse zwischen dem Organisationskomitee der WM 2006 und der FIFA im Jahre 2005 ging, die mir im Sommer 2015 sukzessive bekannt wurden, und ein anderes Strafmaß festsetzt", sagte Niesbach: "Meinen Fehler habe ich eingeräumt und nochmals bedauert. Die nun verhängte Sanktion halte ich für unangemessen und überzogen. Ich lasse mich anwaltlich beraten, ob ich gegen diesen Entscheid Rechtsmittel einlegen werde."

Die Kammer, wegen einer möglichen Befangenheit diesmal nicht unter dem Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert, sondern von Alan Sullivan, teilte bezüglich des Urteils mit, dass es sich dabei "nicht um Schmiergeldzahlungen oder Korruption" seitens Niersbach handele. Verurteilt wurde Niersbach, weil er die Sommermärchen-Affäre erst intern regeln wollte. Das stellt einen Verstoß gegen Artikel 18 des Ethik-Codes der FIFA (Anzeige- sowie Mitwirkungs- und Rechenschaftspflicht) dar.

Verlust der FIFA-Ämter

Niersbach verliert durch die Sanktion seine Ämter im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA), in dem er seit Mai 2013 saß, und im FIFA-Council (seit März 2015). Er ist der einzige der damaligen WM-Macher um Organisationschef Franz Beckenbauer, der noch offizielle Funktionen im Weltfußball ausübte.

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