Figueredo gesteht Korruption

Sport - Figueredo gesteht Korruption

"Der Weltfußballverband muss beweisen, dass er es ernst meint mit einem Neuanfang", sagt Özcan Mutlu, Grünenpolitiker im Sportausschuss. Das Exekutivkomitee in jetziger Form müsse abgeschafft werden.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.12.2016, 08:30

Der frühere FIFA-Vizepräsident Eugenio Figueredo hat die Existenz eines umfangreichen Korruptionsnetzes in Südamerika eingestanden. Nach seiner Auslieferung aus der Schweiz in sein Heimatland Uruguay könnte der geständige 83-Jährige weitere Funktionäre zu Fall bringen.

Der verhaftete Ex-Präsident Eugenio Figueredo gestand jahrzehntelange Korruption beim südamerikanischen Fußball-Verband CONMEBOl ein. Der frühere Vizepräsident des Weltverbandes FIFA räumte über Weihnachten laut Staatsanwalt Juan Gomez in der ersten Vernehmung nach seiner Auslieferung aus der Schweiz in sein Heimatland Uruguay ein, seit seinem Aufstieg in die CONMEBOL-Exekutive Anfang der 90er Jahre und auch noch während seiner Amtszeit als CONMEBOL-Chef von 2013 bis zum vergangenen Mai mehrere Millionen Dollar an Bestechungsgeldern kassiert zu haben.

Korruptionsnetzwerk beim CONMEBOL

Wie Gomez weiter erklärte, berichtete Figueredo über ein listig angelegtes Korruptionsnetzwerk beim CONMEBOL. Nach Ansicht der Ermittler ist dadurch jeder Wettbewerb um Markting- und TV-Rechte an Turnieren des Kontinentalverbandes unmöglich gemacht worden. Alleine die Vereine und Profis in Uruguay seien durch die Schmiergeldzahlungen auf CONMEBOL-Ebene um erhebliche Summen betrogen worden.

Figueredo war Ende Mai in Zürich auf Antrag der US-Justiz zusammen mit sechs weiteren hohen FIFA-Funktionären wegen Korruptionsverdachtes verhaftet worden. Heiligabend lieferten die Schweizer Behörden den 83-Jährigen an ihre uruguayischen Kollegen aus, nachdem sich Figueredo einer Überstellung an die US-Ermittler widersetzt hatte.

Anklage in den USA

In den USA ist Figueredo, der von 2014 bis zu seiner Festnahme bei der FIFA zu den Vizepräsidenten gehörte, wegen Amtsmissbrauchs zur persönlichen Bereicherung durch Annahme von Bestechungsgeldern eines US-Vermarktungsunternehmens in
Millionenhöhe angeklagt.

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