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England gewinnt den Klassiker

Sport - England gewinnt den Klassiker

Im sportstudio-Gespräch mit Sven Voss erklärt Bundestrainer Joachim Löw, die Niederlage gegen England habe sich am Ende angedeutet. Die Dynamik habe gefehlt und das Team habe die Kontrolle verloren.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.03.2017, 22:39

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage ins EM-Jahr gestartet. Im Klassiker gegen England gab die DFB-Elf eine 2:0-Führung aus der Hand und verlor 2:3.

Toni Kroos brachte die deutsche Elf in Führung. Zwei Minuten vor der Pause traf der Mittelfeldstar von Real Madrid mit einem sehenswerten Linksschuss aus gut 25 Metern zum schmeichelhaften 1:0. Zwölf Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Gomez per Kopf auf 2:0.

England kam allerdings danach durch Harry Kane (61.) schnell ins Spiel zurück und durch das erste Länderspiel-Tor von Jamie Vardy (74.) auch zum verdienten Ausgleich. Der kurz zuvor eingewechselte Shootingstar vollendete gekonnt mit der Hacke. In der Nachspielzeit besiegelte Eric Dier die Niederlage der DFB-Elf (90.+1.). "Das ist ein Stück weit unerklärlich. Bis zum 2:0 haben wir richtig gut gespielt, haben aber vielleicht unsere Chancen nicht gut genug genutzt", sagte aktuelle sportstudio.

Defensive schwächelt

Vor allem in der Defensive des Weltmeisters hakte es an allen Ecken und Enden. Die Viererkette wirkte gegen mutig agierenden Engländer nicht besonders sicher. Mit Emre Can auf der rechten Außenbahn und Antonio Rüdiger in der Innenverteidigung fehlte es der Hintermannschaft an Stabilität. "Zwar hatten wir eine neue Formation in der Abwehr, aber das hätte trotzdem nicht passieren dürfen", sagte Kroos.

Die Gäste konnten die immer wieder aufreißenden Lücken zunächst aber nicht nutzen. Kane vergab dabei früh die zunächst beste Gelegenheit für England (7.).

Tor aberkannt

Im Spiel nach vorne wusste die DFB-Elf durchaus zu gefallen. Allerdings blieben ganz große Chancen weitgehend Mangelware. Gomez, dem in der 27. Minute ein Tor zu Unrecht wegen Abseits aberkannt wurde, und auch Kroos hatten zwar vereinzelt gute Szenen im Strafraum der Three Lions, unterm Strich war das Gehäuse von England Ersatztorhüter Jack Butland allerdings kaum in ernsthafter Gefahr.

In der zweiten Hälfte bot sich insbesondere nach Englands Anschlusstreffer das gleiche Bild. Mehrfach geriet Löws Abwehr bei schnellen Angriffen der Gäste in arge Bedrängnis, wiederholt auch durch individuelle Schwächen.

Englands Schlussspurt

Nach Vardys Trick-Tor (Löw: "Das war nicht zu verteigen") bahnte sich die Niederlage an, zumal praktisch keinerlei Angriffe wenigstens zur vorübergehenden Entlastung gestartet wurden. Von Mesut Özil war faktisch nichts zusehen, und auch Marco Reus und Thomas Müller blieben ausgesprochen blass. Auch die Hereinnahme von Lukas Podolski veränderte kaum etwas.

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