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Deutschland gegen England: Zwei ewige Rivalen

Sport - Deutschland gegen England: Zwei ewige Rivalen

Wenn die Fußball-Nationalmannschaften Deutschlands und Englands aufeinandertreffen, ist immer etwas los. Ein kleiner historischer Überblick von ZDF-Autor Andreas Kürten.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.03.2017, 17:24

Dramatische Elfmeterschießen, heftige Klatschen und Treffer, die bis heute noch diskutiert werden - wenn Deutschland im Klassiker auf England trifft, sind spannende Duelle garantiert. Hier gibt's die Höhepunkte der letzten 50 Jahre.

Die Rivalität zwischen beiden Nationen begann mit dem WM-Finale in Wembley im Jahr 1966. Deutschland ging durch Helmut Haller früh in Führung, musste allerdings anschließend den Ausgleich sowie den Führungstreffer der Engländer hinnehmen. Kurz vor Spielende glichen dann wiederum die Deutschen aus und retteten sich in die Verlängerung.

Wembley-Tor entscheidet Finale

In der 101. Minute schoss Geoff Hurst aus kurzer Distanz auf das deutsche Tor und traf die Unterkante der Latte. Von dort aus prallte der Ball auf den Boden und wurde vom deutschen Verteidiger Wolfgang Weber ins Toraus geklärt. Der Schiedsrichter entschied auf Torabstoß, revidierte seine Entscheidung allerdings nach Rücksprache mit seinem Assistenten und sorgte somit dafür, dass der Treffer als das berühmte Wembley-Tor in die Geschichte einging. Die Engländer erzielten kurz vor Spielende noch das 4:2 und hatten somit im ersten Aufeinandertreffen der beiden Nationen bei einem großen Turnier die Nase vorn.

Beim WM-Viertelfinale in Mexiko im Jahr 1970 wendete sich das Blatt zu Gunsten der deutschen Nationalelf. Dabei lief zunächst alles für die Engländer, die nach 49 Minuten bereits mit 2:0 in Führung lagen. Ein Treffer von Franz Beckenbauer und das legendäre Hinterkopfballtor von Uwe Seeler retteten die Deutschen jedoch in die Verlängerung. Gerd Müller sorgte in der 108. Minute mit seinem Volley aus kurzer Distanz schließlich für den 3:2-Endstand.

Englands bittere Elfmeter-Pleite

Nach dem deutschen Viertelfinal-Triumph über England bei der Europameisterschaft 1972 ließ das nächste Duell der beiden Fußballnationen in der Endrunde eines großen Turniers 18 Jahre auf sich warten. Im Jahr 1990 witterten die Engländer erstmals seit 1966 wieder die Chance, in ein WM-Finale einzuziehen. Das Team von der Insel geriet durch einen Treffer von Andreas Brehme in Rückstand, markierte allerdings kurz vor Schluss noch den Ausgleich durch Gary Lineker.

Nach einer torlosen Verlängerung musste das Elfmeterschießen entscheiden, wer ins Finale von Rom einzieht. Nachdem die ersten drei Schützen beider Teams verwandelt hatten, parierte der deutsche Torhüter Bodo Illgner den Strafstoß von Stuart Pearce, ehe Olaf Thon für Deutschland ins Netz traf. Der Druck lag nun auf dem Engländer Chris Waddle, der in der Verlängerung noch am Pfosten gescheitert war. Sein Elfmeter flog deutlich über die Querlatte, womit die erste bittere englische Niederlage nach Elfmeterschießen gegen den späteren Weltmeister aus Deutschland besiegelt war.

Das Drama wiederholt sich in Wembley

Das nächste Aufeinandertreffen bei einem großen Turnier fand mit dem Halbfinale im Jahr 1996 bei der Heim-EM der Engländer ausgerechnet wieder im Wembley-Stadion statt. Nachdem sowohl die reguläre Spielzeit, als auch die Verlängerung Unentschieden endeten, musste das Elfmeterschießen über den Finaleinzug entscheiden. Der Engländer Gareth Southgate verschoss gegen Andreas Köpke und Andreas Möller sorgte mit seinem verwandelten Strafstoß für den deutschen Finaleinzug. Wieder war England in einem Halbfinale im Elfmeterschießen am späteren Turniersieger aus Deutschland gescheitert.

Auch im letzten Aufeinandertreffen beider Nationen im alten Wembley-Stadion in der Qualifikation für die WM 2002 behielten die Deutschen die Oberhand. Der Freistoß-Treffer von Dietmar Hamann zum 1:0 Endstand war zugleich das letzte Tor im "Heiligtum" des englischen Fußballs, bevor dieses legändere Stadion abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt wurde.

Deutsche Klatsche in der WM-Quali

Im Rückspiel der WM-Qualifikation, das 2001 im Münchner Olympiastadion stattfand, revanchierten sich die Engländer für die bittere 0:1-Niederlage im Hinspiel. Trotz deutscher Führung siegte die Elf von der Insel durch drei Treffer von Michael Owen, und jeweils einem Tor von Steven Gerrard und Emile Heskey mit 5:1. Die deutsche WM-Teilnahme war damit noch einmal gefährdet. Das Team von Rudi Völler qualifizierte sich am Ende allerdings doch noch für das Turnier und wurde Vizeweltmeister. Die Engländer schieden im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister aus Brasilien aus und warten damit seit 1966 weiterhin auf einen Titel bei einem großen Turnier.

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