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Ancelotti feiert gelungenes Heimdebüt beim FC Bayern

Sport - Ancelotti feiert gelungenes Heimdebüt beim FC Bayern

Für Pep Guardiola war es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, für Neu-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti das Heimdebüt. Am Ende des Testspiels siegten die Münchner mit 1:0 gegen Manchester City.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.07.2017, 22:15

Der FC Bayern hat das erste Heimspiel unter dem neuen Coach Carlo Ancelotti mit 1:0 (0:0) gegen Manchester City gewonnen. Das Testduell mit dem neuen Klub des Münchner Ex-Trainers Pep Guardiola ließ freilich keine echten Rückschlüsse auf die Leistungsstärke der Bayern zu.

Beide Trainer schonten vor 68.000 Zuschauern weite Teile ihrer Stammbelegschaft. Das Tor des Tages gelang dem 20-jährigen Erdal Öztürk in der 76. Minute mit einem abgefälschten Schuss aus rund 18 Metern. "Es war eine phantastische Atmosphäre. Ich hoffe, dass ich in diesem Stadion noch viele Erfolge feiern kann", sagte Ancelotti im ZDF: "Wir haben eine tolle Mannschaft. Ich bin überzeugt, dass wir noch großartige Dinge erreichen werden. Wir wollen in allen Wettbewerben mitmischen." Guardiola wurde nach dem Spiel ein wenig emotional: "Ich freue mich, nochmal hier zu sein. Es fühlt sich an, als wäre ich noch einmal nach Hause gekommen."

Guardiolas Rückkehr nach 59 Tagen

Erdal Ozturk
Freude beim Torschützen Erdal Öztürk Quelle: reuters

Bei den Bayern fehlten zehn EM-Teilnehmer, Copa-America-Gewinner Arturo Vidal sowie die verletzten Arjen Robben und Douglas Costa. So standen Ancelotti, der bei seinem Debüt am Samstag 4:3 in Lippstadt gewonnen hatte, gerade einmal acht Spieler zur Verfügung, die auch beim Kampf um das Triple eine Rolle spielen werden. Erstmals gehörte auch der Österreicher David Alaba nach seiner EM-Enttäuschung dazu.

59 Tage nach der Verabschiedung auf dem Marienplatz kehrte Guardiola in die Münchner Arena zurück. Kurz vor Anpfiff marschierte der Katalane erstmals seit drei Jahren als Gast zur Bayern-Bank, wo er Ancelotti und seinen ehemaligen Assistenzcoach Hermann Gerland innig umarmte. Während der Partie präsentierte sich Guardiola dann den Fans in bekannter Manier: Am Rande und außerhalb seiner Coachingzone, wild gestikulierend, immer wieder Anweisungen brüllend.

Ribéry und Alaba sorgen für Raunen

Ancelotti verfolgte die Partie dagegen augenscheinlich entspannter - zwar auch großteils im Stehen vor der Bank, dafür aber ruhiger und meist mit verschränkten Armen. Der Italiener soll die Bayern zum Champions-League-Triumph führen, was seinem Vorgänger verwehrt blieb.

Die auffallendsten Akteure auf dem Rasen spielten vor der Pause in Guardiolas ehemaligem Team, nämlich bei den Bayern: Franck Ribéry und David Alaba sorgten mit sehenswerten Aktionen immer für ein Raunen im Stadion, einzig im Abschluss schwächelte der deutsche Rekordmeister.

Bessere B-Teams

In der 17. Minute scheiterte Alaba nach doppeltem Doppelpass mit Ribéry an City-Keeper Willy Caballero. In der 28. Minute leitete der Österreicher eine Chance für Julian Green ein, doch der Youngster konnte den Schlussmann nicht überwinden. In der 35. Minute kam Green nach Vorarbeit von Ribéry wieder zum Schuss, zielte aber zu zentral.

Ancelotti stellte neben Alaba und Ribéry auch Kapitän Philipp Lahm, Xabi Alonso und Javi Martínez als mögliche Stammspieler für die neue Saison in die Startelf. Dem Italiener fehlte mehr als ein Dutzend Leistungsträger, darunter einige Verletzte sowie die EM-Profis.

Götze-Wechsel vor Abschluss

Und einen Nationalspieler wird Trainer Ancelotti voraussichtlich überhaupt nicht mehr im Bayern-Dress zu Gesicht bekommen: Mario Götzes Wechsel zu Borussia Dortmund steht unmittelbar bevor, wie Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im ZDF verriet: "Es könnte sein, dass morgen der Gordische Knoten durchschlagen wird", sagte er. Der "kicker" vermeldete die Rückkehr des Weltmeisters zum BVB für eine Ablösesumme von 26 Millionen Euro als perfekt.

Auch ManCity trat weitgehend ohne Stars an, der spanische Welt- und Europameister Jesus Navas war noch der Bekannteste in der ersten Elf. Nach der Pause brachte Guardiola etwas mehr Klasse, unter anderem durch Yaya Touré. Die Bayern dagegen ließen Alonso, Ribéry und Alaba in der Halbzeit in der Kabine. Und just einer der Wechsel machte sich bezahlt: Der für Alaba eingewechselte Öztürk traf mit einem abgefälschten Schuss.

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