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Diskussion um Grindels Einkünfte

Spiegel wirft DFB-Präsident Verheimlichung vor

Reinhard Grindel soll als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mehr Geld bekommen haben als bislang bekannt. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Der DFB hat darauf in einer Stellungnahme reagiert und erklärt, dass Grindel die Einkünfte korrekt angegeben habe.

Reinhard Grindel
Quelle: reuters

Der DFB-Präsident hat für einen Aufsichtsratsposten bei einem Tochterunternehmen des DFB 13 Monate lang jeweils 6.000 Euro kassiert, obwohl er eine zeitlang parallel auch 7.200 Euro Verdienstausfall vom DFB bekommen habe, neben weiteren 7.200 Euro Aufwandsentschädigung, schreibt der Spiegel.

Er habe bei seinem Amtsantritt im April 2016 versichert, dass er sich mit einer Aufwandsentschädigung von 7.200 Euro monatlich begnügen wolle, zuzüglich eines Verdienstausfalls - Grindel hatte zuvor für das ZDF gearbeitet und nach der Aufgabe seines Bundestagsmandats wäre der CDU-Politiker eigentlich wieder Angestellter des ZDF geworden - in gleicher Höhe, zusammen 172.800 Euro pro Jahr. Auf die Verdienstausfall-Zahlung werde er verzichten, so der Spiegel, sobald er in die Gremien von FIFA und UEFA gewählt worden sei. Das war im April 2017.

Noch vergangene Woche ließ Grindel einen Bericht der Tageszeitung "taz" richtigstellen, die seinen DFB-Verdienst mit 14.400 Euro monatlich beziffert hatte: Den "Verdienstausfall" erhalte er, wegen seiner mit 500.000 Euro dotierten Tätigkeiten für FIFA und UEFA, "derzeit vom DFB nicht", schreibt der Spiegel.

Dass er als DFB-Präsident von Juli 2016 bis Juli 2017 zusätzlich 78.000 Euro erhalten hatte, habe er aber nie erwähnt. Für seine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der DFB-Medien Verwaltungs-Gesellschaft. Grindel gehörte schon als DFB-Schatzmeister seit Ende 2013 dem Aufsichtsrat der Verbandstochter an. Grindel pocht darauf, dass er zum Zeitpunkt seiner Wahl noch nicht Aufsichtsratschef war und deshalb damals auch nichts verschwiegen habe, so der Spiegel.

Grindel äußert sich nicht zur Sache

Er habe mit der Wahl für diese Tätigkeit dieselbe Vergütung wie sein Amtsvorgänger erhalten, teilte der DFB am Freitagabend in einer Stellungnahme auf seiner Homepage mit. "Mit der Wahl in die Gremien von UEFA und FIFA hat Herr Grindel auf den Verdienstausfall verzichtet und nach der Verschmelzung der DFB-Medien zur DFB-GmbH auch keine Aufwandsentschädigung mehr für den Aufsichtsratsvorsitz erhalten", hieß es in der Mitteilung. Als Aufsichtsratsmitglied der DFB-Medien GmbH habe er in seiner Funktion als Schatzmeister gemäß der Beschlusslage nur ein Sitzungsgeld erhalten.

Bei der Festveranstaltung "125 Jahre Leipziger Fußball" wollte sich Grindel selbst am Freitag nur zu dem Jubiläum äußern.

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