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Neuer Lebensplan: Sigurdsson verlässt DHB

Handball-Bundestrainer bleibt noch bis zur WM

Sport - Neuer Lebensplan: Sigurdsson verlässt DHB

Erfolgscoach und Europameister-Trainer Dagur Sigurdsson wird wie erwartet die deutsche Handball-Nationalmannschaft nach der WM im Januar verlassen. Favorit für die Nachfolge ist Christian Prokop.

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„Das habe ich aus persönlichen Gründen so entschieden. Jetzt wissen alle Bescheid, und wir können uns mit aller Energie auf die kommende Weltmeisterschaft konzentrieren“, sagte Sigurdsson, der sich in Gesprächen mit dem japanischen Handballverband befindet, in einer Mitteilung des Deutschen Handballbundes (DHB).

Olympia-Gastgeber Japan lockt

Der 43-Jährige soll die japanische Handball-Auswahl auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten. Sigurdsson betreute die DHB-Auswahl seit August 2014. Unter seiner Führung wurde das deutsche Team im vergangenen Jahr bei der EM in Polen Europameister und ließ in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Bronzemedaille folgen.

Für den DHB ist der Abschied des Isländers ein herber Verlust - er war aber planbar. Schon vor Wochen wurde erstmals bekannt, dass sich der 43-Jährige über seine Zukunft ernsthafte Gedanken macht. Dabei gehe es um eine „Lebensplanveränderung“, hatte DHB-Vize Bob Hanning gesagt. Geld soll bei den Plänen von Sigurdsson nie eine Rolle gespielt haben. „Wir bedauern, dass wir Dagur nicht überzeugen konnten, seinen Weg mit unserer Nationalmannschaft fortzusetzen, respektieren jedoch seine persönliche Entscheidung“, so DHB-Präsident Andreas Michelmann, „für seine Arbeit, die über die sportlichen Ergebnisse hinausreicht, sind wir sehr dankbar.“

Wunschkandidat Prokop

Die WM 2017 in Frankreich beginnt am 13. Januar in Rouen mit dem Spiel gegen Ungarn und wird das vierte und letzte gemeinsame Turnier von Sigurdsson mit der deutschen Nationalmannschaft. Über die Nachfolge Sigurdssons wolle man „mit Ruhe und Bedacht“ entscheiden, kündigte Hanning an. „Wir wollen eine optimal zur konzeptionellen Ausrichtung des Deutschen Handballbundes passende Person engagieren - dabei geht Qualität vor Tempo.“

Handball-Bundestrainer

Christian Prokop bleibt der Wunschkandidat des Deutschen Handballbundes (DHB) auf dessen Nachfolge. Er werde die Gespräche mit Prokops Club SC DHfK Leipzig "jetzt natürlich wieder aufnehmen", sagte Hanning am Dienstag dem TV-Sender Sky. "Wir werden uns mit den Verantwortlichen in Leipzig in den nächsten Wochen zusammensetzen und gucken, ob wir hier eine einvernehmliche, freundschaftliche Lösung erreichen.» Prokop hat beim Bundesligisten noch einen Vertrag bis 2021. "Wir warten erst mal ab und kämpfen weiter um den Trainer", sagte Leipzigs Geschäftsführer Karsten Günther der "Leipziger Volkszeitung". Hanning hatte bereits in der vergangenen Woche mit Prokop gesprochen, der Interesse an dem Bundestrainer-Job bekundete. "Wir werden sicherlich nicht nur auf dieses Pferd setzen, sondern auch mal gucken, welche guten Alternativen es für den deutschen Handball gibt, sofern man sich da nicht mit Leipzig einigen könnte", erklärte Hanning. Auch Dänemarks scheidender Nationaltrainer Gudmundur Gudmundsson und der Trainer des TVB Stuttgart, Markus Baur, gelten als Kandidaten.

Heiner Brand versprüht Optimismus

Ex-Bundestrainer Heiner Brand sieht die deutschen Handballer trotz Sigurdssons Abschied auf einem guten Weg. 2Wenn nicht große Dinge passieren, wird sich die Nationalmannschaft in den nächsten Jahren voll in der Weltspitze etablieren“, sagte er dem TV-Sender Sky. „Die Wahrscheinlichkeit, dass man Medaillen gewinnt, ist relativ groß in den nächsten Jahren.“

Sport - Deutsche Handballer sind Europameister

Der Traum ist wahr geworden: Die deutschen Handballer haben die Europameisterschaft in Polen gewonnen. Im Finale gegen Spanien setzte sich das Team von Dagur Sigurdsson mit 24:17 (10:6) durch und sicherte sich zugleich das Olympia-Ticket.

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