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Deutsche Handballer verpassen Gruppensieg

Handball-EM: 25:25 gegen Mazedonien

Sport - Deutsche Handballer verpassen Gruppensieg

Die deutschen Handballer haben bei der EM in Kroatien den nächsten Dämpfer hinnehmen müssen. Der Titelverteidiger kam im abschließenden Vorrundenspiel gegen Mazedonien in Zagreb nicht über ein 25:25 (12:11) hinaus.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.01.2019, 23:07

Bester deutscher Werfer gegen Mazedonien war der Kieler Steffen Weinhold mit sieben Toren. Das deutsche Team nimmt zwei Punkte in die zweite Turnierphase mit. Gegner in der Hauptrunde sind am Freitag Außenseiter Tschechien, am Sonntag Olympiasieger Dänemark und am Mittwoch Ex-Weltmeister Spanien, die ebenfalls alle zwei Punkte auf dem Konto haben.

Schwer ins Spiel gefunden

Bundestrainer Christian Prokop nuckelte nach einem weiteren Handball-Krimi enttäuscht an seiner Trinkflasche, seine Spieler blickten betreten auf den Boden: Nach dem verpassten Gruppensieg kehrte beim Titelverteidiger Ernüchterung ein. Durch das 25:25 (12:11) gegen Mazedonien sind die Medaillenchancen der Bad Boys gesunken.

"Mir geht es nicht ganz so gut. Wir hatten die Chance auf den Sieg, spielen es aber zu undiszipliniert in der letzten Szene", sagte Prokop in der ARD mit Blick auf den letzten deutschen Angriff, der nicht zum erhofften Sieg führte. Dabei hatte Torhüter Silvio Heinevetter mit einer sensationellen Parade gegen Kreisläufer Stojanche Stoilov 13 Sekunden vor Schluss die Chance auf den zweiten Turniersieg ermöglicht, doch die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) spielte die letzte Aktion schlecht aus. Mit dem letzten Freiwurf scheiterte Steffen Fäth an der Abwehrmauer.

Steigerung ist notwendig

"Das Halbfinale ist jetzt erst einmal kein Thema", sagte Heinevetter. "Jetzt geht das Turnier erst richtig los. Jetzt kommt die heiße Phase", sagte der kurzfristig nachnominierte Finn Lemke. Dafür muss sich das deutsche Team aber steigern. Gegen Mazedonien setzte Prokop im Tor wieder auf Andreas Wolff, Lemke durfte erstmals nach 3:42 Minuten ran. Wie schon beim Krimi gegen Slowenien (25:25) kam das deutsche Team schlecht ins Spiel. Gegen die trickreichen Mazedonier tat sich die Abwehr zunächst schwer, im Angriff leistete sich die DHB-Auswahl einige Fehlwürfe und technische Fehler. Die Folge war ein 2:5-Rückstand gegen den WM-15. (8.).

Doch dann steigerte sich Wolff immer weiter, Lemke stabilisierte den Mittelblock und brachte viel Emotion ins Spiel. Mit Worten und Gesten riss der Melsunger seine Mitspieler mit. So verwandelte der mit neun Europameistern angetretene Olympia-Dritte einen 5:7-Rückstand (16.) mit fünf Toren in Folge in eine 10:7-Führung (22.), auch weil der wurfgewaltige mazedonische Topstar Kiril Lazarov in der ersten Halbzeit nur zwei seiner acht Versuche verwandelte. "Wir haben nicht gut begonnen. Aber wir haben dann mehr Sicherheit bekommen und einfache Tore gemacht", sagte Kapitän Uwe Gensheimer in der Halbzeitpause.

Licht und Schatten

Allerdings wechselten beim DHB-Team auch nach dem Wechsel Licht und Schatten. Im Angriff wurden einige Aktionen zu überhastet abgeschlossen. Nach einer missglückten Aktion von Julius Kühn in Überzahl schlug DHB-Vizepräsident Bob Hanning vor Entsetzen die Hände vors Gesicht. Prokop trieb seine Mannschaft immer wieder lautstark an und reagierte: Beim 16:19 (42.) brachte er Silvio Heinevetter für Wolff ins Tor und nahm eine Auszeit.

"Wir müssen die Ruhe bewahren und brauchen mehr Überzeugung in unseren Aktionen", sagte der Bundestrainer. Seine Mannschaft setzte die Vorgabe zunächst um und glich durch Kreisläufer Hendrik Pekeler zum 20:20 (49.) aus, der starke Weinhold sorgte mit seinem siebten Treffer für die Führung (51.). Es entwickelte sich eine umkämpfte Schlussphase, Patrick Wiencek leitete mit einer starken Defensivaktion den Treffer von Patrick Groetzki zum 24:23 ein (57.). Doch es blieb spannend, Mazedonien glich erneut aus (25:25/58.). Heinevetter rettete wenigstens einen Zähler.

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