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DHB-Team bereit für größeres Kaliber

Torhüter Wolff fit für Spiel gegen Slowenien

Zum Auftakt der Handball-EM in Kroatien überrannte Titelverteidiger Deutschland den Außenseiter Montenegro. Der nächste Gegner Slowenien (heute, 18.10 Uhr, ARD) ist als WM-Dritter allerdings ein größeres Kaliber - und ein Lieblingsgegner.

Andreas Wolff

Wie geht es dem rechten Fuß? "Tut immer noch weh", sagt Andreas Wolff. Aber kein Anlass zur Beunruhigung, so der Torhüter der deutschen Handball-Nationalmannschaft.

Trotz der Schmerzen werde er, der beim 32:19-Auftaktsieg gegen Montenegro eine Weltklasse-Fangquote verzeichnete (er parierte 46 Prozent aller Würfe), auch beim zweiten Vorrundenspiel der EM in Kroatien mitwirken können.

"Man muss sich keine Sorgen machen", versicherte der Keeper vom THW Kiel.

Gute Vorzeichen

Insofern stehen die Vorzeichen auch für die Partie gegen Slowenien (heute, 18.15 Uhr, live in der ARD) äußerst gut. Zumal sich auch der deutsche Rückraum zum Auftakt in famoser Spiellaune präsentierte.

"Die Mannschaft scheint im Turnier zu sein", sagte der deutsche Delegationschef Bob Hanning am Sonntag. "Wir wollen den Schwung mitnehmen und weiter erfolgreich bleiben", erklärte Bundestrainer Christian Prokop nach seiner erfolgreichen Turnier-Premiere. "Wir müssen eine Topleistung bringen."

Schließlich handelt es bei Slowenien, Bronzemedaillengewinner der WM 2017, um ein eindeutig größeres Kaliber als Montenegro, das nach dem Ausfall von Superstar Borozan über keinerlei Wucht im Rückraum verfügte. Von der Tatsache, dass Slowenien den Turnierauftakt gegen Mazedonien überraschend mit 24:25-Toren verlor und nun schon mit dem Rücken zur Wand steht, solle man sich nicht blenden lassen, so Prokop.

Hitzige Atmosphäre 

Speziell die Atmosphäre dürfte sich dann deutlich unterscheiden, sie wird sich einer EM als absolut würdig erweisen. Während sich beim deutschen Spiel gegen Montenegro noch kaum mehr als 3000 Fans in der riesigen Arena in Zagreb verloren, verwandelten die slowenischen und mazedonischen Fans die Halle danach in einen Hexenkessel.

Das Publikum wird ein Faktor sein, weil es auch die Schiedsrichter beeindrucken kann. Darauf müsse man sich einstellen, meinte Keeper Andreas Wolff. Andererseits hat sich Slowenien in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem Lieblingsgegner der deutschen Nationalmannschaft entwickelt.

Zwei Testspielsiege

Zuletzt hatten Uwe Gensheimer & Co. in der Qualifikation für das aktuelle Turnier kaum Mühe, den Gegner zwei Mal zu besiegen. Insbesondere der 32:23-Auswärtssieg in Ljubljana dürfte dem Gegner noch in unliebsamer Erinnerung sein.

Linkshänder Vid Kavticnik, der 2007 mit dem THW Kiel die Champions League gewann, macht sich dennoch Mut. "Es ist ein neues Spiel und wir werden alles tun, um es zu gewinnen", sagt der 33-jährige Slowene.

Schwerstarbeit für Innenblock

Möglich ist tatsächlich alles. Wenn die wendigen slowenischen Spielmacher Miha Zarabec (THW Kiel) und Marko Bezjak (SC Magdeburg) richtig ins Spiel kommen, dann sind sie schwer zu halten. Speziell auf den deutschen Innenblock dürfte Schwerstarbeit zukommen, da die Slowenen mit Blaz Blagontinsek und Matic Suholeznik über zwei Zweimeter-Riesen am Kreis um Räume kämpfen. Sollte die deutsche Defensive aber diese Achse in den Griff bekommen, müsste sie einen weiteren Schritt in Richtung Gruppensieg gehen können.

Darüber verschwendet Torwart Wolff freilich keinen Gedanken. "Es spielt keine Rolle, dass wir das Weiterkommen schon perfekt machen können", sagte der 26-Jährige, dessen Stern beim EM-Titel vor zwei Jahren aufging. "Es geht darum, sich in der Vorrunde schadlos zu halten, weil man die Punkte mitnimmt." Wolff will unbedingt den Titel verteidigen. Und auch ZDF-Experte Sven-Sören Christophersen hält das für keine Utopie. "Ich traue unserer Mannschaft schon sehr viel zu."

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