Erfolgreiche Aufholjagd: DHB-Team holt ersten Sieg

Sport - Erfolgreiche Aufholjagd: DHB-Team holt ersten Sieg

Die deutsche Handballnationalmannschaft gewinnt in Breslau das zweite EM-Vorrundenspiel gegen Schweden mit 27:26. DHB-Torhüter Andreas Wolff avancierte dabei zum Matchwinner.

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2 min
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Video verfügbar bis 18.01.2017, 07:08

Die deutschen Handballer haben bei der EM in Polen einen großen Schritt in Richtung Hauptrunde gemacht. Nach einer furiosen Aufholjagd besiegte das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson Schweden mit 27:26 (13:17) und holte damit im zweiten Gruppenspiel den ersten Sieg.

Im abschließenden Vorrundenspiel gegen Slowenien am Mittwoch (ab 17:05 Uhr live im ZDF) genügt der deutschen Mannschaft damit schon ein Punkt zum Weiterkommen. Bester Werfer bei der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war vor 6000 Zuschauern Tobias Reichmann mit neun Treffern.

Stark auf spielte auch Torhüter Andreas Wolff mit zahlreichen Glanzparaden. Christian Dissinger sah in der 56. Minute wegen Foulspiels Rot. "Das war ein heißes Spiel. Riesenkompliment an die Jungs. Sie haben großartig gekämpft und Mut gezeigt", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson.

Reichmann hält Mannschaft im Spiel

Weniger Fehler wollten die Spieler um Kapitän Steffen Weinhold fabrizieren, in der Abwehr enger zusammenstehen und die Torchancen konsequenter nutzen. Doch von der ersten Minute an ging das Konzept nur teilweise auf. Die DHB-Auswahl lief einem Rückstand hinterher, weil sie den wurfgewaltigen Johan Jakobsson von der SG Flensburg-Handewitt nicht in den Griff bekam. Nur dank der Nervenstärke von Tobias Reichmann von der Siebenmeterlinie konnte das deutsche Team nach einem 4:7-Rückstand (8.) beim 10:10 (18.) wieder ausgleichen.

Dann aber passierte dem jungen deutschen Team ein Malheur. In Unterzahl sollte Spielmacher Niclas Pieczkowski als "falscher Schlussmann" mit aufs Feld, damit wieder sechs Angreifer auf dem Parkett sind. Doch Pieczkowski und der richtige Torhüter Andreas Wolff liefen zugleich aufs Feld. Damit war ein Akteur zu viel im Spiel. Das ahndeten die Referees mit einer weiteren Zwei-Minuten-Strafe.

Vier-Tore-Rückstand zur Pause

Bittere Konsequenz fürs deutsche Team: In doppelter Unterzahl geriet es mit 10:13 (22.) ins Hintertreffen und kassierte auch noch das 10:14 (23.). Dem Vier-Tore-Rückstand lief die DHB-Auswahl bis zum 13:17 zur Pause vergeblich hinterher. Zudem verwarf kurz vor der Sirene Reichmann im fünften Versuch seinen ersten Siebenmeter.

Mit der Erfahrung aus dem Spanien-Spiel, in dem die deutsche Mannschaft den Iberern in der zweiten Halbzeit Paroli geboten hatte, starteten Weinhold und Kollegen einmal mehr ihre schon bekannte Aufholjagd. Mit Elan, mehr Dynamik und Angriffswucht sowie einer
veränderten Abwehrformation und Glanztaten von Keeper Wolff setzten sie die Schweden unter Druck. Reichmann markierte mit seinem achten Tor das 18:18 (36.).

Spannend bis zum Schluss

Als Kapitän Weinhold dann mit seinem Treffer zum 21:20 (42.) für die erste deutsche Führung im Spiel sorgte und anschließend auf 22:20 (42.) erhöhte, tobten die Fans auf den Tribünen. Doch die Partie blieb auch nach dem 24:20 (45.) spannend, weil die Schweden nie aufgaben und sich nach dem 23:21-Auftakterfolg gegen Slowenien gegen ihre erste Turnier-Niederlage stemmten. Das deutsche Team aber bewahrte die Nerven und kam zum verdienten Sieg.

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