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Deutschland zieht in die Hauptrunde ein

Sport - Deutschland zieht in die Hauptrunde ein

Die deutschen Handballer ließen beim 25:21-Sieg im letzten EM-Gruppenspiel gegen Slowenien nichts mehr anbrennen und stehen in der Hauptrunde.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.01.2017, 20:30

Zum Abschluss der Vorrunde bezwang Deutschland in Breslau Slowenien mit 25:21 (12:10). Damit startet das DHB-Team mit zwei Punkten in die Hauptrunde und trifft dort am Freitag auf Ungarn (18:15 live im ZDF), am Sonntag auf Russland und am Mittwoch auf Dänemark.

Den «Lieblingsgegner» geschlagen, das Zwischenziel erreicht: Die deutschen Handballer haben bei der EM in Polen ihren zweiten Sieg im dritten Spiel gefeiert und sind souverän weiter. Durch den Sieg hielt auch die Serie: Die deutsche Mannschaft bleibt bei Welt- und Europameisterschaften ungeschlagen gegen die Slowenen, für die die EM beendet ist. Vor rund 6000 Zuschauern war Tobias Reichmann fünf Treffern bester deutscher Torschütze. Henrik Pekeler (55.) und der Slowene Vid Potenko (55.) sahen jeweils nach drei Zeitstrafen Rot.

Gegen Ungarn, Russland und Dänemark
In der Hauptrunde trifft die deutsche Mannschaft auf die ersten drei Teams aus der Parallelgruppe D. Dies sind Dänemark, Ungarn und Russland.  Die beiden hoch gehandelten Teams von Spanien und Dänemark sind mit weißer Weste in die Hauptrunde der Handball-EM in Polen gestürmt.

Die Iberer besiegten Rekord-Europameister Schweden zum Abschluss der Vorrunde in Breslau mit 24:22 (12:10) und sicherten sich damit den ersten Platz in der deutschen Gruppe C, der EM-Zweite Dänemark bezwang Ungarn in der Gruppe D souverän 30:22 (18:10). Beide Teams nehmen damit die optimale Ausbeute von 4:0 Punkten mit in die nächste Turnierphase.

Schwächen im Abschluss

Es war eines dieser vielen kleinen Zeichen, die den Teamgeist der deutschen Mannschaft im Spiel gegen Slowenien auch nach außen zeigen: Abwehrriese Finn Lemke schaltete sich nach einem gewonnenen Ball mit in den Angriff ein, passte mustergültig auf Kreisspieler Jannik Kohlbacher und bejubelte dessen Treffer zum 7:6 (17.) mit ausgestreckten Armen und Zeigefingern Richtung Auswechselbank.

Zuvor hatte die mit Abstand jüngste deutsche EM-Mannschaft der letzten Jahre große Schwächen beim Torwurf gezeigt. Die Start-Sieben mit dem gegen Schweden überragenden Andreas Wolff im Tor brachte es im Schnitt gerade einmal auf 24,7 Jahre. Ob nun Unerfahrenheit oder einfach nur Wurfpech: Nach dem 2:1 (4.) ging kein Ball mehr ins slowenische Tor. So geriet das deutsche Team mit 2:5 (10.) ins Hintertreffen und musste wie gegen Spanien (29:32) und Schweden einem Rückstand hinterherlaufen.


Lediglich Wolff war es zu verdanken, dass der Nachteil nicht größer wurde. Mit zahlreichen Paraden verhinderte er Tore der Slowenen und schuf damit die Grundlage dafür, dass die DHB-Auswahl im Spiel blieb. Beim 8:6 (19.) führte der WM-Siebte erstmals mit zwei Toren und kurz vor der Pause gar mit 12:9 (29.).

DHB ständig in Unterzahl
Dass der Vorsprung zur Pause beim 12:10 nur zwei Tore betrug, lag auch daran, dass die deutsche Mannschaft ein Drittel der ersten Halbzeit in Unterzahl spielte. Gleich fünfmal verhängten die Schiedsrichter Zwei-Minuten-Strafen gegen das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Ihre personelle Überlegenheit nutzten die Slowenen immer wieder zu Treffern.

Dann setzte auch im zweiten Durchgang 2,10-Meter-Hüne Lemke das Signal: Er rannte mit ungeahnter Geschwindigkeit zurück in die Abwehr und fing mit seiner großen Reichweite einen Konter ab. Im Gegenzug markierte Kapitän Steffen Weinhold das 15:11 (38.). Danach ließ sich die deutsche Mannschaft nicht mehr vom Erfolgsweg abbringen und feierte einen sicheren Sieg.

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