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Deutliche Niederlage für DHB-Team

Silvio Heinevetter geschlagen am Boden

Sport - Deutliche Niederlage für DHB-Team

Den Olympia-Test gegen Dänemark hat das DHB-Team 19:25 verloren. Bundestrainer Dagur Sigurdsson hätte sich ein anderes Signal gewünscht, als das Team vier, fünf Tore hinten lag.

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Die deutschen Handballer haben das Finale beim Vier-Nationen-Turnier im französischen Straßburg verpasst. Der Europameister verlor sein Halbfinale beim EuroTournoi gegen Dänemark mit 19:25 (8:12) und spielt nun am Sonntag, 15.30 Uhr, um Platz drei gegen Ägypten (ab 17.10 Uhr in der SPORTreportage).

Ägypten hatte zuvor gegen Weltmeister Frankreich mit 26:30 (15:15) verloren. Die Gastgeber und Dänemark bestreiten das Finale (Sonntag, 18 Uhr).

Kein Mittel gegen starke Dänen

Beim ersten Härtetest vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro warfen vor rund 4000 Zuschauern Uwe Gensheimer fünf und Fabian Wiede vier Tore. Für Dänemark traf Mikkel Hansen siebenmal.

In der schwül-heißen Halle fanden die deutschen Spieler überhaupt nicht ihren Rhythmus.Nach 20 Minuten hatte die mit zehn Europameistern angetretene DHB-Auswahl gerade einmal magere drei Tore erzielt, davon eins durch einen Siebenmeter. Beim 3:8 (20.) nahm Sigurdsson bereits seine zweite Auszeit, um sein Team anzuspornen und taktisch neu einzustellen.

Mit Christian Dissinger für Julius Kühn, Fabian Wiede für Kai Häfner und Martin Strobel auf der Spielmacher-Position wechselte der Isländer den kompletten Rückraum durch. Das aber brachte nur vorübergehend frischen Wind. Beim 6:9 (23.) durch Wiede spielte der Europameister erstmals mit dem durch die Regeländerungen ermöglichten siebten Feldspieler statt des Torhüters. Zweimal ging das gut, beim dritten Versuch ging der Ball durch ein Fehlabspiel verloren. In die Kabine ging die DHB-Auswahl mit einem 8:12-Rückstand.

DHB-Team müde

Nach lediglich fünf Tagen intensiven gemeinsamen Trainings in Stuttgart war den deutschen Spielern der Mangel an Frische und Spritzigkeit anzumerken. Zudem haperte es vor allem im Angriff. Ein übriges tat die Hitze: Beim Torwurf rutschte den Spielern der schweißnasse Ball einige Male aus der Hand.

Dabei konnte sich die deutsche Mannschaft bei Torhüter Andreas Wolff bedanken, dass sie nicht weiter zurücklag. Im Duell mit seinem Club-Kollegen beim THW Kiel stand er Niklas Landin auf dänischer Seite kaum nach. Dennoch konnte der Europameister, der auf dem Weg zum EM-Titel die Dänen mit 25:23 bezwungen hatte, die Skandinavier diesmal zu keinem Zeitpunkt in Bedrängnis bringen. Zu oft ging der Ball im Angriff verloren, so dass das Team um Kapitän Gensheimer die dritte Niederlage nach dem EM-Triumph kassierte.

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