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Traum vom Halbfinale so gut wie geplatzt

Handball-EM: Kroatien - Deutschland 25:24

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr zweites EM-Hauptrundenspiel gegen Kroatien mit 24:25 verloren. Damit ist der Traum von der Halbfinal-Teilnahme fast geplatzt. Das DHB-Team hat das Weiterkommen nicht mehr in der eigenen Hand.

2 min
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18.01.2020
18.01.2020

Trotz einer über weite Strecken herausragenden Abwehrleistung um Torhüter Andreas Wolff haben die deutschen Handballer die Chance auf das Halbfinale der EM so gut wie verspielt. Im Hauptrunden-Schlüsselspiel verlor die DHB-Auswahl am Samstagabend in der hitzigen Atmosphäre der Wiener Stadthalle mit 24:25 (14:11) gegen Kroatien.

Wolff überragend

Nach einem Leistungsabfall in der Schlussphase dieses Handball-Krimis besitzt die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop nun nur noch minimalste Chancen, die angepeilte EM-Medaille zu gewinnen. Beste Werfer des deutschen Teams vor rund 9000 Zuschauern waren Kapitän Uwe Gensheimer, Tobias Reichmann, Timo Kastening und Philipp Weber mit je vier Treffern. Die Bühne allerdings gehörte lange Zeit dem erneut herausragenden Torhüter Andreas Wolff sowie dem Defensivverbund um die Abwehrchefs Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek.

Auch Rechtsaußen Timo Kastening sowie Rückraumspieler Philipp Weber präsentierten sich stark. Gegen Ende der Partie leistete sich die DHB-Auswahl aber zu viele technische Fehler und brachte die Kroaten damit zurück ins Spiel. Am Montag (20.30 Uhr/ARD) geht es mit dem dritten Hauptrundenspiel gegen Gastgeber Österreich weiter. Anders als noch beim souveränen Sieg gegen die Weißrussen begann die Partie nicht mit zahlreichen Toren, sondern wurde früh geprägt von zwei starken Defensivreihen.

Gensheimer mit stärkster Turnierleistung

Der deutsche Innenblock um Pekeler und Wiencek ragte heraus. Auch der zuletzt schon starke Torhüter Wolff wurde im Verlauf des Spiels immer besser. Aber auch die Kroaten machten es der DHB-Auswahl nicht leicht und drehten nach technischen Patzern der deutschen Mannschaft in der Schlussphase das Spiel. Die eigene Defensive stand wie eine Mauer und bildete die Grundlage für zahlreiche Tempogegenstöße. «Klasse-Verteidigung und ein supergutes Tempospiel», lobte Prokop während einer Auszeit im ersten Durchgang. Auch Kapitän Uwe Gensheimer spielte erstmals im Turnier so stark und treffsicher, wie man es von ihm kennt. Den zahlreichen Fans aus Deutschland und Kroatien bot sich ein Handball-Krimi auf Augenhöhe.

Und sie sahen einen Wolff, der von Minute zu Minute immer heißer lief. Mit seinen teils herausragenden Paraden brachte der 28-Jährige die Kroaten mitunter zur Verzweiflung. Auch der kurzfristige Ausfall von Kreisläufer Johannes Golla, der wegen starker Übelkeit kurz vor Spielbeginn ins Teamhotel zurückgebracht worden war, minderte die Abwehrleistung nicht. Anders als noch beim Sieg gegen die Weißrussen wurde Rückraumschütze Julius Kühn diesmal in der Halbzeit auch nicht in der Kabine vergessen. Die große Bühne gehörte aber weder Kühn noch dem zuletzt so treffsicheren Timo Kastening, sie gehörte Wolff, Pekeler, Wiencek und ihren Abwehrkollegen. Mit welcher Galligkeit und Aggressivität sie gegen die Kroaten um ihren Superstar und Kieler Teamkollegen Domagoj Duvnjak verteidigten, war beeindruckend.

Schlampige Pässe

Der kroatische Kapitän kam kaum zur Entfaltung. Einziges Manko im deutschen Spiel: Einige technische Fehler im zweiten Durchgang. Anstatt sich schon früh eine beruhigende Führung herauszuspielen, verhalf die DHB-Auswahl Kroatien mit schlampigen Pässen zu einigen Toren - und letztlich sogar zum Sieg.

Der Spielplan

Do, 13.01.2022
Do, 13.01.2022
18:00
Debrecen
SLO
Slowenien
Slowenien
Nordmazedonien
Nordmazedonien
MKD
Do, 13.01.2022
18:00
Szeged
SRB
Serbien
Serbien
Ukraine
Ukraine
UKR
Do, 13.01.2022
18:00
Bratislava
ESP
Spanien
Spanien
Tschechien
Tschechien
CZE
Do, 13.01.2022
18:00
Košice
RUS
Russland
Russland
Litauen
Litauen
LTU
Do, 13.01.2022
20:30
Debrecen
DEN
Dänemark
Dänemark
Montenegro
Montenegro
MNE
Do, 13.01.2022
20:30
Budapest
HUN
Ungarn
Ungarn
Niederlande
Niederlande
NED
Do, 13.01.2022
20:30
Szeged
CRO
Kroatien
Kroatien
Frankreich
Frankreich
FRA
Do, 13.01.2022
20:30
Bratislava
SWE
Schweden
Schweden
Bosnien-Herzegowina
Bosnien-H.
BIH
Do, 13.01.2022
20:30
Košice
NOR
Norwegen
Norwegen
Slowakei
Slowakei
SVK
Fr, 14.01.2022
Fr, 14.01.2022
18:00
Bratislava
GER
Deutschland
Deutschland
Belarus
Belarus
BLR
Fr, 14.01.2022
20:30
Budapest
POR
Portugal
Portugal
Island
Island
ISL
Fr, 14.01.2022
20:30
Bratislava
AUT
Österreich
Österreich
Polen
Polen
POL
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