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Dreijahressperre für BVB-Fans in Hoffenheim

Fußball | Bundesliga

Borussia Dortmund muss in den kommenden drei Spielzeiten bei Auswärtsspielen gegen die TSG 1899 Hoffenheim auf seine Fans verzichten. Der Verein akzeptiert nach übereinstimmenden Medienberichten eine entsprechende Strafe des DFB.

Schmäh-Banner der BVB-Fans gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp
Schmäh-Banner der BVB-Fans gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp im September 2018 führten zur Bewährungsstrafe. Diese wird nun wohl in die Tat umgesetzt.
Quelle: dpa

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss in den kommenden drei Spielzeiten bei Auswärtsspielen bei der TSG Hoffenheim auf seine Fans verzichten.

Laut übereinstimmenden Medienberichten wird der BVB nach erneuten Schmähungen seiner Anhängerschaft gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp einem Antrag des DFB-Kontrollausschusses zustimmen, die Bewährung einer im November 2018 verhängten entsprechenden Strafe auszusetzen.

Urteil in den nächsten Tagen erwartet

Demnach liegt der entsprechende Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses dem BVB bereits vor. Mit einem Einspruch ist aufgrund der erdrückenden Beweislast nicht zu rechnen. Eine Antwort aus Dortmund hat der DFB nach eigenen Angaben bis Donnerstag jedoch noch nicht erhalten. Das Urteil im Einzelrichterverfahren wird in den nächsten Tagen erwartet.

Die Kollektivstrafe schadet nicht nur dem Image des Revierklubs, sondern trifft ihn auch in finanzieller Hinsicht. Denn das damalige DFB-Urteil aus dem Jahr 2018 sieht neben der Fansperre und einer Geldstrafe von 60.000 Euro vor, dass "die TSG ... für den finanziellen Ausfall entschädigt werden" müsste. In diesem Punkt sieht die Borussia jedoch noch Klärungsbedarf. Bis zum rechtskräftigen Urteil bleibt offen, ob die Hoffenheimer den Stadionblock mit eigenen Fans besetzen dürfen.

Ungeachtet der Kollektivstrafe behält sich der BVB weiter vor, einzelne Täter zu identifizieren und für den entstandenen Schaden haftbar zu machen. Ähnlich waren andere Vereine bereits bei ähnlichen Fällen wie beim Verbrennen von Pyrotechnik vorgegangen.

Erneute Schmähungen gegen Hopp

Ende Dezember 2019 waren BVB-Fans bei der 1:2-Niederlage des Vizemeisters erneut auffällig geworden mit Schmähungen gegen Dietmar Hopp. Für einen solchen Wiederholungsfall hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einen Auswärtsbann in Aussicht gestellt.

Das DFB-Sportgericht hatte im November 2018 gegen den BVB nach Verfehlungen der eigenen Anhänger im Auswärtsspiel in Sinsheim ein dreijähriges Stadionverbot für die Dortmunder Fans in Sinsheim auf Bewährung verhängt. Die Bewährungsfrist läuft bis zum 30. Juni 2022.

Im September 2018 hatten Dortmunder Fans unter anderem ein etwa zehn mal zehn Meter großes Banner ausgerollt, welches das Konterfei von Hopp hinter einem Fadenkreuz zeigte. Am 20. Dezember 2019 waren die Banner kleiner, aber nicht weniger beleidigend. Dabei hatte Hopp bereits Hausverbote gegen BVB-Anhänger erwirkt.

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