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Hoffenheims besondere Reise

Warten auf den Playoff-Gegner (Auslosung: Fr., 12 Uhr auf zdfsport.de)

Königsklasse oder Europa League? In den Play-Offs am 15./16. und 22./23. August wird diese Frage für die TSG Hoffenheim geklärt. Am Freitag (12 Uhr auf zdfsport.de) wird der Gegner ausgelost. Fest steht, es wird ein harter Brocken. Im gesetzten Lostopf sind der FC Sevilla, der SSC Neapel, der FC Liverpool, ZSKA Moskau und Sporting Lissabon. Auf eines dieser Teams wird die TSG also treffen, da sie aufgrund der UEFA-Fünfjahreswertung im ungesetzten Lostopf ist.

Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann Quelle: epa

Zuzenhausen – Wenn es um innovative Trainingsmethoden geht, ist die TSG Hoffenheim weltweit ein Trendsetter. Vor kurzem waren Manager aus den amerikanischen Profiligen für Eishockey, Football und Basketball auf Weiterbildungsreise im Kraichgau. Da ist es fast ein wenig traditionell, was der Klub aus Baden unternahm, um sich auf die erste Saison seiner Vereinsgeschichte in einem europäischen Wettbewerb vorzubereiten: Man reiste nach England.

Es zeigt, in Hoffenheim mag man auf verrückte Ideen kommen, wenn es um Training geht. Den Blick fürs Praktische jedoch verliert keiner aus den Augen. „Es ging bei dem Spiel bei Derby County darum, notwendige Abläufe an für uns neuen und unbekannten Spielorten zu simulieren“, sagt Manager Alexander Rosen.

Praxistest Auslandsreise

Abgehoben sind sie in Hoffenheim trotz der erstmaligen Chance, die Champions League zu erreichen also nicht. Im Gegenteil: Nur wer tatsächlich an einen fernen Strand reist, kann feststellen, ob die Sonnencreme reicht. Es ging gegen den englischen Zweitligaklub für die TSG natürlich nicht um Sonnencreme, sondern um Auswirkungen der Zusatzbelastung im Hinblick auf Trainingssteuerung und Regenerationszeiten. All das lässt sich daheim nicht mal mit den besten neuen Ideen proben.

Es zeigt aber, die Hoffenheimer sind im Hinblick auf die Champions League durchaus ehrgeizig, selbst wenn ein erfahrener Klub im Wege steht. Das Abenteuer soll nicht mit einer Enttäuschung enden, das ist klar. Nur Europa League zu spielen, wäre zweifellos eine und gleichzeitig ein Grund, sich über die Entwicklung des Vereins zu freuen, der es aus der dritten Liga bis ins internationale Geschäft geschafft hat.

Vorfreude aufs internationale Geschäft

„Wir freuen uns sehr auf das internationale Geschäft“, sagt Rosen und meinte egal wo. Man darf ihm das glauben. Ein Scheitern in Sachen Champions League aber schon vor den Play-Offs zu thematisieren, wäre kaum hilfreich. Deshalb lässt man es einfach sein und widmet sich lieber dem Thema unbekannte Mehrfachbelastung. Der SC Freiburg, der FC Augsburg und Eintracht Frankfurt gerieten in arge Schwierigkeiten, weil alle paar Tage ein Spiel anstand.

„Wir gehen nicht schon mit einer Warnung an den Start nach dem Motto: 'Jetzt haben wir aber die Mehrfachbelastung, mal sehen, ob es überhaupt möglich ist diese zu stemmen…'. Nein! Wir stellen keine Warnung vor die Freude und sichern uns für den Fall ab, dass es nicht laufen könnte“, sagt Rosen.

Auf Mehrfachbelastung vorbereitet

Bis Dezember kommen mindestens 26 Pflichtspiele auf die TSG zu. Deshalb hat man die Kadergröße „angepasst“ (Rosen) und Trainer Julian Nagelsmann lässt mehr in kleinen Gruppen trainieren und ordnet weniger Mannschaftseinheiten an. Mehr Individualität und mehr Theorie wird es geben. „Wir wollen auch international etwas reißen“, sagt Coach Nagelsmann. „Dazu ist der Kader im Stande.“

Ob er die Champions League meinte der die Europa League ließ der 30 Jahre alte Trainer des Jahres bewusst offen. Im Sommer-Trainingslager hat Nagelsmann vorsichtshalber für alle Fälle eines trainieren lassen: Schnelles Umschaltspiel nach Balleroberung.

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