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FCB: Hummels und Sanches kommen, Götze soll wechseln

Sport - FCB: Hummels und Sanches kommen, Götze soll wechseln

Der FC Bayern München kauft sich für rund 70 Mio. Euro neue Spitzenspieler. Mats Hummels aus Dortmund und Renato Sanches aus Lissabon sollen dabei helfen, die Mannschaft noch erfolgreicher zu machen.

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1 min
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Video verfügbar bis 10.05.2017, 17:00

Doppelschlag vor dem Saisonfinale: Der FC Bayern verpflichtet wie erwartet Mats Hummels - und für 35 Millionen Euro den 18 Jahre alten Portugiesen Renato Sanches. Neu-Trainer Carlo Ancelotti hat Mario Götze indes offenbar zum Wechsel geraten.

38 Millionen Euro für einen Weltmeister, mindestens 35 Millionen für einen nahezu Unbekannten: Der FC Bayern bastelt mit seinem prall gefüllten Konto weiter munter an seiner Mannschaft der Zukunft. Borussia Dortmund bestätigte am Dienstagmittag den Wechsel seines Kapitäns Mats Hummels nach München, nur eine halbe Stunde zuvor hatte der Rekordmeister völlig unerwartet auch den Transfer des 18 Jahre alten portugiesischen Supertalents Renato Sanches von Benfica Lissabon verkündet. Beide Spieler erhielten Verträge bis 2021.

Verträge bis 2021

Der Wechsel von Hummels hatte sich abgezeichnet, die Bekanntgabe durch Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war entsprechend geschäftsmäßig. "Mats ist einer der besten Innenverteidiger der Welt", sagte er, "mit ihm können wir die Qualität unserer Mannschaft nochmals steigern." Die Höhe der Ablöse dürfte sich um die 38 Millionen Euro bewegen. Hummels wird künftig mit Jerome Boateng die Innenverteidigung beim FC Bayern bilden - wie auch in der Nationalmannschaft.

"Ich habe mir die Entscheidung nach achteinhalb Jahren nicht leicht gemacht", sagte Hummels. "Bevor ich im Sommer in meine Heimatstadt zurückkehre, haben wir alle noch ein großes gemeinsames Ziel: Den DFB-Pokal nach Dortmund zu holen", ergänzte der 27-Jährige.

Kurios: Sein letztes Spiel mit dem BVB wird Hummels gegen die Bayern bestreiten, am 21. Mai im DFB-Pokal-Finale. Der Supercup wird dann sein erstes Pflichtspiel mit dem FC Bayern sein - gegen den BVB.

Supertalent Sanches kommt auch

Der Wechsel von Hummels ist der dritte Großtransfer zwischen Dortmund und München in drei Jahren, nach Mario Götze (2013/37 Millionen Euro) und Robert Lewandowski (2014/ablösefrei). "Wir respektieren seine Entscheidung. Ich möchte betonen, dass er sich uns gegenüber zu jedem Zeitpunkt offen und fair verhalten hat", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Hummels war 2008 vom FC Bayern nach Dortmund gewechselt, nachdem er in seiner Heimatstadt keine Zukunft gesehen hatte.

Renato Sanches (zukünftig Bayern)
Renato Sanches

Zuvor hatten die Münchner den portugiesischen Mittelfeldspieler Renato Sanches von Benfica Lissabon unter Vertrag genommen. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister bekanntgab, wechselt der 18-Jährige für eine Ablösesumme von 35 Millionen Euro plus möglicher erfolgsabhängiger Bonuszahlungen in die Bundesliga. Er ist damit einer der teuersten Transfers der Liga. Am Montag bestand er in München bereits den obligatorischen Medizincheck.

Sanches war in Portugal erst am Montag zum "Senkrechtstarter des portugiesischen Fußballs" gewählt worden. Der FC Bayern sei "glücklich", so Rummenigge, "ihn trotz namhafter internationaler Konkurrenz für unseren Klub verpflichtet zu haben". Der Nationalspieler sei ein "dynamischer, zweikampfstarker und technisch versierter Mittelfeldspieler, der unsere Mannschaft weiter verstärken wird".

Ancelotti plant nicht mit Götze

Auf Sanches hält Bayerns künftiger Trainer Carlo Ancelotti auch schon große Stücke. Der Mittelfeldakteur sei ein Spieler, den Ancelotti "gerne verpflichten wollte", verriet Rummenigge: "Er kann auf der Sechs, speziell auf der Acht, vielleicht sogar auf der Zehn spielen."

Nach dem Zugang des portugiesischen Super-Talents sinken die Chancen auf Spielminuten weiter für Mario Götze.  Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch hat Ancelotti Götze zum Wechsel geraten. Bei dem Überangebot an offensiven Mittelfeldspielern könne er dem 23-Jährigen regelmäßige Startelfeinsätze nicht garantieren. Die Bayern äußerten sich zunächst nicht zum angeblichen Gespräch zwischen Ancelotti und Götze.

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