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Bereit für den Medaillenkampf

Judo Typical

Sport - Bereit für den Medaillenkampf

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Zika-Virus, Angst vor Überfällen – viele Sportler fahren mit leichten Bauchschmerzen zu den Olympischen Spielen nach Brasilien. Nicht so die deutschen Judoka: Sie fühlen sich bereit für den Medaillenkampf in Rio.

Polizeikommissarin Luise Malzahn hat keine Angst vor den vermeintlichen Gefahren rund um die Olympischen Spiele von Rio. „Ich habe bisher in Brasilien nur gute Erfahrungen gemacht“, erzählt die Judokämpferin. Und falls es doch einmal eine knifflige Situation auf der Straße geben sollte, wird sich die WM-Dritte von 2015 nicht nur wegen ihrer Polizeiausbildung mit Sicherheit zu helfen wissen: „Schließlich kann ich Judo.“


Roper: Olympiasieg das Ziel


Mit diesem gesunden Selbstbewusstsein reist das 13-köpfige deutsche Judo-Team am 30. Juli in Rio de Janeiro an.  Alle fühlen sich bereit für den Medaillenkampf. „In Rio habe ich bereits meine WM-Medaille geholt. Ich werde auf den Punkt fit sein. Es ist für mich ein Riesending, das zweite Mal bei Olympia dabei zu sein. Ich möchte mit einer Medaille nach Hause kommen, am liebsten jeden Wettkampf gewinnen. Olympiasieger bleibt man für immer“, sagt zum Beispiel Myriam Roper.

So wie Ole Bischof. Der gewann 2008 die bis dato letzte Olympia-Goldmedaille für die deutschen Judoka und legte 2012 noch einmal Silber nach. Vier Jahre später ist er als Vizepräsident für den Leistungssport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zuständig. Auch das ist ein kleiner Fingerzeig darauf, dass im Deutschen Judo-Bund (DJB) erfolgreiche Arbeit geleistet wird. Bei den Sommerspielen 2012 in London wurden die Erwartungen mit vier Medaillen übererfüllt – und diesen Coup würden die deutschen Judoka in London gern wiederholen.

Ziel drei bis vier Medaillen

„In unserer Zielvereinbarung mit dem DOSB steht, dass wir drei bis vier Medaillen holen wollen. Davon eine Finalteilnahme. Das ist ein ambitioniertes Ziel, aber nicht utopisch“, sagt DJB-Sportdirektor Mark Borchert. Wenn es um die Namen der größten Medaillenanwärter geht, drückt sich Borchert geschickt um eine Antwort: „Es ist eine Phrase, aber sie stimmt: Olympische Spiele haben ihre eigenen Gesetzte. Alle 13 deutschen Starter haben die Chance oben mitzumischen, alle waren schon bei großen internationalen Wettkämpfen auf dem Treppchen.“ Ganz sicher ein heißer Medaillenanwärter ist neben Malzahn und Roper auch Vizeweltmeister Karl-Richard Frey.

Typical Kampfsport Taekwondo
Typical Kampfsport Taekwondo

Für den DJB sind die Olympischen Spiele die einzige Chance in vier Jahren, einmal ins mediale Rampenlicht zu rücken. „Olympia ist unser wichtigstes Schaufenster und eine Riesenchance. Da wir gleich am Anfang dran sind, gibt es auch die Chance auf einen zusätzlichen Coup: Die erste deutsche Medaille zu gewinnen“, so Borchert. So wie 2004, als erst Julia Matijass die erste Medaille für das deutsche Olympia-Team in Athen holte und dann Yvonne Bönisch auch noch das erste deutsche  Gold.


Taekwondo-Trio will für Furore sorgen

Noch mehr im Schatten als die Judoka stehen zwischen den Olympischen Spielen die Taekwondo-Kämpfer. Wer weiß zum Beispiel, dass Tahir Gülec 2013 die erste deutsche WM-Goldmedaille seit 18 Jahren gewann? 2015 bestätigte er diesen spektakulären Triumph mit WM-Bronze. Dieser Mann führt das deutsche Taekwondo-Trio in Rio an und gehört definitiv zu den heißen Medaillenanwärtern. Genau wie seine Schwester Rabia Gülec, die ebenfalls schon Bronze bei Weltmeisterschaften in der Tasche hat. Angst kennen übrigens auch die deutschen Taekwondo-Geschwister nicht. Tahir Gülec: „Wir fahren nicht als Touristen nach Rio, wir fühlen uns bereit für den Medaillenkampf.“

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