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Heynckes: Zuerst Ordnung schaffen

Bayern stellen ihren neuen Trainer vor

Sport - Heynckes: Zuerst Ordnung schaffen

Voller Tatendrang geht Jupp Heynckes seine letzte Mission beim FC Bayern München an. Der Altmeister verspricht dem Team wieder "Ordnung". Seinen Nachfolger als Trainer soll es erst 2018 geben.

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Jupp Heynckes begann seine Titel-Rettungs-Mission mit einem standesgemäßen "Grüß Gott" - dann holte er bei der Pressekonferenz in einem Monolog von zehneinhalb Minuten weit aus.

Mammut-Programm

Im Team wieder "Ordnung schaffen", die "Situation entkrampfen", eine "Hierarchie installieren" und den Bossen Zeit und Ruhe bei der langfristigen Trainersuche schenken: Bundesliga-Rückkehrer Heynckes lässt sich vom Mammut-Programm beim schwächelnden Rekordmeister nicht einschüchtern.

Konkrete Ziele verkneift sich der Triple-Macher von 2013, sagte aber optimistisch: "Trotz der schwierigen Situation bin ich zuversichtlich, dass wir die Erfolgsspur wieder aufnehmen."

"Absoluter Meister im Fußball"

Vor zwei Dutzend Kamerateams und mehr als 70 Reportern präsentierten die Bayern ihren alten, neuen Hoffnungsträger als "absoluten Meister im Fußball", wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge lobte. "Wir haben alle das Feuer gespürt, das ihn ihm lodert. Wir sind überzeugt, dass er der ideale Mann ist."

Mehr als eine Acht-Monats-Episode soll die Rückkehr des fast schon legendenhaft verehrten Trainers an der Säbener Straße aber nicht sein. Das machte Heynckes, der - und das betonte er ausdrücklich - nach langen Überlegungen sogar seine Frau Iris vor einer Knie-Operation und den gemeinsamen Hund Cando am Niederrhein zurückließ, mehrmals deutlich.

Nachfolger nicht bekannt

Wer den FCB ab Sommer 2018 dauerhaft trainieren wird, das werde in den nächsten Monaten in aller Ruhe entschieden. «"ch kann heute schon eins ziemlich klar sagen: Dass wir sicherlich im Jahr 2017 nicht verkünden werden, was zum 1.7.2018 passiert", sagte Rummenigge.

Für Willy Sagnol, Assistent des vor eineinhalb Wochen gefeuerten Carlo Ancelotti und zuletzt Interimscoach, ist in Heynckes' Team kein Platz. Wie es mit dem Franzosen weitergeht, war zunächst offen. "Da ist noch keine finale Entscheidung gefallen", sagte Rummenigge und kündigte "zeitnah in dieser Woche ein weiteres Gespräch" an.

Kein böses Wort

Auch wenn Heynckes über seinen Vorgänger Ancelotti kein schlechtes Wort verlor und den Italiener sogar als "Gentleman" lobte - mit der Vergangenheit soll schnell gebrochen werden. Misstöne innerhalb der Mannschaft, frustrierte Spieler, stagnierende Entwicklungen einzelner Profis und sonderbare Aufstellungen hatten den Bayern in der Bundesliga fünf Punkte Rückstand auf Borussia Dortmund und in der Champions League ein 0:3 bei Paris Saint-Germain eingebrockt.

Von Titeln oder gar einer Wiederholung des historischen Triples aus dem Jahr 2013 sprach er nicht. "Es bringt nichts, wenn wir jetzt schon anfangen, irgendwelche Ziele auszugeben", meinte der Coach.

"Hochsensibel"

Zumal sein Freundschaftsdienst mit höchst komplizierten drei Wochen inklusive sieben Pflichtspielen beginnt. Heynckes will "hochsensibel" sein. "Das wird ein Balanceakt werden", ist er überzeugt, "aber ich denke, dass ich genügend Erfahrung habe, das zu handeln".

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