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96-Präsident Kind lässt Antrag ruhen

Fußball-Bundesliga: 50+1-Regel

Hannover 96 und Präsident Martin Kind lassen ihren Antrag auf eine Ausnahme-Genehmigung von der 50+1-Regel ruhen. Die DFL will laut Mitteilung nun eine Grundsatzdebatte zur Reform der Regel führen.

Archiv: Der Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, Martin Kind, spricht am 01.08.2017 bei einer Pressekonferenz in Hannover über die Zukunftsplanung von Hannover 96
Lässt seinen Antrag ruhen: 96-Präsident Martin Kind Quelle: dpa

"Aus Sicht des DFL-Präsidiums erscheint es zweckmäßig, in den kommenden Monaten die Formulierung und Umsetzung der 50+1-Regel zu überprüfen und dabei zu erörtern, wie wichtige Prinzipien der gelebten Fußball-Kultur in Deutschland zukunftssicher verankert werden können und ob gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen sind", hieß es am Nachmittag in einer Erklärung der DFL.

"Großer Schritt in die richtige Richtung"

Hannover 96 nannte diesen Beschluss "einen großen Schritt in die richtige Richtung". Gleichzeitig kündigte Kind für den Dienstag eine Pressekonferenz an.

Die 50+1-Regel gibt es nur im deutschen Profifußball. Sie begrenzt den Einfluss externer Investoren bei einem Klub, weil Stammvereine nach einer Ausgliederung der Profi-Abteilungen weiter die Mehrheit der Stimmanteile in einer Kapitalgesellschaft besitzen müssen. Kind wollte davon eine Ausnahmegenehmigung erhalten, wie sie bereits beim VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim gilt.

Jetzt bewirkt sein Vorstoß allerdings, dass das 50+1-Konstrukt generell in Frage steht. Die DFL-Spitze befürchtet, dass diese Regelung vor einem ordentlichen Gericht kippen könnte. Ein Kompromissvorschlag des Frankfurter Vorstands Axel Hellmann besagt bereits, die Vereine einerseits stärker für mögliche Investoren zu öffnen, andererseits aber auch klare und rechtsverbindliche Bedingungen für den Einstieg externer Geldgeber vorzugeben.

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