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Bestätigt: Kovac wird neuer Bayern-Trainer

Bundesliga - FC Bayern München

Sport - Bestätigt: Kovac wird neuer Bayern-Trainer

Niko Kovac wird neuer Trainer des Fußball-Rekordmeisters Bayern München. Das bestätigte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Der 46-Jährige kommt vom Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt und erhält einen Dreijahresvertrag. Derweil hagelt es Kritik aus …

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Kovac spielte von 2001 bis 2003 selbst für die Bayern im Mittelfeld, als Trainer führte er die Eintracht im vergangenen Jahr ins DFB-Pokalfinale.

Einstimmige Entscheidung

"Ich bin sehr glücklich, dass Niko unser Trainer wird. Er arbeitet modern, innovativ und passt sich unseren Strukturen an. Er ist der perfekte Trainer für uns und genau das, was wir brauchen", sagte Salihamdizic bei FCB.tv. Kovac kenne den Klub, "die DNA des FC Bayern ganz genau".

Die Entscheidung sei im Vorstand "einstimmig" gefallen, sagte der Sportdirektor, der überzeugt ist, dass Kovac auch die Arbeit von Jupp Heynckes "vertrauensvoll und erfolgreich" weiterführen wird. Kovac konnte durch eine Ausstiegsklausel aus seinem bis 2019 laufenden Vertrag bei der Eintracht aussteigen. Dies bestätigte auch Salihamdzic. Die Ablöse soll 2,2 Millionen Euro betragen.

Derweil hat Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic die Verantwortlichen des Rekordmeisters für ihr Vorgehen scharf kritisiert. "Dass Informationen innerhalb kürzester Zeit nach außen geflossen sind - und das sicherlich nicht aus Frankfurt - ist sehr ärgerlich, unprofessionell und respektlos", sagte der 46-Jährige. Vor der Verpflichtung Kovacs als Nachfolger von Jupp Heynckes habe von Münchner Seite "keine Kontaktaufnahme stattgefunden", sagte Bobic: "Ich bin der Meinung: Man will etwas von uns. Dann muss auch jemand anrufen. Aber das sind eben die Bayern, und die haben ihr Ding gemacht und an sich gedacht."

Kritik aus Frankfurt

Kovac selbst bestätigte Bobics Darstellung: "Dass das alles so schnell rausgekommen ist, lag sicher nicht an mir oder an Fredi." Besonders ärgerte sich Bobic über den Zeitpunkt der Bekanntgabe des Wechsels durch die Münchner unmittelbar vor dem wichtigen Bundesliga-Spiel bei Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr): "Wir sitzen jetzt hier - einen Tag vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen - und reden über ganz andere Dinge. Deshalb die klare Kritik, weil es eine Situation ist, in der es für uns um sehr viel geht. Das sind Dinge, die ich eigentlich in der Form nicht kenne. Das hat mit einem Miteinander nichts zu tun."

Daneben bestätigte Bobic auch, dass Kovac eine Ausstiegsklausel besaß, die ihm den Wechsel am Saisonende ermöglichte. "Ja, es gab eine Möglichkeit für Niko, für absolute europäische Topklubs aus dem Vertrag herauszukommen. Wir verkaufen jetzt auch Trainer", sagte er. Auch diese Informationen seien "übrigens aus einer anderen Großstadt" an die Öffentlichkeit geflossen.

Mit der Verpflichtung von Kovac beenden die Bayern eine monatelange Trainersuche. Zunächst scheiterte ihr Versuch, den 72 Jahre alten Jupp Heynckes zum Weitermachen zu überreden. Vor drei Wochen sagte auch der frühere Dortmunder Trainer Thomas Tuchel den Münchnern ab.

Internationale Erfahrung und Stallgeruch

Im Vergleich zu weiteren Kandidaten wie Ralph Hasenhüttl von RB Leipzig oder Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim sprechen aber vor allem drei Faktoren für die Verpflichtung von Kovac: Der Frankfurter Trainer ist verfügbar, weil nach einem Bericht des "kicker" in seinem noch bis 2019 laufenden Vertrag mit der Eintracht eine Ausstiegsklausel für den Wechsel nach München verankert ist.

Kovac ist zudem international erfahren, weil er die kroatische Nationalmannschaft 2014 zur Weltmeisterschaft in Brasilien führte. In Frankfurt arbeitet Kovac seit dem 8. März 2016 mit großem Erfolg. Zunächst führte er die Eintracht in zwei Relegationsspielen gegen den 1. FC Nürnberg zum Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga. In den vergangenen zwei Jahren formte er aus einem Abstiegskandidaten einen Champions-League-Anwärter. Zudem könnte er die Hessen in der nächsten Woche zum zweiten Mal nacheinander ins DFB-Pokalfinale führen. Möglicher Gegner dort: der FC Bayern München.

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