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Laureus-Award für Triathlet Frodeno

Sport - Laureus-Award für Triathlet Frodeno

Laureus-Awards: "Action Sportperson des Jahres" ist Triathlet Jan Frodeno. Im Interview sagt der Ironman und Olympia-Sieger: "Diesen Preis zu gewinnen ist ein ganz besonderer Moment meiner Karriere."

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.04.2017, 14:08

Große Ehre für Jan Frodeno: Der Triathlet ist in Berlin mit dem Laureus Award als "Actionsportler des Jahres" ausgezeichnet worden. Als Sportler des Jahres wurden die Tennis-Asse Serena Williams und Novak Djokovic geehrt.

"Eisenmann" Jan Frodeno starrte ungläubig von der Bühne ins Publikum und konnte sein Glück kaum fassen: Der Ironman-Weltmeister erhielt eine weitere Auszeichnung für sein Mega-Jahr 2015 und gewann bei der Verleihung der Laureus Sports Awards im Palais am Berliner Funkturm den Sport-Oscar in der Kategorie "Action Sportperson des Jahres".

Geschichte geschrieben

"Hallo Berlin, Wahnsinn!", rief Frodeno den 600 geladenen Besuchern im Saal zu, nachdem er aus den Händen von Tennis-Ikone Boris Becker den Preis erhalten hatte. "Ich war schon ziemlich stolz, als Botschafter von Laureus ernannt zu werden. Dann wurde ich nominiert, das war sensationell. Jetzt habe ich tatsächlich den Laureus", sagte Frodeno sichtlich gerührt und dankte seiner Frau Emma für die Unterstützung. "Das ist der wichtigste Preis, den ich je erhalten habe."

Der 34-Jährige aus Köln hatte im vergangenen Jahr Sport-Geschichte geschrieben und als erster Triathlet nach seinem Olympiasieg (2008 in Peking) auch den WM-Titel gewonnen - und das ausgerechnet im Triathlon-Mekka auf Hawaii. Dafür wurde der Top-Athlet 2015 auch zu Deutschlands "Sportler des Jahres" gewählt. Bei der von Hollywood-Star Bill Murray moderierten Gala setzte sich Frodeno gegen Konkurrenten wie den Skateboarder und mehrfachen X-Games-Champion Bob Burnquist (Brasilien) und den Surfer und dreimaligen World-Tour-Sieger Mick Fanning (Australien) durch. Der "Eisenmann" sorgte insgesamt für den elften deutschen Sieg bei der seit dem Jahr 2000 ausgetragenen Sportler-Ehrung.

Enttäuschung für Mercedes

Enttäuschend fiel indes die Wahl für das deutsche Formel-1-Team von Mercedes aus, das bei der Laureus-Wahl zum zweiten Mal in Folge in der Kategorie "Mannschaft des Jahres" das Nachsehen hatte. Lewis Hamilton und Nico Rosberg mussten sich der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft geschlagen geben. Die "All Blacks" feierten
2015 den Gewinn des WM-Titels.

In den Königsdisziplinen setzten sich die Tennis-Stars durch. In der Kategorie "Sportler des Jahres" triumphierte zum dritten Mal nach 2012 und 2015 Novak Djokovic. Der Schützling von Boris Becker siegte vor Größen wie Sprint-Weltrekordler Usain Bolt (Jamaika), Formel-1-Weltmeister Hamilton (Großbritannien) und Weltfußballer Lionel Messi (Argentinien). Bei den Frauen behielt Tennis-Queen Serena Williams die Oberhand. Die Weltranglistenerste aus den USA wurde nach 2003 und 2010 ebenfalls zum dritten Mal als "Sportlerin des Jahres" geehrt.

Cruyff posthum geehrt

Für den "Durchbruch des Jahres" wurde Golf-Profi Jordan Spieth (USA) ausgezeichnet, das "Comeback des Jahres" schaffte der neuseeländische Rugby-Spieler Dan Carter, "Sportler des Jahres mit Behinderung" wurde der brasilianische Schwimmer Daniel Dias.
Den Preis für das Lebenswerk bekam der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda, heute Aufsichtsratsvorsitzender des dominierenden Mercedes-Teams. Einen Sonder-Laureus erhielt auch der im März verstorbene Johan Cruyff (Spirit of Sport Award) posthum verliehen.

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