Sie sind hier:

Max Heß springt zu Gold

Sport - Max Heß springt zu Gold

Bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam sichert sich Max Heß überraschend den Sieg im Dreisprung. Ein gültiger Versuch reicht zum Titel. Deutsche Medaillen gab's auch im Sperwurf und Stabhochsprung.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.07.2017, 08:00

Max Heß sorgt für einen Gold-Coup im Dreisprung und die erste Männer-Medaille für Deutschland bei der Leichtathletik-EM. Speerwerferin Linda Stahl und Lisa Ryzih im Stabhochsprung holen Silber.

Damit ist die EM-Medaillenbilanz von 2014 schon übertroffen. Vor zwei Jahren in Zürich waren es acht Medaillen.

Heß: "Es war eng"

Vier Tage vor seinem 20. Geburtstag überraschte Max Heß in Amsterdam mit der Siegweite von 17,20 Metern die Konkurrenz. Mit seinem einzigen gültigen Versuch hatte der Jüngste im deutschen Männerteam am Ende vier Zentimeter Vorsprung auf den Polen Karol Hoffmann. „Es war eng. Ich hätte nicht mehr nachlegen können, weil mein Fuß nicht mitmachte“, sagte der Chemnitzer, der im Winter Hallen-Vizeweltmeister wurde, erleichtert. Bis dato einziger deutscher Dreisprung-Europameister war der DDR-Athlet Jörg Drehmel, der 1971 in Helsinki den Titel gewann.

Auch die weiteren beiden Medaillengewinne hatten etwas Besonderes. Speerwerferin Linda Stahl holte sich mit dem letzten Versuch über 65,25 Meter noch Silber. „Alles oder nichts - und es gab irgendwie alles“, sagte die 30-jährige Leverkusenerin. Weltmeisterin Katharina Molitor wurde mit 30 Zentimetern Rückstand auf Sara Kolak (Kroatien) Vierte.
Einen unerwarteten Höhenflug erlebte Stabhochspringerin Lisa Ryzih. Die 27 Jahre alte Athletin vom ABC Ludwigshafen übersprang 4,70 Meter - nur Europameisterin Ekaterini Stefanidi aus Griechenland kam mit 4,81 Metern höher.

EM-Schlusstag im ZDF

Der EM-Schlusstag könnte noch ein großer Sonntag für den DLV werden. Titelverteidiger David Storl ist bereit für den goldenen Hattrick im Kugelstoßen. In der Qualifikation schaffte der Chemnitzer mit 20,84 Metern mit dem ersten Stoß den Finaleinzug. Auch in den vier Staffeln hoffen die deutschen Sprinter noch auf einen Endspurt mit Medaillen. Die beiden 4 x400-Meter Quartette zogen locker in die Finals ein. Die vier Frauen erreichten in 3:28,03 Minuten die viertbeste Zeit. Flott unterwegs waren auch die Männer, die in 3:03,97 Minuten schon mal Saisonbestzeit liefen. Außerdem wollen - angeführt von der EM-Dritten Gina Lückenkemper und dem bisher enttäuschenden Julian Reus - die Kurzsprint-Staffeln ganz vorne landen. Für den Endlauf qualifizierten sich beide DLV-Quartetts ohne Probleme.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet