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Schwanitz und Roleder holen Gold

Sport - Schwanitz und Roleder holen Gold

Cindy Roleder hat bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam ihren ersten großen Titel gewonnen. Die Hürdensprinterin im Interview mit Norbert König.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 08.07.2017, 18:23

Erfolgreicher zweiter Wettkampftag für die deutschen Leichtathleten bei der EM in Amsterdam. Nach Christina Schwanitz im Kugelstoßen holte auch Hürdensprinterin Cindy Roleder die Goldmedaille. Bronze sicherte sich zudem Gina Lückenkemper über 200 Meter.

Die 30-Jährige Schwanitz siegte im Kugelstoß-Finale mit 20,17 Metern vor Anita Márton aus Ungarn und der Türkin Emel Dereli. Die Leipzigerin Sara Gambetta belegte mit persönlicher Bestleistung von 17,95 Metern Rang sieben. Für Schwanitz war es nach der EM 2014 und der WM 2015 der dritte Gold-Coup in Serie. In 36 Tagen soll bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro der nächste Triumph folgen.

Rückenwind für Olympia

Für den Traum vom Olympia-Gold gab Schwanitz der Auftritt in Amsterdam ordentlich Rückenwind. 20,17 Meter im ersten Versuch der gesamten Konkurrenz bedeuteten europäische Jahresbestleistung für die Athletin vom LV Erzgebirge. Schon nach dem Siegesstoß riss sie jubelnd die Arme in die Höhe. Nie bestanden danach auch nur ansatzweise Zweifel, dass Deutschlands Sportlerin des Jahres 2015 eine überraschende Niederlage hinnehmen könnte.

In Rio wird die Konkurrenz allerdings deutlich stärker sein. Um vor allem die vom früheren Astrid-Kumbernuss-Coach Dieter Kollark trainierte Chinesin Gong Lijiao - mit 20,43 m Weltranglistenerste - zu bezwingen, muss Schwanitz wohl an ihre persönliche Bestleistung von 20,77 heranstoßen. "Das ist jetzt realistisch und machbar, es fehlen nur noch 20 Zentimeter zur Jahres-Weltbesten", sagte Schwanitz in der ARD. Von ihrem Gold-Stoß zeigte sie sich "etwas geschockt, danach war die Luft raus."

Erster großer Titel für Roleder

Vize-Weltmeisterin Cindy Roleder sicherte sich später über 100-m-Hürden ihren ersten großen Titel. Die 26-Jährige gewann in 12,62 Sekunden vor Alina Talay (12,68/Weißrussland) und Titelverteidigerin Tiffany Porter (12,76/Großbritannien).  Als bisher letzte Deutsche hatte Johanna Klier Hürden-Gold für die DDR gewonnen.
Pamela Dutkiewicz stürzte im Finale, Nadine Hildebrand (Sindelfingen) war im Halbfinale gescheitert.

Die erst 19 Jahre alte Sprinthoffnung Lückenkemper musste sich zuvor über 200 Meter mit einer Zeit von 22,74 Sekunden nur der WM-Fünften Dina Asher-Smith aus Großbritannien (22,37) und Ivet Lalowa-Collia aus Bulgarien (22,52) geschlagen geben. Lisa Mayer kam in 23,10 als Achte ins Ziel. Die bisher letzte deutsche EM-Medaille über 200 Meter holte 1998 Melanie Paschke mit Bronze, 1990 triumphierte die später des Dopings überführte damalige DDR-Sprinterin Katrin Krabbe. Weltmeisterin und Lokalmatadorin Dafne Schippers (Niederlande) konzentriert sich mit Blick auf die Olympischen Spiele in Rio ganz auf die 100 m.

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