Sie sind hier:

Gesa Krause und David Storl holen Gold

Sport - Gesa Krause und David Storl holen Gold

So gewann Gesa Felicitas Krause bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam Gold über 3000 Meter Hindernis: die letzte Runde im Olympiastadion und der Jubel im Ziel.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.07.2017, 20:00

Zwei Mal Gold für Deutschland am Schlusstag der Leichtatheltik-EM in Amsterdam: Gesa Felicitas Krause gewann über 3000 Meter Hindernis, David Storl siegte im Kugelstoßen. Bronze gab's für die deutsche 4x100-Meter-Staffel der Frauen und Männer, Hochspringer Eike Onnen und 5000-Meter-Läufer Richard Ringer.

Gesa Krause gewann das Hindernisrennen in persönlicher Bestzeit von 9:18,85 Minuten vor Luiza Gega (Albanien/9:28,52) und der Türkin Özlem Kaya (9:35,05). Die 23-Jährige schrammte bei ihrem ersten großen internationalen Triumph nur 31 Hundertstelsekunden am deutschen Rekord der Chemnitzerin Antje Möldner-Schmidt, die 2014 den EM-Titel geholt hatte, vorbei. Möldner-Schmidt war in Amsterdam nicht am Start.

Gesa Krause lief zwar die meiste Zeit vorne weg, hundertprozentig sicher war sie ihrer Sache allerdings nicht: "Ich hatte immer jemanden im Nacken", sagte sie im ZDF-Interview.

Maya Rehberg (Kiel) wurde disqualifiziert, Jana Sussmann (Hamburg) war im Vorlauf ausgeschieden.

Storls Titel-Hattrick

Kugelstoßer David Storl (Leipzig) hat mit seinem Sieg in Amsterdam einen Gold-Hattrick erzielt. Der 25-Jährige gewann mit 21,31 Meter und holte seinen dritten EM-Titel in Serie. Silber ging an den Polen Michal Haratyk (21,19), Bronze gewann Tsanko Arnaudov aus Portugal (20,59). Storl ist der einzige Kugelstoßer der Geschichte, der drei EM-Titel gewonnen hat. Für Olympia müsse er sich noch steigern, sagte Storl im ZDF-Interview: "Die Saison verläuft bisher holprig. Ich tu' mich noch schwer in den Wettkämpfen. Jetzt geht's drei Wochen nach Kienbaun. Dort bereiten wir uns auf Olympia vor."

David Storl
David Storl Quelle: dpa

Tobias Dahm kam mit 20,25 Metern auf Rang sieben und verpasste die Olympianorm (20,50).

Onnen beendet Durststrecke

Eike Onnens Bronze ist die erste deutsche Hochsprung-Medaille bei einer EM seit 30 Jahren. Der 33-Jährige übersprang 2,29 Meter im zweiten Versuch und erreichte damit seine erste Podestplatzierung bei einer großen Meisterschaft. 1986 hatte Carlo Thränhardt ebenfalls Bronze gewonnen, das letztes deutsche Gold gab es 1982 durch Dietmar Mögenburg.

Den Wettbewerb in Amsterdam gewann Hallen-Weltmeister Gianmarco Tamberi (2,32 Meter) aus Italien vor Robbie Grabarz aus Großbritannien (2,29), dem Europameister von 2012. Der Brite Chris Baker kam zusammen mit Onnen auf Platz drei. Titelverteidiger Bogdan Bondarenko aus der Ukraine hatte wegen der Olympischen Spiele in Rio auf einen EM-Start verzichtet.

Bronze im Fotofinish

Ganz knapp ging’s im 5000-Meter-Finale der Männer zu. Das Zielfoto musste zwischen den Plätzen eins bis fünf entscheiden. Richard Ringer durfte jubeln, er wurde auf Platz drei gesetzt. Er war in 13:40,85 Minuten zeitgleich mit dem Sieger Ilias Fifa und dem Zweiten Adel Mechaal (beide Spanien). Der Norweger Henrik Ingebrigtsen hatte als Vierter 1/100 Sekunde Rückstand, Mourad Amdouni (Frankreich/13:40,94) wurde Fünfter.


Florian Orth (Regensburg) wurde in 13:45,40 Siebter, Martin Sperlich (Friedrichshafen) kam in 13:48,81 auf Rang zehn. Olympiasieger, Weltmeister und Titelverteidiger Mo Farah (Großbritannien) hatte zugunsten der Olympischen Spiele in Rio auf einen Start verzichtet.

Silber knapp verpasst

Die Sprintstaffel mit Tatjana Pinto, Lisa Mayer, 200-m-Bronzemedaillengewinnerin Gina Lückenkemper und Rebekka Haase mussten sich in 42,48 Sekunden nur den von Sprint-Star Dafne Schippers angeführten Niederländerinnen (42,02/Landesrekord) und ganz knapp auch Großbritannien (42,45) geschlagen geben. 2012 hatte es in Helsinki mit der Goldmedaille für die Frauenstaffel das bisher letzte Edelmetall mit der Sprint-Staffel gegeben. "Medaille ist Medaille, wir freuen uns über Bronze", sagte Schlussläuferin Haase, die im Duell um Silber nicht mehr an der Britin Daryll Neita vorbeikam, im ZDF-Interview.

Für Lokalmatadorin Schippers war es nach ihrem Titel über die 100 Meter das zweite Gold.

Schneller als die Männer-Sprintstaffel mit Julian Reus, Sven Knipphals, Robert Hering und Lucas Jakubczyk (38,47 Sekunden) waren nur Großbritannien (38,17) und Frankreich (38,38).

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet