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Gladbach siegt mit Last-Minute-Tor

Fußball - Europa League | 4. Spieltag

Borussia Mönchengladbach hat sich mit einem Tor in der Nachspielzeit gegen AS Rom in der Gruppe J zurückgemeldet. Die Fohlen siegten 2:1 und sind nun punktgleich mit Rom. Dagegen hat der VfL Wolfsburg 1:2 gegen KAA Gent verloren. Zuvor verpasste Eintracht Frankfurt bei Standard Lüttich durch ein Last-Minute-Gegentor mit 1:2 den vorzeitigen Einzug ins 1/16-Finale und ist in den verbleibenden beiden Gruppenspielen beim FC Arsenal und gegen Vitória Guimarães weiter unter Zugzwang.

Marcus Thuram (l) am Ball
Marcus Thuram
Quelle: dpa

Bor. Mönchengladbach - AS Rom 2:1 (1:0)

Wir haben bis zum Schluss dran geglaubt.
Yann Sommer

Marcus Thuram hat Borussia Mönchengladbach mit einem Last-Minute-Tor alle Chancen auf die Zwischenrunde in der Europa League bewahrt. Der Stürmer erzielte in der Nachspielzeit das Tor zum 2:1 (1:0)-Endstand am Donnerstagabend gegen AS Rom - der Bundesliga-Spitzenreiter kann in den abschließenden beiden Gruppenspielen beim Wolfsberger AC und gegen Basaksehir FK den Einzug ins Sechzehntelfinale aus eigener Kraft perfekt machen. «Wir haben bis zum Schluss dran geglaubt», sagte Gladbachs Torwart Yann Sommer nach der Partie bei RTL und fügte mit Blick auf den Siegtor-Schützen an: «Es ist super wertvoll für uns, so jemanden zu haben.»


Thuram, Sohn des französischen 1998er-Weltmeister Lilian Thuram, brachte die 44.570 Zuschauer im Borussia-Park zum Jubeln (90+5.). Zuvor hatte Federico Fazio zunächst mit einem Eigentor (35.) die Führung für die Gastgeber erzielt, ehe dem Innenverteidiger in der 64. Minute der zwischenzeitliche Ausgleich für die seit neun Pflichtspielen unbesiegte Roma gelang.

VfL Wolfsburg - KAA Gent 1:3 (1:0)

Böse Überraschung statt erhoffter Vorentscheidung: Nach derben Niederlagen im DFB-Pokal und in der Bundesliga hat sich die Formkrise des VfL Wolfsburg auf der europäischen Bühne noch einmal verschärft. Nach einer über weite Strecken schwachen Leistung verloren die Niedersachsen in der Europa League gegen KAA Gent mit 1:3 (1:0) und verpassten vor 11.620 enttäuschten Zuschauern auf dem Weg in die Zwischenrunde die erhoffte Vorentscheidung.

Auch die recht frühe Führung durch einen Flachschuss des Brasilianers Joao Victor nach 20 Minuten brachte keine Ruhe in die Aktionen der Platzherren. Der nicht unverdiente Ausgleich für die Gäste gelang dem Ukrainer Roman Jaremtschuk mit einem sehenswerten Volleyschuss fünf Minuten nach Wiederbeginn, ehe Laurent Depoitre (65.) und Michael Ngadeu-Ngadjui (76.) den Endstand herstellten. Es war die erste Heimniederlage der "Wölfe" in dieser Spielzeit. Spielerische Klasse konnten die Norddeutschen in keiner Phase dieser enttäuschenden Begegnung nachweisen. Selbst nach der Führung wurden die Aktionen der Platzherren kaum zielstrebiger, und da auch die Flamen nicht mehr als biederen Sicherheitsfußball zu bieten hatten, war die Partie insbesondere in der ersten Halbzeit ein Langweiler. VfL-Trainer Oliver Glasner wirkte in der Coaching Zone aktiver als so mancher seiner Schützlinge auf dem Platz.

Standard Lüttich - Eintracht Frankfurt 2:1 (0:0)

Danny da Costa (l) und Nicolas Gavory im Zweikampf
Danny da Costa (l) und Nicolas Gavory
Quelle: dpa

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat in der Europa League die erste Chance zum vorzeitigen Einzug in die Zwischenrunde vergeben. Die Hessen verloren in der Gruppe F bei Standard Lüttich mit 1:2 (0:0) und müssen damit vor den beiden letzten Vorrundenspielen bei Spitzenreiter FC Arsenal und Schlusslicht Vitoria Guimaraes noch um den Sprung in die K.o.-Phase bangen.

Frankfurt, für das fünf Tage nach der 5:1-Gala in der Bundesliga gegen den deutschen Meister Bayern München der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch Filip Kostic (65.) zu wenig war, steht auf der Zielgeraden der Gruppenphase unter Druck. Für Lüttich traf Maxime Lestienne (90.+4) kurz vor Schluss zum Sieg. Die Mannschaft von Eintracht-Trainer Adi Hütter fiel mit sechs Zählern hinter Arsenal (zehn) und das nunmehr punktgleiche Standard-Team auf den dritten Rang zurück, weil Lüttich die bessere Tordifferenz hat. Theoretisch kann auch noch Guimaraes den Halbfinalisten der vergangenen Saison noch abfangen.

Manchester United, Sevilla, Glasgow, Espanyol Barcelona und Basel in K.o.-Runde

Manchester United, Rekordsieger FC Sevilla, Celtic Glasgow, FC Basel und Espanyol Barcelona haben in der Europa League vorzeitig ihr Ticket für die Zwischenrunde gelöst. Der englische Rekordmeister ManUnited setzte sich gegen Partizan Belgrad mit 3:0 (2:0) durch und kann in der Gruppe L aufgrund des gewonnenen direkten Duells mit den Serben nicht mehr von den ersten beiden Tabellenplätzen verdrängt werden. Für die Red Devils trafen der 18-jährige Mason Greenwood (22.), Anthony Martial (33.) und Marcus Rashford (49.). United liegt mit zehn Punkten und einer Tordifferenz von 5:0 an der Tabellenspitze. Der FC Sevilla qualifizierte sich mit einer weißen Weste für die Zwischenrunde der besten 32 Teams. Die Mannschaft des ehemaligen spanischen Nationaltrainers Julen Lopetegui feierte beim souveränen 5:2 (4:0) bei F91 Düdelingen aus Luxemburg im vierten Spiel der Gruppe A den vierten Sieg. Für die Andalusier trafen Munir El Haddadi (27., 33., 67.) per Dreierpack und Munas Dabbur (17., 36.).

Auch der schottische Meister FC Celtic darf dank eines Last-Minute-Tores von Olivier Ntcham (90.+5) beim 2:1 (1:1) bei Lazio Rom für die Zwischenrunde planen. Ciro Immobile (7.) hatte die Italiener in Führung gebracht, James Forrest (38.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich. Damit führt Celtic (10) die Gruppe E ungeschlagen an, CFR Cluj (9) reicht in den verbleibenden zwei Spielen ein Punkt, um vor den Römern (3) zu bleiben. Der FC Basel darf ebenfalls international überwintern. Der Vizemeister aus der Schweiz setzte sich gegen den FC Getafe mit 2:1 (1:1) durch und kann in der Gruppe C mit vier Punkten Vorsprung auf die Spanier und den russischen Vertreter FK Krasnodar aufgrund der direkten Duelle nicht mehr aus den Top zwei verdrängt werden. Espanyol Barcelona sicherte sich sein Ticket in der Gruppe H mit einem 6:0 (3:0) gegen Ludogorets Rasgrad. Die Bulgaren hatten nach 35 Minuten allerdings schon zweimal die Rote Karte gesehen.

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