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Monaco - Extremsport im Angesicht des Glamours

Formel 1: Großer Preis von Monaco

Glitzer, Glamour, Party - das sind die meistgebrauchten Schlagworte zum Monaco-GP in der Formel 1. Auch wenn diesmal durch den Tod von Niki Lauda ein Schatten auf dem Wochenende liegt.

Monaco-Grand-Prix 2018
Monaco-Grand-Prix 2018
Quelle: Imago / Jerry Andre Sutton Images

Das Highlight des Jahres: Der Grand Prix, der weltweit die meiste Aufmerksamkeit erzielt, Spielwiese der Champagner trinkenden Prominenz, die für die Flasche Edelbrause in den angesagten Nachtclubs schon mal ein paar Tausend Euro springen lässt. Aber vor allem immer noch die extremste Herausforderung für die Fahrer: Das Rennen, bei dem auch die Fans auf den Tribünen eindrucksvoll vorgeführt bekommen, wie extrem die heutige Formel 1 mit ihren Geschwindigkeiten wirklich noch ist. All das ist der  Grand Prix von Monaco -  im 90. Jahr seiner Geschichte seit der ersten Austragung 1929.

Schatten über der Party-Laune

In diesem Jahr liegt über der Party-Laune  noch der Schatten des Todes von Niki Lauda am Montag – zumindest für den inneren Kreis der Formel 1. Die Stimmung im Fahrerlager ist bedrückt bis wehmütig, ob bei Sebastian Vettel oder vor allem Toto Wolff, die beide sehr, sehr schöne Worte des Gedenkens fanden.

Und speziell bei den Älteren, die die Lauda-Karriere auch noch zu der aktiven Zeit des Österreichers begleitet hatten. In den 70ern und frühen 80ern, in jenen Zeiten, als die Formel 1 generell noch persönlicher und zugänglicher war. Was sich damals gerade auch in Monaco zeigte. "Wie Hubschrauber fliegen im Wohnzimmer", so beschrieb einst der dreimalige Weltmeister Nelson Piquet das ganz spezielle Monaco-Feeling.

Der Aufbau der Rennstrecke dauert alljährlich doppelt so lange wie der Abbau - jeweils sechs und drei Wochen. Die vielen tausend Einzelteile, Tribünen, Leitplanken, Zäune etcetera, sind Stück für Stück nummeriert in Lagerhäusern rund um Monaco untergebracht. Verbaut werden 33 Kilometer Leitplanken, 20.000 Quadratmeter Fangzäune, 1100 Tonnen Tribünen und 3600 Altreifen.

Extreme Herausforderung auf der Strecke

Im Laufe der 78 Rennrunden  auf der 3,337  Kilometer langen Strecke, der kürzesten im GP-Kalender, sind es 1482 Kurven, davon 624 nach links und 858 nach rechts, die bewältigt werden müssen. Das heißt auch 4290 Mal schalten auf der Fahrt mit fast 300 km/h Höchstgeschwindigkeit durch die Häuserschluchten.

Ayrton Senna beim Grand Prix von Monaco 1984
Ayrton Senna beim Grand Prix von Monaco 1984
Quelle: imago sportfotodienst

Heute natürlich mit der Wipp-Schaltung am Lenkrad, ohne kuppeln, zumindest physisch einfacher als früher, als das alles noch per wesentlich anstrengenderem Hand- und Fuß-Einsatz geleistet  werden musste. Damals, in den Zeiten von Niki Lauda (der hier 1975 und 1976 gewann), auch noch in den 80ern und ganz frühen 90ern, zu den Zeiten von Ayrton Senna, dem ewigen "König von Monaco".  Senna gewann hier sechs Mal, 1987, und dann ununterbrochen von 1989 bis 1993.

Die Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit der Fahrer sind freilich geblieben: "20 bis 30 Prozent höher als auf jeder anderen Strecke", schätzt etwa Nico Hülkenberg. Der kleinste Fehler führt normalerweise Feindberührung mit den Streckenbegrenzungen und dem Aus.

Der verschwundene Diamant

Oder auch noch zu weiteren Konsequenzen: Wie 2004, als der Österreicher Christian Klien seinen Jaguar gleich in der ersten Runde in der Loews-Kurve in die Leitplanken setzte. Auf der Nase von Kliens Wagen war ein angeblich echter Diamant drapiert, eine Aktion im Rahmen des Werbegetrommels für den Kino-Knaller "Ocean’s Twelve" mit George Clooney.

Der Stein, angeblich eine Viertelmillion Euro wert, war nach dem Crash verschwunden. Und der Automobilklub von Monaco verbat sich jegliche Andeutung einer Unterstellung, einer der Streckenposten habe für seine Frau ein hübsches Weihnachts-Geschenk gefunden.

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