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Spanien-Fluch hält an - ein "Signal" für den FCB

Carlo Ancelotti

Sport - Spanien-Fluch hält an - ein "Signal" für den FCB

Das wird eng mit dem Gruppensieg: Bayern München hat in der Champions League am zweiten Spieltag bei Atletico mit 0:1 verloren.

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"La bestia negra" - das ist lange her. Ohne Killerinstinkt müssen sich die Bayern wieder einmal in Spanien geschlagen geben. Die Pleite ist diesmal besser zu verkraften als jene des schmerzhaften Halbfinal-Triples unter Guardiola. Lehren und ein "Signal" sollen helfen.

Wirklich genießen konnte Carlo Ancelotti sein erstes Bayern-Bankett an der Seite von Ehefrau Mariann nicht. Nach der nächsten Spanien-Niederlage der Münchner musste sich der Bayern-Trainer aufbauende Worte von Karl-Heinz Rummenigge anhören. "Niederlagen sind manchmal gut, wenn man daraus lernt", sagte der Vorstandschef bei seiner nächtlichen Rede zum verlorenen ersten Härtetest unter dem neuen Trainer in der noch jungen Saison. "Es gab mal Zeiten, da sind wir etwas lieber nach Madrid gefahren, als das im Moment der Fall ist", gab denn auch Rummenigge zu.

Wieder keine Punkte aus Spanien

Das 0:1 bei Atlético Madrid bedeutete immerhin die vierte Auswärtsniederlage des deutschen Rekordmeisters - ehemals als "bestia negra" in Madrid gefürchtet - nacheinander bei einem Spitzenteam aus der Primera Division und den ersten Rückschlag in der noch kurzen Amtszeit Ancelottis.

"Verlieren ist immer traurig", räumte der Starcoach ein: "Aber wir sind am Anfang der Saison, wir können immer noch als Gruppenerster weiterkommen." Doch Abwehrspieler Mats Hummels mahnt: "Wir müssen alles gewinnen und zu Hause ein 2:0 holen. Wir müssen mit den beiden Spielen gegen Eindhoven aber erstmal einen der ersten beiden Plätze festmachen."

Wieder kein Tor in Spanien

Platz eins erhöht die Wahrscheinlichkeit, im Achtelfinale einem Topteam aus dem Weg zu gehen. Doch nach der Ära Guardiola hat Ancelotti noch viel zu tun. Wie beim Halbfinal-Aus gegen Altético vor fünf Monaten fehlte den Münchnern im Estadio Vicente Calderón wieder die Kaltschnäuzigkeit.

Zum vierten Mal in Serie glückte kein Tor in Spanien. Dazu leisteten sich die Münchener defensiv zu viele Schwächen, waren nach vorne nicht zielstrebig und präzise genug. "Atlético hat den Killerinstinkt. Diesen Killerinstinkt hatten wir leider nicht", formulierte es Manuel Neuer.

Die Bayern-Stars übten deutliche Selbstkritik. "Wie die Stürmer von Atlético gegen den Ball arbeiten, da müssen wir uns ein Beispiel dran nehmen", monierte Jérôme Boateng. Vielleicht sei das Spiel auch gut um zu sehen, "dass es noch ein anderes Tempo gibt. Dass es nicht von alleine geht."

Signalwirkung

Die Gastgeber offenbarten durch ihr schnelles Umschaltspiel eklatante Lücken in der Münchner Defensive: "Wir haben noch viel Verbesserungsbedarf, das haben wir die letzten Wochen aber auch schon immer wieder betont. Trotzdem sind wir auf einem guten Niveau, aber zum Glück noch mit Luft nach oben", beschrieb es Hummels.

"Natürlich ist das auch ein Signal, dass wir dran bleiben müssen und eventuell das eine oder andere noch verändern müssen", ergänzte Thomas Müller."

"Aber es macht keinen Sinn, ein Drama draus zu machen", betonte Rummenigge in seiner nächtlichen Ansprache und ergänzte: "Es ist nur wichtig, dass wir direkt am Samstag gegen den 1. FC Köln reagieren und die Tabellenführung in der Bundesliga verteidigen." Sonst geht's mit einem Kater aufs Oktoberfest.

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