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Novum bei BVB-Sieg in Leverkusen

Sport - Novum bei BVB-Sieg in Leverkusen

Nachdem Leverkusens Trainer Schmidt nach einem Platzverweis die Bank nicht räumen wollte, wurde das Spiel gegen den BVB unterbrochen. Holger Stanislawski und Anna Kraft diskutieren die Geschehnisse.

Beitragslänge:
9 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.02.2017, 16:20

In einer engen Partie im Kampf der Champions-League-Aspiranten setzte sich Borussia Dortmund am Sonntag mit 1:0 (0:0) bei Bayer Leverkusen durch. Dabei sorgte der Siegtreffer Aubameyangs in der 64.Minute für heftige Diskussionen auf dem Platz und letztlich für ein Novum in der Historie der Bundesliga.

Felix Zwayer unterbricht Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund
Felix Zwayer unterbricht die Partie Quelle: AP Photo/Martin Meissner

Denn Schiedsrichter Felix Zwayer unterbrach die Partie und verließ den Platz. Er reagierte damit auf die andauernden Proteste der Leverkusener gegen den Dortmunder Führungstreffer. Zwayer wollte Bayer-Trainer Roger Schmidt aus dem Innenraum verweisen, nachdem dieser die Torentscheidung moniert hatte. Kapitän Stefan Kießling überbrachte dem Trainer den Regeln entsprechend die Nachricht, die dieser aber offenbar ignorierte. Nach knapp zehn Minuten kehrten die Mannschaften auf den Platz zurück.  Das Spiel wurde in der 67. Minute beim Stand von 1:0 für Dortmund fortgesetzt - ohne Schmidt auf der Leverkusener Bank.

Bayer-Coach ignoriert Schiri-Anweisung

Schmidt hatte sich zum wiederholten Male mit dem Vierten Offiziellen Christoph Bornhorst angelegt, als es Zwayer zu viel wurde. Der 48-Jährige hatte sich zuvor wohl darüber aufgeregt, dass der Freistoß von Matthias Ginter, der zum Führungtreffer der Gäste führte, viel zu weit vor dem Ort des Geschehens ausgeführt wurde. Nach neun Minuten wurde die Partie fortgeführt, Schmidt verfolgte den Rest der Partie außerhalb seines eigentlichen Arbeitsplatzes.
Dortmund bleibt nach seinem Erfolg als einzige Mannschaft in der Bundesliga im Windschatten des souveränen Tabellenführers Bayern München, der nach wie vor acht Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten hat. Leverkusen, dass erstmals seit sechs Runden in der Liga wieder verlor, rutschte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation wieder auf Platz vier ab.

1. Halbzeit: Viel Vorsicht

30.210 Zuschauer in der ausverkauften BayArena, darunter Bundestrainer Joachim Löw, mussten bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte auf die erste Torchance warten. BVB-Torjäger Aubameyang verpasste kurz vor dem Pausenpfiff nach einem ordentlichen Konter der Gäste die Führung für seine Mannschaft.

Zuvor hatten sich beide Teams neutralisiert. Trotz ihrer Erfolge unter der Woche in der Europa League wirkten sowohl Leverkusen als auch der BVB gehemmt und scheuten vor allem im ersten Durchgang das Risiko. Bayer-Torjäger Javier "Chicharito" Hernandez und der ehemalige Dortmunder Kevin Kampl, die im Gegensatz zum 1:0 drei Tage zuvor bei Sporting Lissabon wieder mitwirken konnten, blieben weitestgehend blass und wirkungslos.

2. Halbzeit: BVB mit mehr Schwung

Die erste Chance im zweiten Abschnitt hatte aber Leverkusen. Nationalspieler Karim Bellarabi, der in Lissabon den Siegtreffer erzielt hatte, scheiterte aber in der 51. Minute an BVB-Schlussmann Roman Bürki. Anschließend nahm die Partie an Fahrt auf. Beide Teams erhöhten das Tempo und gingen auch in den Zweikämpfen energischer zur Sache, wodurch Zwayer ein ums andere Mal gefordert war.

Dortmund agierte mit Reus zwar schwungvoller, aber im Abschluss fehlte es zunächst an Präzision, ehe Aubameyang nach dem Freistoß von Ginter seinen 21. Saisontreffer erzielte. In einer hektischen Schlussphase brachte der BVB den Sieg über die Zeit.

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