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Der neue Neuer?

U21-Keeper Alexander Nübel im Blickpunkt

Die deutsche U21 startet am Montag (21 Uhr) gegen Dänemark in die EM in Italien und San Marino. Torwart Alexander Nübel steht besonders im Mittelpunkt.

Alexander Nübel beim Spiel der deutschen U21 in Italien.
Alexander Nübel beim Spiel der deutschen U21 in Italien im November 2018.
Quelle: dpa

In einer miserablen letzten Saison gab es beim Vorjahres-Vizemeister FC Schalke 04 nur einen echten Lichtblick: Alexander Nübel. Der 22-jährige Keeper löste zur Rückrunde den bisherigen Fanliebling Ralf Fährmann als Nummer eins im Tor der Königsblauen ab und erhielt für seine fast durchweg starken Leistungen von allen Seiten gute Kritiken. „Außer Nübel könnt Ihr alle gehen“, spotteten die Schalker Anhänger nach einer weiteren desaströsen Vorstellung der Truppe in der Rückrunde – damals ein 0:3 in Mainz.

Nur noch ein Jahr Vertrag auf Schalke

In der deutschen U-21-Auswahl war Nübel schon länger die Nummer eins, doch nach seinem Durchbruch in der Bundesliga ist er inzwischen auch eines der heißesten Spekulationsobjekte auf dem hiesigen Transfermarkt. Der Vertrag des gebürtigen Paderborners, der über den kleinen Amateurklub TSV Tudorf und den SC Paderborn 2015 nach Schalke kam, läuft bei den Königsblauen nur noch ein Jahr.

Während der neue S04-Sportvorstand Jochen Schneider schon vor Wochen äußerte, dass er Nübel gerne längerfristig an die Gelsenkirchener binden würde, scheint der selbst keine Eile mit einer Entscheidung zu haben. „Bis jetzt mache ich mir darüber keine Gedanken. Ich bin erst einmal hier bei der U21“, sagte der 1,93-Meter-Mann gegenüber dem Sender Sky und fügte hinzu: „Ich will das Turnier in Ruhe spielen und möchte am liebsten auch spielen. Da ist mein voller Fokus drauf.“

Der neue Neuer?

Dass über seine Zukunft – ob auf Schalke oder womöglich bei einer sportlich zurzeit besseren Adresse – diskutiert wird, kann er mit seiner zurückhaltenden Aussage kaum verhindern. Längst ist Nübel nämlich beim FC Bayern im Gespräch, ob er oder der abermalige Doublegewinner aus München es wollen oder nicht. Schließlich gilt gemeinhin Nübel als der neue Manuel Neuer. Der mehrfache Welttorhüter und Weltmeister von 2014 scheint jedenfalls eine Menge von seinem Nach-Nachfolger im Schalker Tor zu halten. Kein Wunder, schließlich verkörpert Nübel viele Eigenschaften, mit denen Neuer das Torwartspiel einst revolutioniert hat. „Ich habe ihn beobachtet, er hat seinen Job sehr gut gemacht“, sagte der 33-Jährige über den talentierten Berufskollegen.

Seinen eigenen Job als Nummer eins bei den Bayern – und natürlich auch im Kasten der deutschen Nationalmannschaft – will Neuer freilich weder an Nübel noch an etwa seinen starken Herausforderer Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona abgeben.

Neuer erinnert an 2009

Für Emporkömmling Nübel ist nun die U-21-EM die nächste große Chance, seine Klasse zu beweisen. Für den deutschen Unterbau hat Nübel bisher zwölf Partien absolviert. In Italien und San Marino sind Florian Müller (Mainz 05) und Markus Schubert (Dynamo Dresden) seine Konkurrenten, doch der Schalker gilt als klare Nummer eins. „Vor zehn Jahren war unser Turnier in Schweden, da sind wir Europameister geworden. Es ist wichtig, dass er jetzt ein guter Rückhalt für die U21 bei der EM ist“, meint Neuer und fügt an: „Wir haben das Sprungbrett U21 damals genutzt. Es war eine tolle Erfahrung für uns alle, 2010 waren dann viele Spieler bei der WM in Südafrika dabei.“

Spielt Nübel weiter so wie zuletzt, wird er seinen Weg machen. Wo, das ist die Frage – weiterhin als Stammkraft auf Schalke oder als Stammhalter von Weltmeister Neuer bei den Bayern.

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