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Moster: "Wollte niemanden rassistisch beleidigen"

Rad | Olympia - Tokio 2020

von Markus Harm

Patrick Moster hat beim olympischen Zeitfahren für einen verbalen Eklat gesorgt. Im ZDF-Interview entschuldigt sich der Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer für sein Verhalten. Einen Rückzug aus den olympischen Wettbewerben schloss er aus.

5 min
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24.07.2021
24.07.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.01.2022, in Deutschland

ZDF: Patrick Moster, von Ihnen war heute eine nicht tolerierbare Aussage zu hören, auf der größten Bühne des Sports. Was sagen Sie dazu?

Patrick Moster: Ich kann mich nur nochmal in aller Förmlichkeit für die getätigte Aussage entschuldigen. Es tut mir aufrichtig von Herzen leid. Ich hoffe, dass man das so akzeptieren kann und wie gesagt, das darf nicht passieren. Ich bin jemand, der für die Werte des Sportes steht, die ich auch aktiv lebe, sei es angefangen bei der Unterstützung im wettkampfnahen Betrieb bis hin in der Struktur, insbesondere der kleineren oder schwächeren Radsport-Nationen. Ich wollte niemanden rassistisch beleidigen oder gar diskreditieren.

ZDF: Aber wie kommen Sie dazu? Ist das ihr normaler Sprachgebrauch?

Moster: Wie gesagt, ich kann mich nur nochmal wiederholen, das darf nicht passieren. Das ist auch nicht mein normaler Sprachgebrauch. Ich war mitten im Wettkampfgeschehen direkt am Athleten und der Sport lebt von Emotionen, diese Emotion war Fehl am Platz hier.

Patrick Moster am 28-07.2021 in Tokio

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BDR-Sportdirektor Patrick Moster sorgt während des olympischen Zeitfahrens mit rassistischen Anfeuerungsrufen für Empörung. Im ZDF-Interview entschuldigt er sich.

Nachrichten

ZDF: Hat der DOSB-Präsident Alfons Hörman schon mit Ihnen geredet?

Moster: Jawohl, ich habe mit Herrn Hörman bereits mehrfach telefoniert.

ZDF: Wie geht es jetzt weiter für Sie? Werden Sie an den Bahnradwettbewerben teilnehmen?

Moster: Ich denke, dass ich an den Bahnradwettbewerben weiterhin teilnehmen werde, oder ich hoffe es zumindest. Denn ich denke, im Gesamtkonstrukt des Teams bin ich eine wichtige Stütze und gerade, was den Verband angeht und was die jetzt anstehenden Wettbewerbe angehen, brauchen wir jeden Mann, um die von uns geforderten Leistungen auch zeigen zu können.

ZDF: Alle Trainer und Betreuer in Tokio haben ein Exposé unterschrieben, ein Ehrencodex, darin heißt es: "Wir wirken jeglicher Art von Diskriminierung sowie antidemokratischem Gedankengut entgegegen" - sind das denn nur warme Worte?

Moster: Wie gesagt, ich kann es nur nochmal wiederholen, ich wollte niemanden diskreditieren, beleidigen. Ich bin jemand, der für die Werte des Sportes steht und ich unterstütze wirklich aktiv insbesondere die kleinen Nationen. Sei es denn beim Wassergeben oder wie gesagt Flughafentransfers, wir erlauben den Sportlern die Nutzung der Sportstätten. Es ist also in keinster Weise meine Absicht gewesen, hier gegen die von uns unterzeichnete Petition zu verstoßen.

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