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Deutsches Rodelteam rast zu Gold

Tobias Wendl,  Tobias Arlt, Natalie Geisenberger und Johannes Ludwig

Die deutschen Rennrodler haben in Pyeongchang ihre dritte Goldmedaille eingefahren. Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt gewannen den Teamwettbewerb vor Kanada und Österreich.

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15.02.2018
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Damit haben die Athleten des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) bei den Winterspielen 2018 in vier Rennen sechs Medaillen geholt. Geisenberger und Wendl/Arlt gewannen Gold, Dajana Eitberger Silber, Ludwig und die Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken Bronze.

"Viel mehr als erwartet"

Zwei Urschreie von Cheftrainer Norbert Loch hallten durch den Olympic Sliding Centre in Pyeongchang, als Wendl/Arlt ins Ziel gerauscht waren. "Es ist sensationell, was wir erreicht haben. Das ist viel mehr als wir erwartet haben", sagte Loch, der stolz mit den Fingern die Sechs anzeigte.

Überraschend kam der Sieg der Deutschen nicht. Die Teamstaffel gilt als ihre Domäne. Bei Weltmeisterschaften sind die Schützlinge von Cheftrainer Loch ungeschlagen. Alle acht Gesamtweltcupsiege gingen ebenfalls an die Deutschen. Vier von sechs Weltcuprennen gewannen Geisenberger und Co. in diesem Winter - ausgerechnet in Königssee wurde das Quartett disqualifiziert, weil Wendl/Arlt zu früh starteten. Beim Weltcupfinale in Sigulda gewannen ausnahmsweise die Russen.

Bei Sportlern beliebte Disziplin

Der in der Öffentlichkeit wenig angenommene Teamwettbewerb wird von den Sportlern geliebt. Sie haben im Zielauslauf eine Abschlagsschild mit hoch komplizierter Technik. Löst der Kontakt aus, was einen intensiven Schlag voraussetzt, geht am Start das Tor auf. Die Zeit läuft dabei weiter.

Geisenberger fuhr wie bei ihrem Sieg am Dienstag eine saubere Linie und schickte dann den Olympia-Dritten Johannes Ludwig, der im Vorjahr schon WM-Gold im Team holte, in die Bahn. Nur 24 Stunden nach dem Goldcoup im Doppelsitzer krönte das Bayern-Duo Wendl/Arlt die Gesamtvorstellung der Rodler. Am Ende hatten sie deutliche 0,355 Sekunden Vorsprung auf Kanada.

Rekord-Rodlerin

Dajana Eitberger (l) und Natalie Geisenberger feiern
Dajana Eitberger (l.) und Natalie Geisenberger feiern nach dem Einzel
Quelle: ZDF

Natalie Geisenberger ist nun die neue Nummer eins unter den erfolgreichsten Rodlern der Olympia-Geschichte. Die Miesbacherin schraubte ihre Bilanz mit den Siegen im Einzel und mit der deutschen Teamstaffel auf nunmehr vier Mal Gold und einmal Bronze. In Vancouver hatte sie Bronze im Einzel gewonnen, 2014 in Sotschi war ihr erstmals das Double geglückt.

Die 30 Jahre alte Geisenberger führt das Ranking nun vor den Doppelsitzern Wendl/Arlt an, die wie in Sotschi zwei Mal ganz oben auf dem Podest standen. Geisenberger und die "Doppler" verdrängten Georg Hackl von Platz eins. Der Berchtesgadener hatte von 1988 bis 2002 drei Mal Gold und zwei Mal Silber gewonnen. Allerdings gab es damals noch keine Teamstaffel.

Drei Mal Gold hat ansonsten nur noch Felix Loch auf dem Konto, der im Einzel von Pyeongchang nur Fünfter geworden war und damit in der Teamstaffel nicht zum Einsatz kam.

1000. Goldmedaille

Die deutschen Rodler haben mit dem Sieg des Teams in einem weiteren Punkt Geschichte geschrieben: Es ist die 1000. Goldmedaille, die seit 1924 bei Olympischen Winterspielen vergeben wurde.

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