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Belgier Lambrecht nach Sturz gestorben

Tragödie bei Polen-Rundfahrt

Die 76. Polen-Rundfahrt ist vom tragischen Tod des belgischen Rad-Profis Bjorg Lambrecht überschattet worden. Der 22-Jährige stürzte auf der dritten Etappe von Chorzów nach Zabrze und verstarb später im Krankenhaus.

Borg Lambrecht
Bjorg Lambrecht
Quelle: imago

Der Unfall war so schwer, dass Lambrecht reanimiert werden musste und mit einem Helikopter in eine Klinik geflogen wurde. Dort erlag er kurze Teit später seinen Verletzungen. Lambrecht galt als aufstrebendes Talent. Beim diesjährigen Tour-Härtetest Criterium du Dauphine in Frankreich hatte er die Wertung der besten Jungprofis gewonnen, bei der U23-WM im Vorjahr belegte er im Straßenrennen den zweiten Rang.

Bestürzung im Fahrerfeld

Die größtmögliche Tragödie für Bjorgs Familie, Freunde und Teamkollegen ist geschehen. Ruhe in Frieden, Bjorg.
Rennstall Lotto Soudal auf Twitter

"Die größtmögliche Tragödie für Bjorgs Familie, Freunde und Teamkollegen ist geschehen. Ruhe in Frieden, Bjorg", teilte der belgische Rennstall auf Twitter mit. Der deutsche Meister Pascal Ackermann, der nach einer Disqualifikation für den Niederländer Fabio Jakobsen den Tagessieg holte, sagte in einer Mitteilung seines Rennstalls Bora-hansgrohe: "Heute spielt das Ergebnis des Rennens keine Rolle. Ich war am Boden zerstört, als ich die tragischen Nachrichten gehört habe, und möchte der Familie und den Freunden von Bjorg Lambrecht und allen bei Lotto Soudal mein tief empfundenes Beileid aussprechen."

Auch weitere deutsche Radsportler äußerten sich bestürzt über Lambrechts Tod. "Es tut mir so leid. Mein Beileid an Bjorgs Familie, Freunde und Teamkollegen. Mir fehlen die Worte. Ruhe in Frieden", schrieb Sprinter Marcel Kittel auf Twitter. Der Rostocker Andre Greipel teilte mit: "Ich kann nicht glauben, wie tragisch unser Sport sein kann. Meine Gedanken sind bei Bjorgs Familie."

Zahlreiche Stürze auf regennassen Straßen

Ich kann nicht glauben, wie tragisch unser Sport sein kann.
Andre Greipel

Nach Angaben des polnischen Online-Portals Onet sei Lambrecht auf dem dritten Teilstück nach 30 km in eine Betonkonstruktion gefahren, nachdem es plötzlich angefangen hatte zu regnen. Infolge der Witterungsbedingungen war es zu mehreren Stürzen auf der Etappe gekommen. Nasse Straßen machten vor allem das Fahren in Kurven zu einer gefährlichen Angelegenheit.

Ackermanns zweiter Tagessieg bei der diesjährigen Rundfahrt wurde zur Randnotiz. Der 25-Jährige fuhr nach 157 km von Chorzow nach Zabrze im Massensprint zwar als Zweiter über die Ziellinie, bekam nach der Zurückstufung von Fabio Jakobsen aber den Etappensieg zugesprochen. Der Niederländer hatte sich im Zielsprint mit der linken Hand unerlaubt den Weg freigemacht. Die Siegerehrung wurde infolge des tragischen Unglücks abgesagt.

Quelle: dpa, SID

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