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Köln nach 0:1 in Belgrad draußen

Fußball - Europa League

Der 1. FC Köln ist in der Europa League ausgeschieden. In Spiel eins nach der Trennung von Trainer Peter Stöger unterlag das Bundesliga-Schlusslicht bei Roter Stern Belgrad mit 0:1 (0:1) und verpasste ebenso wie Hoffenheim und Hertha BSC die nächste Runde.

Interimscoach Stefan Ruthenbeck hatte die Kölner im Hexenkessel von Belgrad gar nicht schlecht eingestellt. Trotz einer couragierten Anfangsphase blieben die Gäste spielerisch aber erschreckend schwach. Nach der bislang desaströsen Saison in der Bundesliga ist auch die erste Europapokal-Spielzeit der Rheinländer seit 25 Jahren frühzeitig vorbei.

Nur 16 Spieler im Kader

Slavoljub Srnic (22.) erzielte im entscheidenden Spiel um Platz zwei den Treffer für die Serben, die sich in der Gruppe H mit Tabellenführer FC Arsenal aus London für die K.o.-Runde qualifizierten. Die Kölner können sich hingegen ganz auf den Überlebenskampf in der Bundesliga konzentrieren. Helfen soll dabei der am Tag zuvor verpflichtete neue Sport-Geschäftsführer Armin Veh. Der von der U19 vorübergehend auf den Chefposten bei den Profis aufgerückte Ruthenbeck hatte vor der Partie in Belgrad mit den gleichen Verletzungsproblemen zu kämpfen wie sein Vorgänger Stöger. Gerade einmal 16 Spieler statt der erlaubten 18 konnte er für das Gruppen-Finale in den Kader beordern, darunter etliche Amateur-Akteure.

Dennoch traten die in der Bundesliga mit nur drei Zählern abgeschlagenen Rheinländer in der hitzigen Atmosphäre vor 51.100 Zuschauern - darunter 4400 FC-Fans - zunächst mutig auf. Die Deckung stand sicher. Offensiv setzten sie Akzente und hatten schnell ihre Chancen. Zunächst kam Frederik Sörensen (12.) zum Kopfball, dann war der Schuss des freistehenden Serben Milos Jojic (13.) zu schwach. Die Belgrader waren indes effizient. Gleich mit der ersten  Möglichkeit kamen sie durch Srnic zur Führung. Die Gäste ließen sich aber nicht beirren und blieben überlegen. Doch zugleich wurde deutlich, wie spielerisch limitiert die Kölner derzeit sind.

Roter Stern am Ende kaum gefährdet


Immerhin hatte der quirlige Jojic (34.) noch vor der Pause die Chance auf den Ausgleich, traf aus rechter Position aber nur das Außennetz. In Hälfte zwei änderte sich nichts am Geschehen. Köln war bemüht, aber begrenzt in seinen Möglichkeiten. Belgrad, das in allen sechs Gruppenspielen gerade einmal zwei Gegentore kassiert hatte, ließ den Bundesligisten kommen und machte die Räume eng. Der Schlenzer von Yuya Osako (53.) war die einzige nennenswerte Szene der Kölner im Strafraum. Die Partie wurde danach immer schwächer. Roter Stern hatte kaum noch Mühe, den Sieg über die Zeit zu bringen.

"Wenn man so eine Saison hat wie wir, dann ist es schwer, noch ein Spiel zu drehen", sagte Kölns Torwart Timo Horn. "Spielerische Mittel fehlen uns derzeit. Es war zu wenig. Belgrad hat nicht viel gemacht, bis auf die eine Szene." Kapitän Matthias Lehmann stellte ernüchtert fest: "Uns hat die Überzeugung vor dem Tor gefehlt."

Hertha und Hoffenheim jeweils mit Remis

Schon vor dem letzten Gruppenspiel keine Chance mehr auf das Erreichen der nächsten Runde hatten Hertha BSC und 1899 Hoffenheim. Entsprechend schonten die Trainer Julian Nagelsmann und Pal Dardai zahlreiche Stammkräfte. Eine Berliner Nachwuchs-Mannschaft trennte sich von Östersunds FK 1:1 (0:0). Ebenfalls 1:1 (1:0) spielte Hoffenheim gegen Ludogorez Rasgrad.

Angesichts der ungewohnten Formationen waren beide Trainer mit dem Auftritt ihrer Teams zufrieden. "Wir haben als Mannschaft gut gespielt, hätten heute mehr verdient gehabt", sagte Dardai nach dem Spiel der Berliner. Ähnlich äußerte sich zuvor Nagelsmann: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Wir haben uns so reingeworfen, als würde es für uns auch noch um etwas gehen."

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