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Rudi Altig gestorben

Sport - Rudi Altig gestorben

Der frühere deutsche Straßenrad-Weltmeister Rudi Altig ist im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens gestorben. Altig war der erste große Nachkriegsheld im deutschen Sport.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 11.06.2017, 19:14

Radsport-Legende Rudi Altig ist tot. Der frühere deutsche Straßenrad-Weltmeister starb im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens. Altig, der auch der Tour de France seinen Stempel aufdrückte, war der erste deutsche Top-Star seines Sports.

Altig gewann 1966 auf dem Nürburgring als bislang letzter deutscher Radsportler den WM-Titel auf der Straße. Er gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Fahrern überhaupt. Allein 18 Etappensiege feierte er bei den drei großen Rundfahrten Tour de France (8), Giro d'Italia (4) und Vuelta (6).

18 Tage in Gelb

Bei der Frankreich-Rundfahrt trug er auch 18 Tage lang das Gelbe Trikot, was nach ihm nur noch Jan Ullrich gelang. Altig entwickelte sich zu einem erfolgreichen Fahrer für Eintages-Klassiker. So holte er unter anderem Siege bei der Flandern-Rundfahrt (1964) und Mailand-San Remo (1968).

1962 sicherte sich Altig als erster deutscher Profi das Grüne Trikot der Tour de France, außerdem triumphierte er im gleichen Jahr bei der Spanien-Rundfahrt. 1966 wurde Altig zu Deutschlands Sportler des Jahres gekürt und erhielt auch das Silberne Lorbeerblatt. 1997 bekam Altig sogar das Bundesverdienstkreuz.

"Sacre Rudi"

Neben seinen zahlreichen Erfolgen auf der Straße wurde Altig auch mehrfach Weltmeister in der Einerverfolgung auf der Bahn und fuhr bei insgesamt 23 Sechstagerennen Siege ein. Den Radsport bezeichnete er einmal als einen "roten Faden in meinem Leben. Den schneide ich, solange ich lebe, nicht durch."

Altigs Popularität war nicht nur in Deutschland groß. Noch weit nach seiner Karriere pflegte er Freundschaften zu anderen Radsport-Größen wie dem fünfmaligen Tour-Sieger Eddy Merckx. In Frankreich und bei der Tour war Altig immer ein gern gesehener Gast. "Sacre Rudi", den "verdammten Rudi", nannten ihn die Franzosen anerkennend für seine kämpferische Fahrweise.

Bundestrainer, Rennleiter und Experte

Nach Ende seiner Karriere arbeitete Altig lange als Bundestrainer der Amateure, später war er Rennleiter etwa bei Rund um den Henninger Turm in Frankfurt und TV-Experte bei verschiedenen Sendern. Altig hinterlässt seine Frau Monique aus zweiter Ehe und drei Kinder.

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