Sie sind hier:

So funktioniert der Tiebreak bei der Schach-WM

Das Duell zwischen Weltmeister Magnus Carlsen und Herausforderer Fabiano Caruana um den Schach-WM-Titel geht in den Tiebreak. Auch im zwölften Duell gab es ein Remis, somit steht es 6:6.

Wie läuft der Tiebreak der Schach-WM ab?

Schach

Gespielt werden zunächst vier Partien im sogenannten Schnellschach. Jeder Spieler erhält 25 Minuten Bedenkzeit sowie zusätzlich zehn Bonus-Sekunden nach jedem Zug. Ein Sieg gibt wie immer einen Punkt, bei einem Remis erhalten beide Spieler jeweils 0,5 Zähler. Das Eröffnungsrecht wechselt, wobei das Los bestimmt, welcher Spieler zunächst mit den weißen Steinen spielt.

Wer ist der bessere Schnellschach-Spieler?

Der amtierende Weltmeister im Schnellschach ist der Inder Viswathan Anand. Carlsen war 2016 Dritter der Schnellschach-WM, den Titel gewann er in den Jahren 2014 und 2015.

Ist diese Form der Entscheidung unumstritten?

Diese Form der Entscheidung ist nicht unumstritten. Der russische Ex-Weltmeister Anatoli Karpow kritisierte das Verfahren einst mit den Worten: "Das ist kein Schach mehr. So kann man den Meister in einem Hinterhof ermitteln, aber nicht den Weltmeister", kritisierte er das komplizierte Spielsystem.

"Bei einem WM-Match sollte es mindestens 16 Spiele mit normaler Bedenkzeit geben, um jeden Zufall bei der Ermittlung des Schachkönigs auszuschließen", so Karpow. Das System wird erst seit 2006 angewendet.

Was passiert, wenn es weiterhin Unentschieden steht?

Dann geht es mit einer Serie von Blitzschach-Partien weiter. Beide Spieler haben jeweils nur noch fünf Minuten Bedenkzeit. Gespielt werden je zwei Partien und maximal fünf solcher Doppelpacks.

Gibt es danach immer noch keine Entscheidung, dann ...?

Bei einem weiteren Gleichstand kommt es zu einer sogenannten "Armageddon"-Partie. Das Eröffnungsrecht wird erneut ausgelost, wobei der Spieler mit den weißen Figuren fünf, sein Gegner vier Minuten Bedenkzeit hat. Bei einem Remis ist der Spieler mit Schwarz Weltmeister.

Nachrichten | heute plus - Genies am Schachbrett

In London wird sich bis Ende November zeigen, wer der beste Schachspieler der Welt ist. In maximal zwölf Partien stellt sich Titelverteidiger Magnus Carlsen seinem Herausforderer Fabiano Caruana.

Videolänge:
2 min
Datum:

Mit Material von sid, dpa

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.