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Schalke auf dem Weg zum Spitzenteam

Fußball-Bundesliga | 14. Spieltag

Die einen haben gerade den FC Bayern unter Hansi Flick entzaubert und die anderen sind auf dem Weg zurück zu alter Stärke: Im Topspiel zwischen Leverkusen und Schalke geht es am Samstag (18.30 Uhr, ab 23 Uhr im aktuellen sportstudio) um die Frage, wer taugt mehr zum Spitzenteam.

Schalker Spieler jubeln nach dem Sieg gegen Union Berlin
Schalker Spieler jubeln nach dem Sieg gegen Union Berlin
Quelle: ap

Bayer, im Vorjahr Vierter und daher in der Champions League, galt schon vor der Saison mit seinem starken Kader wieder als ein Kandidat für die vordersten Plätze. Aber Schalke? Nach einer Horrorserie, in der erst der zum x-ten Mal reaktivierte Alt-Trainer Huub Stevens den stolzen Traditionsklub vor dem Abstieg retten musste, sind die Gelsenkirchener neben dem SC Freiburg die Überraschung schlechthin der bisherigen Spielzeit. Mit 25 Punkten aus den ersten 13 Partien, gleichbedeutend mit Platz drei in der aktuellen Tabelle und somit zwei Ränge sowie zwei Zähler vor dem Rivalen BVB, scheint die königsblaue Krise im Kohlenkeller verschwunden zu sein.

Völlige Wandlung

Doch was sind die Gründe dafür, dass es auf Schalke plötzlich wieder läuft, inzwischen mit sechs Spielen in Folge ohne Niederlage und bereits elf Punkten mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr? Natürlich muss da an erster Stelle der neue Coach David Wagner genannt werden. Nach einer überragenden Saison und einem katastrophalen Dreivierteljahr unter Domenico Tedesco mit schließlich Stevens als „Feuerwehrmann“, hat der US-Deutsche der personell wenig veränderten Truppe ein komplett neues Leben eingehaucht. Spieler wie Bastian Oczipka, die vorher Probleme hatten, einen Ball vernünftig zu stoppen, können plötzlich richtig kicken. Ein Ausnahmetalent wie Amine Harit, der sich selbst am meisten im Weg zu stehen schien, spielt auf einmal wie befreit auf – und wecken schon Begehrlichkeiten von ganz großen europäischen Klubs.

Das beste Beispiel für den Wandel unter Wagner aber ist Omar Mascarell. Der Spanier zählte noch bis vor einigen Monaten zu den nicht wenigen teuren Flops, die Schalkes Ex-Manager Christian Heidel angekreidet wurden. Nun ist der Ex-Frankfurter, im Sommer 2018 für zehn Millionen Euro Ablöse vom Main an die Emscher gewechselt, als „Sechser“ die Schaltzentrale schlechthin im Schalker Spiel. Suat Serdar, im selben Turnus von Mainz nach Gelsenkirchen gekommen und mit 10,5 Millionen Euro „Wechselgeld“ noch etwas teurer als Mascarell, ist inzwischen deutscher Nationalspieler und hinter dem genialen Freigeist Harit (sechs Tore, vier Assists) mit fünf Treffern aktuell der beste Schalker Torschütze.

Endlich eine funktionierende Einheit

Ich habe zu Saisonbeginn gesagt, dass wir es in dieser Spielzeit nach Europa schaffen können. Und dabei bleibe ich auch.
Weston McKennie

Schön zu sehen aus Sicht der Fans: Die Mannschaft spielt nicht nur einen endlich wieder ansehnlichen Fußball, sondern funktioniert auch als stabile Einheit. Den Ausfall der etatmäßigen Innenverteidigung um "Funkturm" Salif Sané und "Le Chef" Benjamin Stambouli kompensierten Ozan Kabak und der nach einer Verletzung wieder genesene Matija Nastasic wie selbstverständlich. Wussten außerdem die verzweifelten Anhänger in der letzten Saison, dass ein Rückstand oder zumindest ein blöder Gegentreffer zum Ausgleich meist schon gleichbedeutend mit einer Niederlage waren, fighten die Schalker nun bis zur letzten Sekunde: So führte Harit die Truppe im Heimspiel gegen Mainz (2:1) noch zum Last-Minute-Dreier und so gelang auch in Augsburg trotz zweimaliger Führung des Gegners ein wichtiger Dreier (3:2).

"Die Tabelle fühlt sich gut an", gibt der vielseitige US-Nationalkicker Weston McKennie zu. "Wir wollen oben bleiben. Ich habe zu Saisonbeginn gesagt, dass wir es in dieser Spielzeit nach Europa schaffen können. Und dabei bleibe ich auch."

Die ersten träumen schon wieder

Nicht auszudenken, was in der Arena los wäre, wenn Schalke nicht ein paar Pünktchen fahrlässig liegengelassen hätte: im hoch überlegen geführten Derby gegen Dortmund (0:0), beim 0:2 in Hoffenheim nach grandioser erster Halbzeit, beim 1:1 kurz vor dem Abpfiff gegen Köln und beim 3:3 trotz dreimaliger Führung gegen Düsseldorf.

Dann wäre Schalke mal wieder Spitze – und die Fans würden von der ersten Deutschen Meisterschaft seit 1958 träumen. Aber dafür ist es wohl wirklich noch zu früh.

Der Spieltag im Liveticker

So, 03.01.2021
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RB Leipzig
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1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA22005:146
2Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE21104:224
2RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL21104:224
4Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC21102:114
5FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC BayernFCB11008:083
6VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB21016:423
7Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC21015:413
81899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG11003:213
8Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB21013:213
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF11003:213
11Werder BremenWerder BremenWerderSVW21014:5-13
12Bayer 04 LeverkusenBayer 04 LeverkusenLeverkusenB0420201:102
13VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB10100:001
141. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU20112:4-21
15Borussia MönchengladbachBorussia MönchengladbachM'gladbachBMG20111:4-31
161. FC Köln1. FC KölnKölnKOE20022:4-20
171. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0520022:7-50
18FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0420021:11-100
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