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Bastian Schweinsteiger hört auf

Langjähriger Bayern-Profi will dem Fußball "treu bleiben"

Bastian Schweinsteiger hat seine aktive Laufbahn beendet. Das teilte der 35-Jährige am Dienstag per Twitternachricht mit. Sein letztes Spiel bestritt der langjährige Profi des FC Bayern am Sonntag für den US-Klub Chicago Fire.

Sebastian Schweinsteiger
Karriereende: Bastian Schweinsteiger
Quelle: dpa

"Mein Abschied als aktiver Spieler stimmt mich ein bisschen wehmütig, aber ich freue mich auch auf die spannenden Aufgaben, die mich bald erwarten. Dem Fußball werde ich treu bleiben", schrieb Schweinsteiger. 2017 war Schweinsteiger in die MLS gewechselt, um seine Laufbahn allmählich ausklingen zu lassen.

"Ich danke euch und meinen Mannschaften FC Bayern, Manchester United, Chicago Fire und der deutschen Nationalmannschaft - ihr habt mir diese für mich so unglaubliche Zeit ermöglicht", schrieb er. "Und natürlich danke ich meiner Frau Ana Ivanovic und meiner Familie für ihre Unterstützung."

Erfolge auf allen Ebenen

Bastian Schweinsteiger
Unvergessen: Bastian Schweinsteiger im WM-Finale 2014
Quelle: Paulo Whitaker / reuters

Mit den Bayern gewann der Mittelfeldspieler acht deutsche Meisterschaften und sieben Mal den DFB-Pokal. 2013 holte er unter Trainer Jupp Heynckes mit den Münchnern das Triple, ein Jahr später triumphierte er mit der Nationalmannschaft im WM-Finale von Rio. In 121 Länderspielen erzielte Schweinsteiger 24 Tore, nach der WM 2014 war er bis zu seinem Abschied vom DFB-Trikot nach der EM 2016 Kapitän der Nationalmannschaft.

Der Mittelfeldspieler ist nach Lahm, Per Mertesacker, Miroslav Klose und Roman Weidenfeller der fünfte 2014er-Weltmeister, der seine Fußball-Schuhe an den Nagel hängt.

Keine Argumente für ein Weitermachen

Die sportlichen Argumente, noch eine weitere Spielzeit bei Chicago Fire zu spielen, hielten sich in Grenzen. Das Team aus Illinois verpasste vorzeitig die Teilnahme an den Playoffs.

Der abschließende 5:2-Sieg am Sonntag bei Orlando City war sportlich bedeutungslos. Wie schon während seiner Jahre in München galt Schweinsteiger in Chicago als Publikumsliebling.

Mit seiner Ehefrau, der früheren Tennisspielerin Ana Ivanovic, und seinen inzwischen zwei Kindern scheint sich der einstige Bayern-Profi, dessen Karriere im Verlauf der Heim-WM 2006 enorm Fahrt aufgenommen hatte, in der "Windy City" sehr wohl zu fühlen. Anfang Oktober postete Schweinsteiger ein Bild mit Sonnenbrille vor der Chicagoer Skyline. "Was ein großartiger erster Morgen im Oktober", schrieb er dazu.

Löw: Tür beim DFB offen

Die Tür beim DFB steht derweil für Schweinsteiger offen. "Für ihn haben wir immer einen Platz", hatte Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund gesagt. "Ich weiß nicht, was er für Pläne hat. Bei uns ist jeder Spieler, der mal in der Nationalmannschaft gespielt hat und das Ziel hat, Trainer zu sein, zum Reinschnuppern immer willkommen - ob bei einem Lehrgang oder auf einer Trainerstelle im U-Bereich", ergänzte Löw.

Löw bezeichnete den ehemaligen Münchner als "einen der größten Spieler, die Deutschland hatte". Jeder habe noch das Bild des WM-Finals 2014 im Kopf, als Schweinsteiger blutüberströmt immer wieder aufgestanden sei: "Er hat gekämpft bis zum Umfallen. In jeder Aktion spürte man seinen Siegeswillen."

Laut Löw sei Schweinsteiger immer ein Sympathieträger gewesen, der in seiner DFB-Zeit bis September 2016 "immer offen, immer ehrlich und immer empathisch gegenüber den Fans" gewesen sei. Der Bundestrainer lobte den Ex-Nationalspieler in höchsten Tönen. "Wenn er aufhört, wird eine Persönlichkeit gehen, die der deutsche Fußball nicht oft erlebt hat", sagte Löw vor der offiziellen Bekanntgabe des Karriereendes.

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