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Silber für Koch - erste Medaille für DSV

Sport - Silber für Koch - erste Medaille für DSV

Marco Koch ist bei der Schwimm-EM über 200m Brust zu Silber geschwommen. Der 26-Jährige sowie seine Trainer analysieren das Rennen. Koch blickt nun voraus, denn das große Ziel ist Olympia-Gold.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.05.2017, 20:02

Marco Koch hat bei der Schwimm-EM in London die erfolgreiche Titelverteidigung über 200 Meter Brust hauchdünn verpasst. Der 26-Jährige aus Darmstadt schaffte es hinter dem Briten Ross Murdoch in 2:08,40 Minuten auf Platz zwei.

"Heute war einfach nicht mehr drin", sagte Koch. "Die Zeit ist trotzdem gut, ist weltklasse. Und lieber hier nicht ganz fit als in Rio." Anders als bei der Heim-EM 2014 in Berlin lag er diesmal knapp hinter Murdoch, der im spannenden Finish sieben Hundertstelsekunden schneller war. Rang drei ging an den Italiener Luca Pizzini. Koch verpasste das Kunststück, als erster Deutscher seit Eric Rademacher 1927 eine erfolgreiche EM-Titelverteidigung über eine olympische Brustschwimm-Distanz zu feiern. Mark Warnecke siegte zwar 1999 und 2000 bei einer EM, allerdings sind die 50 Meter nicht olympisch.

Erkältet und müde

Diese EM hatte Koch von vornherein als "weiteren Testwettkampf" deklariert. Nachdem die Schulter bei den deutschen Meisterschaften vor anderthalb Wochen geschmerzt hatte, hatte er einige Tage pausiert. Nach dem Vorlauf am Mittwoch hatte sich der Student nach nur wenig Schlaf "verschleimt" gefühlt. Sein Halbfinal-Rennen, in dem er Murdoch knapp unterlag.

Im Finale kämpfte er sich nach langsamen Start Bahn für Bahn nach vorn, beim Anschlag fehlte eine Winzigkeit. "Vorne nicht so schön, hinten ganz schön stark", analysierte er noch außer Atem. An seine Weltjahresbestzeit von 2:07,69 Minuten, die Koch bereits im Januar in Luxemburg aufgstellt hatte, kam keiner heran. Das Londoner Aquatics Centre hatte Koch bis dahin nicht in bester Erinnerung: 2012 verlor er bei den Olympischen Spielen seine bis dahin gute Form und scheiterte im Halbfinale.

Chance für den Nachwuchs

Es war die erste Medaille dieser EM für die DSV-Schwimmer. Außer Koch und der WM-Vierten Franziska Hentke geht das deutsche Team größtenteils mit Nachwuchsschwimmern an den Start. Hentke bestreitet am Samstag ihren Vorlauf über 200 Meter Schmetterling. Andere Olympia-Hoffnungen um Freistil-Weltrekordler Paul Biedermann bereiten sich derzeit daheim und in Trainingslagern auf die Spiele im August vor.

Ungarns Dauerschwimmerin Katinka Hosszu sicherte sich über 200 Meter Lagen in 2:07,30 Minuten ihren dritten EM-Titel von London und ihre 56. internationale Medaille. Die 800 Meter Freistil der Frauen gewann Hosszus Teamkollegin Boglarka Kapas in 8:21,40.


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