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Koch schwimmt "ein bisschen träge" ins Finale

Sport - Koch schwimmt "ein bisschen träge" ins Finale

Die beiden Halbfinals über 200m Brust bei der Schwimm-EM in London mit Max Pilger und Titelverteidiger Marco Koch in voller Länge. Reporter Thomas Wark, Experte Christian Keller.

Beitragslänge:
11 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.05.2017, 08:00

Marco Koch ist bei der EM in London als Zweitschnellster in den Endlauf über 200 m Brust geschwommen. Der Titelverteidiger musste sich im Halbfinale nur dem Briten Ross Murdoch um eine Zehntelsekunde geschlagen geben.

Die Schwimm-EM begann für Weltmeister Marco Koch mit Hindernissen. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf und verschleimten Atemwegen stand der Titelverteidiger vor seinem Halbfinale über 200 Meter Brust im Stau. Etwas träge, sprich zu langsam, sei er geschwommen, kommentierte Koch seinen zweiten Platz im Halbfinale. "Es ging noch nicht so gut", sagte der Titelverteidiger mit Blick auf das Finale am Donnerstag.

Zweikampf mit Murdoch

Dort wird Kochs ärgster Konkurrent wohl erneut der Brite Ross Murdoch sein. Der EM-Zweite von Berlin 2014 lag in 2:09,72 Minuten eine Zehntelsekunde vor Koch, der die größte deutsche Medaillenhoffnung im Aquatics Centre ist. Der 26-Jährige sieht diese EM aber nur als weiteren Vorbereitungswettkampf auf Olympia in Rio im August. Der lädierten Schulter hatte Koch vier Tage Pause gegönnt.

"Wir haben ihn noch etwas mehr gehegt und gepflegt als sonst", sagte Kochs Heimtrainer Alexander Kreisel. Nach der Pause müsste Koch zumindest so schnell schwimmen wie bei den deutschen Meisterschafen, glaubt Kreisel. In 2:07,88 Minuten war sein Schüler vor anderthalb Wochen nah an die eigene Weltjahresbestzeit heran geschwommen.

An Biedermann kommt keiner heran

An die Zeit von Weltrekordler Paul Biedermann von den deutschen Meisterschaften kam über 200 Meter Freistil bei der EM keiner heran. Sieger Sebastiaan Verschuren (Niederlande) lag zwar in 1:46,02 Minuten vor Titelverteidiger Velimir Stjepjanovic (Serbien) und Weltmeister James Guy (Großbritannien). Verschuren war aber langsamer als Biedermann, der sich voll auf seine dritten Spiele konzentriert.

Für den ersten Europarekord dieser EM sorgte Weltmeister Gregorio Paltrinieri aus Italien. Über 1500 Meter Freistil schlug der 21-Jährige nach 14:34,04 Minuten an. Paltrinieri blieb 5,63 Sekunden unter seiner Bestmarke der WM 2015 von Kasan. "Die Zeit ist unglaublich. Ich bin überrascht, dass ich so schnell sein konnte, obwohl ich hartes Training hinter mir habe", sagte Paltrinieri. Den Weltrekord des Chinesen Sun Yang verfehlte er nur um drei Sekunden. Olympiasiegerin Ruta Meilutyte (Litauen) gewann die 100 Meter Brust in 1:06,17 Minuten.

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