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UEFA-Boss Platini bleibt gesperrt

Sport - UEFA-Boss Platini bleibt gesperrt

UEFA-Boss Michel Platini bleibt weiter gesperrt. "Das ist das Aus für Platini und auch Blatter", glaubt ZDF-Reporter Markus Harm.

Beitragslänge:
1 min
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Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.12.2016, 19:51

UEFA-Chef Michel Platini bleibt gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS lehnte den Einspruch des Franzosen gegen seine 90-tägige Suspendierung im Zuge des Korruptionsskandals beim Weltverband FIFA ab. Die provisorische Sperre darf allerdings nicht über die 90 Tage hinaus verlängert werden, entschied der CAS.

Damit fällt das Comeback von Platini bei der Auslosung der EM-Gruppen in Paris flach. Die Sperre führe "zu diesem Zeitpunkt nicht zu irreparablem Schaden für Michel Platini", hieß es in der Urteilsbegründung der drei CAS-Richter, zu denen auch der deutsche Professor Ulrich Haas gehörte.

Anhörung am 18. Dezember

In der Sache selbst urteilten die Juristen gar nicht. Ob Platini durch die Annahme der umstrittenen Zwei-Millionen-Franken-Zahlung von FIFA-Chef Joseph Blatter im Jahr 2011 gegen die Ethikregeln des Fußball-Weltverbandes verstoßen oder sich gar der Korruption schuldig gemacht hat, war für den CAS nicht die Fragestellung. Dies wird die rechtssprechende Kammer der FIFA-Ethikkommission um ihren deutschen Chef Hans-Joachim Eckert entscheiden - vermutlich am 21. Dezember.

Zuvor steht für Platini am 18. Dezember noch eine Anhörung vor dem Gremium an. Einen Tag vorher wird der ebenfalls suspendierte Blatter vor den Ethikhütern aussagen müssen. Der Schweizer hatte im Gegensatz zu Platini auf einen Einspruch gegen die provisorische Sperre beim CAS verzichtet und ist somit ebenso unverändert suspendiert. Von der UEFA hieß es lediglich, man nehme die Entscheidung zur Kenntnis. Die FIFA teilte mit, man stelle mit der Entscheidung fest, "dass das CAS das Verfahren der unabhängigen Ethikkommission anerkannt hat".

Unerheblicher Teilerfolg

Einen letztlich unerheblichen Teilerfolg erzielte Platini. Den FIFA-Ethikhütern wurde untersagt, die bis zum 5. Januar laufende Sperre gegen Platini zu verlängern, da dann ein Schaden für den 60-Jährigen eintrete. Er könnte wegen Fristversäumnis nicht wie erhofft zur FIFA-Präsidentschaftswahl am 26. Februar zugelassen werden. Dies ist aber ohnehin hinfällig, da zuvor das endgültige Urteil ansteht. Wird Platini dann gesperrt, ist der nächste Gang des einstigen Weltklasse-Fußballers vor den CAS garantiert.

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