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Luitz und Neureuther verpassen Podest

Sport - Luitz und Neureuther verpassen Podest

Im Weltcup-Riesenslalom in Hinterstoder hat sich der Franzose Alexis Pinturault vor Marcel Hirscher (AUT) den Sieg gesichert. Die DSV-Läufer Stefan Luitz und Felix Neureuther fuhren auf Rang 5 und 6.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.02.2017, 20:30

Die deutschen Ski-Rennläufer sind beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Hinterstoder knapp am Podest vorbeigefahren. Stefan Luitz wurde Fünfter, Felix Neureuther Sechster. Die deutschen Kombinierer sind beim Teamsprint in Val di Fiemme/Italien Zweite geworden. Tina Hermann hat den Gesamt-Weltcup der Skeletonis gewonnen.

Das Rennen gewann Alexis Pinturault (Frabkreich) vor Marcel Hirscher (Österreich/+0,79 Sekunden) und seinem Landsmann Thomas Fanara (+0,92).

"Lieber Risiko als bremsen"

Bei eisigen Bedingungen hatte Luitz als Zweiter nach dem ersten Durchgang die besten Chancen auf eine Podestplatz, fiel im Finish aber zurück. "Ich wollte voll riskieren, aber die paar Fehler waren zu viel. Aber lieber so, als es runterzubremsen", sagte der Allgäuer im ZDF.

Neureuther zeigte sich zufrieden, vor allem im Hinblick auf den bis dato letzten Riesentorlauf in Japan, den er abgeschlagen auf Platz 15 beendet hatte. "Ich habe probiert zu attackieren, aber das ist leichter gesagt als getan." Der "letzte Punch" habe gefehlt, sagte der deutsche Weltcup-Rekordsieger und verwies dabei unter anderem auf die wesentlich aggressiveren Pinturault und Marcel Hirscher.

Staubitzer überrascht

Für die größte Überraschung aus deutscher Sicht sorgte Staubitzer. Dem 25-Jährigen gelang mit Platz elf das beste Ergebnis seiner Weltcup-Karriere. "Ich habe einfach versucht, so Ski zu fahren wie im Training. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen", sagte er.

Ganz anders war die Gemütslage bei Fritz Dopfer. Zum fünften Mal verpasste er im sechsten Riesentorlauf der Saison die Top Ten deutlich. Als Achter des ersten Laufs wurde er noch auf den 19. Platz durchgereicht.

Starker zweiter Platz

Die Nordischen Kombinierer sind auch ohne ihre geschonten Topstars um Olympiasieger Eric Frenzel aufs Podest gestürmt. Team-Weltmeister Tino Edelmann und Tobias Haug mussten sich in Val die Fiemme trotz eines Stockbruchs in der Schlussphase nur den norwegischen Topstars Magnus Krog und Jörgen Graabak geschlagen geben.

Edelmann, der mit einer fulminanten letzten Runde von Rang fünf nach vorne stürmte, lag im Ziel 6,7 Sekunden zurück. Dritter wurden die Franzosen Maxime Laheurte und Francois Braud (+7,1 Sekunden).

Die zweite deutsche Duo mit Björn Kircheisen und Tobias Simon musste sich nach einem frühen Sturz Simons mit Platz neun (+2:15,3 Minuten) begnügen.

Einzel am Samstag

Bundestrainer Hermann Weinbuch hatte seinen Top-Athleten beim Auftakt der dreitägigen Weltcup-Station im Fleimstal eine Ruhepause gegönnt. Frenzel, der in Norditalien seinen vierten Weltcup-Gesamtsieg perfekt machen kann, Weltmeister Johannes Rydzek, der dreimalige Saisonsieger Fabian Rießle und die deutsche Nummer vier Manuel Faißt greifen aber in den beiden Einzel-Wettkämpfen am Samstag und Sonntag (jeweils 10 und 15 Uhr/ZDF) wieder ins Geschehen ein.

Hermann gewinnt Saisonfinale

Tina Hermann hat ihre beeindruckende Saison mit dem Sieg im Skeleton-Gesamtweltcup abgeschlossen. Eine Woche nach ihrem WM-Triumph in Igls/Österreich gewann die 23-Jährige das Saisonfinale auf ihrer Hausbahn am Königssee und sicherte sich damit erstmals die Kristallkugel. Bei den acht Weltcups dieses Winters stand Hermann fünf Mal ganz oben auf dem Podest.

Tina Hermann
Tina Hermann Quelle: dpa/epa/Jan Hetfleisch

Jacqueline Lölling, die bei den Weltmeisterschaften als Neunte noch enttäuscht hatte, sicherte als Zweite auch Gesamtrang zwei. Dritte wurde Marina Gilardoni (Schweiz). Sophia Griebel (Suhl) verpasste auch im letzten Rennen des Winters ihre ersten Weltcup-Podestplatz und wurde Fünfte.

Hermann und Lölling gestalten damit weiter den erfolgreichen Umbruch der deutschen Skeleton-Ateilung. Hermanns Goldmedaille in Igls am vergangenen Wochenende war der erste WM-Sieg der deutschen Skeletonis seit 2011, als Marion Thees Weltmeisterin wurde. Thees hatte 2013 auch als zuvor letzte Deutsche den Gesamtweltcup geholt.


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