Sie sind hier:

DSV-Adler Zweite in Klingenthal - Kombinierer überragend

Die deutsche Mannschaft um Richard Freitag, Markus Eisenbichler, Andreas Wellinger und Severin Freund (v.l.n.r.) beim Teamspringen in Klingenthal.

Sport - DSV-Adler Zweite in Klingenthal - Kombinierer überragend

Die deutschen Skispringer haben sich beim Team-Weltcup in Klingenthal den zweiten Platz gesichert. Die Siegesserie der deutschen Kombinierer ging derweil auch im vierten Rennen weiter. Arnd Peiffer bescherte den Biathleten den ersten Podiumsplatz.

Datum:

"Der Wettkampf hatte ein unglaublich hohes Niveau. Wir sind fast mitgekommen, aber nicht ganz", sagte Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster nach dem Wettkampf in Klingenthal. Vor dem letzten Durchgang lagen Weltcup-Spitzenreiter Freund, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler noch auf Rang drei, ehe Freund einen Patzer des Österreichers Manuel Fettner nutzte. Dem ewigen Rivalen der deutschen Weitenjäger blieb nur der dritte Rang.

Bei den siegreichen Polen setzte der langjährige Schuster-Assistent Stefan Horngacher ein erstes Ausrufezeichen. Der Österreicher hatte den Deutschen Skiverband nach der vergangenen Saison verlassen, um Polen nach einem schwachen Jahr zu alter Stärke zu führen. "Wir haben nicht erwartet, dass wir hier um den Sieg mitspringen. Eigentlich war das Podest das Ziel", sagte Horngacher. Der überragende Kamil Stoch, Maciej Kot, Piotr Zyla und Dawid Kubacki führten ab der zweiten von acht Gruppen souverän und gewannen verdient.

Kombinierer eine Klasse für sich

Die Kombinierer zogen in LIllehammer derweil eine Art internationale Deutsche Meisterschaft durch. Eric Frenzel setzte sich vor Johannes Rydzek durch, der die ersten beiden Saisonrennen in Kuusamo gewonnen hatte. Fabian Rießle auf Platz drei und insgesamt sechs Athleten unter den Top 10 machten das Traumergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) perfekt.

"Das ist super, einfach hervorragend, so etwas lag in der Luft", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch nach der Demonstration seiner Athleten in der ARD: "Heute waren alle vorne dabei, ob jung oder alt." Frenzel, der als Vierter mit 24 Sekunden Rückstand auf Sprungsieger Rydzek in die Loipe gegangen war, meinte: "Ich war selber überrascht, dass ich den Ritschi noch gepackt habe. Ich habe alles mobilisiert und freue mich sehr über das Teamergebnis."

Peiffer schießt fehlerfrei

Biathlet Arnd Peiffer hatte in Östersund gegen den übermächtigen Martin Fourcade zwar keine Chance. Dank eines fehlerfreien Schießens und einer guten Laufzeit sicherte sich der 29-Jährige aber Rang drei. "Ich bin sehr zufrieden und besonders glücklich über mein fehlerfreies Schießen", sagte der frühere Sprint-Weltmeister, der im Vorjahr Zweiter geworden war. Für einen Angriff auf die Spitze reichte es aber nicht, da der fünfmalige Weltcupgesamtsieger Martin Fourcade schon zu Saisonbeginn in einer eigenen Liga fährt. "Er ist schon wieder in einer überragenden Verfassung und nur schwer zu schlagen", sagte Peiffer. Bei seinem zweiten Sieg nach dem Einzel hatte Fourcade 41,5 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten Fredrik Lindström aus Schweden und 43,6 Sekunden auf Peiffer.

Bei den Frauen verpasste Laura Dahlmeier durch einen Fehler beim letzten Schuss den Podestplatz knapp. Die Verfolgungs-Weltmeisterin kassierte eine Strafrunde und wurde über die 7,5 Kilometer Vierte. Den Sieg holte sich die fehlerfrei gebliebene mehrmalige Weltmeisterin Marie Dorin-Habert in 19,14,1 Minuten vor der Finnin Kaisa Mäkärainen und der Tschechin Gabriela Koukalova. Sechste wurde die als einzige deutsche Skijägerin fehlerfrei gebliebene Vanessa Hinz.

Norweger dominieren Speed-Disziplinen

Doppelsieger Kjetil Jansrud und der erstaunliche Rückkehrer Aksel Lund Svindal dominierten unterdessen die norwegische Vormachtstellung in den alpinen Speed-Wettbewerben eindruckvoll. In Val d'Isère war Jansrud in der Abfahrt ebenso wenig zu schlagen wie im Super-G tags zuvor. Svindal raste 24 Stunden nach dem zweiten Platz als Dritter wieder auf das Podium und verblüffte zehn Monate nach seinem Rennsturz samt Totalschaden im Knie erneut. "Ich hatte lange nicht daran gedacht, hier überhaupt fahren zu können", sagte Svindal. "Es ist schon cool, dann vorne dabei zu sein."

Die deutschen Fahrer hatten mit den Spitzenplätzen nichts zu tun: Von den fünf Startern schaffte es nur Josef Ferstl als 19. in die Punkte (+1,78 Sekunden). Andreas Sander - am Freitag Neunter - landete als eigentlich aussichtsreichster DSV-Sportler auf dem schwachen Platz 31 (+2,54). Auch Thomas Dreßen (38./+2,84), Tobias Stechert bei seinem Weltcup-Comeback nach 22 Monaten Verletzungspause (44./+3,75) und Klaus Brandner (49./+4,41) verpassten ein Top-30-Ergebnis.

Fessel diesmal Elfte

Skilangläuferin Nicole Fessel verpasste in Lillehammer ihre zweite Top-Ten-Platzierung der noch jungen Saison knapp. Sechs Tage nach ihrem fünften Rang in Kuusamo musste sich die Staffel-Olympiadritte aus Oberstdorf über 5 km im freien Stil beim Sieg der Amerikanerin Jessica Diggins mit Platz elf begnügen. Im 10-km-Rennen im freien Stil der Männer siegte der Schwede Calle Halfvarsson und verteidigte damit die Führung im Gesamtweltcup erfolgreich. Als bester Deutscher kam Thomas Bing nicht über Platz 31 hinaus.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.