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Lewandowski führt Bayern zum Dreier

Sport - Lewandowski führt Bayern zum Dreier

Eintracht-Trainer Armin Veh analyisert die Niederlage beim 1. FC Köln und stellt im Interview mit Anna Kraft fest, dass seine Mannschaft "mit viel Leidenschaft, aber wenig mit Kopf" agiert habe.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.02.2017, 23:30

Am Tag nach dem Saison-Aus für den leidgeprüften Innenverteidiger gewannen die Münchner das ungleiche bayerische Duell beim erschreckend harmlosen FC Augsburg hochverdient mit 3:1 (1:0). Im zweiten Sonntagsspiel besiegte der HSV die Gladbacher mit 3:2 (2:1).


Der beeindruckend souveräne FC Bayern hat sich dank Robert Lewandowski auch nach dem Verletzungs-Schock um Holger Badstuber nicht vom Meisterkurs abbringen lassen.
Vor 30 660 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena unterstrich Lewandowski (15. Minute/62.) ein weiteres Mal seine herausragende Form.

Überragende Bilanz
Acht von zehn Bayern-Toren nach der Winterpause gehen auf das Konto des Polen, der mit seinem 21. Saisontor an Pierre-Emerick Aubameyang (20 Treffer) von Verfolger Borussia Dortmund vorbeizog. Thomas Müller (78.) schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Als dann längst alles klar war, sorgte Raul Bobadilla (86.) für den Ehrentreffer. Bitter für Bayern: Der nächste Ausfall droht, denn Arturo Vidal musste nach knapp einer Stunde verletzt vom Platz.


Wie sehr auch den Bayern-Profis die Verletzung ihres Kollegen unter die Haut geht, zeigten sie vor dem Anpfiff. Über die Trikots hatten sie T-Shirts mit der Aufschrift: «Wir sind bei dir. Du schaffst es wieder», gezogen. So machten sie dem schon wieder verletzten Badstuber, der sich das Sprunggelenkt gebrochen hat, Mut. «Die Operation ist gut verlaufen. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut», berichtete Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer. Derweil skandierten die Bayern-Fans: «Holger Badstuber, schalalalala!» Und sie rollten auf der Tribüne Spruchbänder aus: «Immer weiter machen! Niemals aufgeben, Holger».


Guardiola mit T-Shirt
Auch der von der Verletzungsmisere gebeutelte Trainer Pep Guardiola hatte das Badstuber-Shirt untergezogen. Der Spanier stellte wie erwartet David Alaba als Abwehrchef neben Joshua Kimmich in die Innenverteidigung. Nach der Pause erwischte es auch noch Vidal, der auf der Sechser-Position stark gespielt hatte. Der Chilene humpelte in der 57. Minute vom Rasen, Rafinha ersetzte ihn und Kapitän Philipp Lahm übernahm die Vidal-Position.


«Wir wollen mutig sein, das Passive liegt uns nicht», kündigte Augsburg-Coach Markus Weinzierl an. Auch wenn der FC-Trainer als bislang einziger Bundesliga-Coach mit seinem Team zweimal gegen Star-Coach Guardiola gewinnen konnte, spielten die Hausherren nur die ersten Minuten forsch auf. Danach gaben die Gäste den Ton an - und Lewandowski machte nach Vorarbeit von Arjen Robben und Thomas Müller seinem Ruf als Torjäger alle Ehre. Im 31. Pflichtspiel der Saison erzielte der Pole seinen 30. Treffer. Natürlich war es Lewandowski, der nach der Pause alles klar machte. Thiago spielte den Weltklasse-Pass, der Pole musste nur noch verwandeln und überholte Aubameyang in der Torjägerliste. Danach traf Müller nach Costa-Vorarbeit und bejubelte sein 15. Bundesliga-Saisontor.

Erster Heimsieg seit drei Monaten

Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach
Der HSV düpiert die Gladbacher Abwehr Quelle: Christian Charisius/dpa

Der HSV landet den ersten Heimsieg seit fast drei Monaten. Mit dem 3:1 gegen Mönchengladbach vergrößern die Norddeutschen den Abstand zum Relegationsrang, Gladbach verpasst den Sprung nach oben. Hamburg (dpa) - Nach einem packenden Fußball-Krimi fiel bei den Hamburger Profis der Frust der vergangenen Wochen beim ausgelassenen Tänzchen im Dauerregen vor der jubelnden Nordkurve ab.

In Sprechchören forderten die HSV-Fans nach dem 3:2 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach den Torschützen Artjoms Rudnevs. Schüchtern und gezogen von dem halbnackten Lewis Holtby mischte er sich unter die Zuschauer. Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg war der Befreiungsschlag auch mit Hilfe des lange ausgemusterten Letten gelungen. «Aus Kampf entstand der Sieg», sagte Torwart René Adler.

Johnson gelingt Führung

Zwar gingen die Gäste im 96. Duell der Traditionsclubs durch Fabian Johnson (14. Minute) in Führung, die Norddeutschen drehten die Partie aber durch ein Eigentor von Martin Hinteregger (39.), Rudnevs (41.) und Ivo Ilicevic (80.). Der Anschlusstreffer durch Raffel (88.) kam für die Gladbacher zu spät. «Wir haben das Spiel leider hergeschenkt», sagte Borussia-Sportdirektor Max Eberl im TV-Sender Sky.

Der HSV sei konsequenter gewesen, was «extrem ärgerlich ist». Mit dem ersten Sieg seit fast drei Monaten im Volksparkstadion baute der HSV mit nun 26 Punkten den Vorsprung auf den Relegationsrang auf sechs Punkte aus und verbesserte sich auf Platz elf. «Wir haben drei Punkte geholt, nicht mehr und nicht weniger. Aber es war ein sehr, sehr wichtiger Sieg», sagte HSV-Coach Bruno Labbadia, der Leidenschaft und Power seiner Elf lobte.

Gladbach verpasst Sprung
Im Gegenzug verpasste die Elf von André Schubert mit noch 32 Zählern den Sprung auf einen Champions-League-Platz. «Wir haben das Spiel zunächst total kontrolliert, dann wurden wir viel zu leichtsinnig, haben die Spannung und den Faden verloren und nicht mehr so hundertprozentig wiedergefunden», sagte Schubert

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