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WM-Qualifikation: Pflichtsieg eingefahren

DFB-Team bezwingt San Marino und behält weiße Weste

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw siegte im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino standesgemäß mit 7:0 (4:0).

WM-Qualifikation: Deutschland - San Marino
Leicht und locker zum Sieg in Nürnberg. Quelle: imago

Neben dem dreimal erfolgreichen Sandro Wagner (16./29./85. Minute) trafen auch Kapitän Julian Draxler (11.), Amin Younes (39.), Shkodran Mustafi (47.) und Julian Brandt (72.). Der Weltmeister führt die Gruppe C mit 18 Punkten aus sechs Spielen weiter mit fünf Zählern Vorsprung auf Nordirland an und kann sich schon am nächsten Doppel-Spieltag, wenn die Partien in Prag gegen Tschechien und in Stuttgart gegen Norwegen anstehen, für die WM 2018 in Russland qualifizieren.

Gegen die wie schon beim 8:0 im Hinspiel im November total überforderten Amateurkicker aus San Marino erfüllte die junge DFB-Auswahl vor 32.467 Zuschauern bei der Generalprobe für den Confederations Cup die Vorgabe von Bundestrainer Löw, der eine "hohe Schlagzahl" im Angriffsspiel gefordert hatte.

"Man kann in solch einem Spiel manche Dinge umsetzen, Sicherheit holen, schöne Aktionen. Damit bin ich zufrieden. Es hat nicht alles geklappt, aber einiges schon", sagte Löw bei RTL. "Es macht auf jeden Fall Spaß. Wenn wir hier sind, wollen wir auch Spaß haben auf dem Platz", sagte Draxler. "Sandro hat viel gearbeitet und die Tore verdient", sagte er über Dreifachtorschütze Wagner. Was beim Confederations Cup möglich sei, könne man aber erst beim Auftakt gegen Australien am 19. Juni sehen. "San Marino ist kein Maßstab", sagte Draxler.

Der dreifache Torschütze sagte nach der Begegnung: "Es war ein schöner Abend. Es ist schön, mit drei Toren dazu beigetragen zu haben. Das erste Tor hat sich gut angefühlt, auf den Moment habe ich lange gewartet. Gegen San Marino erwartet aber jemand von einem Stürmer Tore."

Löws Forderung umgesetzt

Bei wunderbarem Fußball-Wetter im Frankenland setzte die Löw-Auswahl die Forderung des Bundestrainers für diesen sportlich wenig wertvollen Vergleich schnell um. Das Tempo wurde über das im Training einstudierte und offensiv interpretierte 3-5-2-System über die Außenbahnen hoch gehalten. Der Gegner war permanent beschäftigt und das Publikum in der Nürnberger Arena gut unterhalten. Mehr war von dem Duell mit der Nummer 204 der Fußball-Welt auch nicht zu erwarten.

Sandro Wagner
Tor-Premiere im Nationaltrikot: Sandro Wagner Quelle: imago

Tore waren die logische Konsequenz: In der elften Minute zirkelte Draxler nach reichlich Verwirrung in der San-Marino-Abwehr überlegt ins lange Eck. Fünf Minuten später erhöhte Wagner per Kopfball mit seinem Premierentor im DFB-Trikot - und jubelte fast schon frenetich nach der Erfüllung seines nächsten «Traums». Mit einem energischen Vorstoß und Pass auf den an insgesamt fünf Toren beteiligten Joshua Kimmich hatte er das Tor selbst eingeleitet.

Auch den nächsten Wagner-Treffer in klassischer Mittelstürmer-Manier bereitete der bestens aufgelegte Kimmich per Flanke von rechts vor. Passgeber Younes sorgte wenige später per Abstauber nach einem Torwartfehler für seinen Premierenmoment als Torschütze im Deutschlandtrikot. Wagner (40.) hätte fast noch den Dreierpack geschafft, doch sein Schuss ging an den Außenpfosten.

Überlegenes Angriffsspiel

In der zweiten Halbzeit setzte sich die deutsche Trainingseinheit für überlegenes Angriffsspiel fort. Ganze 75 Sekunden dauerte es, da hatte der einzige nominelle Verteidiger sein Torerlebnis. Mustafi traf nach seinem EM-Tor gegen die Ukraine zum zweiten Mal im DFB-Trikot - wenn auch mit leichtem Armeinsatz. Wenig später kamen der Berliner Marvin Plattenhardt und der von seinem Magen-Darm-Infekt genesene Leipziger Timo Werner zu ihrem jeweils zweiten Länderspiel.

Und San Marino zu seiner ersten "Chance" - wenn auch unfreiwillig. Abwehrmann Juri Biordi wollte im Mittelkreis klären und schlug den Ball über das Tor hinaus. Torwart Marc-André ter Stegen musste wieder nicht eingreifen, wie im Hinspiel - als er 90 Minuten im Regen ausharren musste. Im Angriff setzte Kimmich seine Maßflanken-Arbeit fort und bediente Brandt für sein Kopfballtor. Werner (74.) traf kurz darauf nach Kimmich-Vorlage noch den Außenpfosten. Sein Leipziger Teamkollege Diego Demme durfte auch noch ran - als 94. Debütant der Ära Löw. Den Schlusspunkt setzte dann Wagner per Kopfball - wieder nach Flanke von Kimmich.

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