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Frankfurt besiegt Leipzig am Montag

Fußball-Bundesliga, 23. Spieltag

Mit dem ersten Montagsspiel der Saison und einem Sieg der Frankfurter Eintracht über Leipzig endet der 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga: Die Hessen bezwangen RB mit 2:1. Am Sonntag gewann der BVB 1:0 in Gladbach und der VfB ebenfalls mit 1:0 in Augsburg. Das Abendspiel am Samstag hatte Schalke gegen Hoffenheim mit 2:1 für sich entschieden.

Bundesliga: Frankfurt - Leipzig
Der Prince hat getroffen.
Quelle: dpa; Uwe Anspach

Mit dem Sieg hat Eintracht Frankfurt die Leipziger überholt und kletterte auf Rang drei. Leipzig rutschte auf Platz fünf ab.

Frankfurt - Leipzig 2:1 (2:1)

Begleitet von Fan-Protesten brachte Jean-Kevin Augustin (13. Minute) die Gäste vor 45.100 Zuschauern in Führung, Timothy Chandler (22.) und Kevin-Prince Boateng (26.) drehten die Partie für die Eintracht. Wegen der Proteste konnten beide Halbzeiten erst mit einiger Verspätung angepfiffen werden. In dieser Saison gibt es erstmals fünf Montagsspiele, Fans in ganz Deutschland lehnen diesen Termin ab.

Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac schaffte es aber durch ihre beherzte Leistung, dass die Zuschauer immer mehr mit dem Geschehen auf dem Rasen mitfieberten statt nur gegen die Einführung von Montagsspielen zu demonstrieren. Zum anderen ließen die Verantwortlichen der Eintracht jede Form des friedlichen Protestes zu und entspannten die Lage dadurch spürbar.

Mönchengladbach - Borussia Dortmund 0:1 (0:1)

Dortmund
Wieder in Topform: Marco Reus
Quelle: imago

Marco Reus hat die Krise seiner alten Liebe Borussia Mönchengladbach weiter verschärft und Borussia Dortmund zurück auf den zweiten Tabellenplatz geschossen. Der lange verletzte Nationalspieler (32.) erzielte beim 1:0 (1:0) des BVB in Mönchengladbach auf schwer bespielbarem Rasen sein erstes Saisontor - und das ausgerechnet gegen sein Ex-Team, das zwar leidenschaftlich kämpfte und die zweite Halbzeit dominierte, aber immer wieder am herausragenden BVB-Keeper Roman Bürki scheiterte und am Ende wieder mit leeren Händen dastand.

Für Gladbach war es die vierte Niederlage in Serie ohne eigenes Tor, der Druck auf Trainer Dieter Hecking wächst damit weiter. Gladbach, das den verletzten Brasilianer Raffael schmerzlich vermisste, ist mit 31 Punkten nur Zehnter und hinkt den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Daran änderte auch ein couragierter Auftritt gegen den BVB nichts, weil das Team beste Chancen nicht nutzte und Bürki mehrfach stark parierte. Jannik Vestergaard (42.) traf zwar ins Tor, er stand aber im Abseits, und Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) entschied mit Hilfe des Video-Assistenten richtig.

FC Augsburg- VfB Stuttgart 0:1 (0:1)

Drei Spiele, sieben Punkte - mit dem neuen Trainer Tayfun Korkut bleibt der VfB Stuttgart auf Erfolgskurs und hat sogar seinen Augsburg-Fluch überwunden. Der erstarkte Aufsteiger gewann am Sonntag in der Fußball-Bundesliga durch ein Tor von Nationalstürmer Mario Gomez (27. Minute) beim FCA verdient mit 1:0 (1:0).

Es war nach zuvor acht sieglosen Partien gegen den Angstgegner der erste Erfolg und zugleich der erste Auswärtssieg der Saison. Der VfB hat nach dem tollen Start unter Korkut nun beachtliche zehn Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Die frustrierten Augsburger kassierten eine Woche nach dem 0:2 in Leipzig die zweite Niederlage nacheinander.

Schalke - Hoffenheim 2:1 (2:0)

Der FC Schalke 04 hat im Rennen um die Europapokalplätze einen wichtigen Sieg gefeiert. Im Duell der jüngsten Trainer in der Bundesliga setzte sich das Team des 32-jährigen Domenico Tedesco gegen die Mannschaft des zwei Jahre jüngeren Julian Nagelsmann 1899 Hoffenheim 2:1 (2:0) durch. Mit dem Sieg verbesserte sich Schalke auf den fünften Tabellenrang und vergrößerte den Vorsprung auf die neuntplatzierten Hoffenheimer auf sechs Punkte. Thilo Kehrer in der elften Minute und Breel Embolo (28.) erzielten am Samstagabend die Tore für die Gelsenkirchener. Andrej Kramaric traf vor 60 741 Zuschauern für Hoffenheim (78.).

Die Königsblauen machten von Beginn an viel Druck und schockten die Gäste mit der frühen Führung. Einen Distanzschuss von Franco Di Santo konnte 1899-Keeper Oliver Baumann gerade noch aus dem Eck fischen. Doch nach einer zunächst abgewehrten Ecke kam der Ball von Schalkes Antreiber Leon Goretzka zu Kehrer, der im Strafraum am höchsten stieg und Baumann per Kopf keine Abwehrchance ließ. Anders als zuletzt drängte Schalke sofort auf das zweite Tor. Doch das vermeintliche 2:0 durch Embolo wurde nach Intervention des Videoassistenten wieder zurückgenommen, weil der Schweizer beim Pass von Alessandro Schöpf knapp im Abseits stand. 14 Minuten später nutzte Embolo einen katastrophalen Fehler von TSG-Abwehrchef Kevin Vogt, der ihm den Ball in die Beine spielte, dann doch zu seinem zweiten Saisontreffer. In der Schlussphase wurde es nach Kramarics Anschlusstor doch noch mal spannend.

HSV - Leverkusen 1:2 (0:1)

Hamburg - Leverkusen
Hamburg - Leverkusen
Quelle: dpa

Der erste Abstieg des Hamburger SV aus der Fußball-Bundesliga zeichnet sich immer mehr ab. Am 23. Spieltag kassierte das nun zehn Partien sieglose Team von Trainer Bernd Hollerbach gegen Bayer Leverkusen eine 1:2 (0:1)-Niederlage und hat als Vorletzter schon sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Die spielerische Leistung der Hanseaten war über weite Strecken nicht bundesligareif. Bayer dagegen rückte zumindest vorläufig auf Rang zwei vor.

Vor dem Führungstor der Gäste leistete sich Verteidiger Douglas Santos einen Blackout und verlor im Strafraum den Ball an Bayers Shootingstar Leon Bailey, der HSV-Keeper Christian Mathenia gekonnt aussteigen ließ und zur Führung einschoss (40.). Kurz nach dem Wechsel erhöhte Kai Havertz auf 2:0 für Leverkusen (50.). Der Anschlusstreffer von Andre Hahn (71.) brachte den Hausherren zwar wieder Hoffnung auf wenigstens einen Punkt, die allerdings unerfüllt blieb.

Köln - Hannover 1:1 (1:1)

Schlusslicht 1. FC Köln kam zu Hause gegen Aufsteiger Hannover 96 über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus. Der Japaner Yuya Osako (30.) erzielte das 1:0 der Geißböcke, Niclas Füllkrug (37.) schoss den Ausgleich für die Niedersachsen. In der vierten Minuten der Nachspielzeit wurde das vermeintliche 2:1 der Kölner durch Claudio Pizarro nach Videobeweis zu Recht zurückgenommen. Der FC verpasste eine weitere Chance, mit einem Dreier näher an die Konkurrenz heranzurücken.

Dass Torjäger Simon Terodde beim FC nach einer Stunde mit einer Kopfverletzung ausfiel, war ein schweres Handicap für Köln. Immerhin hatte der Winter-Transfer seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart nach Köln schon fünf Treffer erzielt. Vor seiner Blessur war der 29-Jährige von Sané versehentlich am Kopf getroffen worden. Trotz seiner sofortigen Entschuldigung bekam der Senegalese von Schiedsrichter Markus Schmidt Gelb.In den zweiten 45 Minuten war es eine wenig ansehnliche Begegnung. Die Kölner konnten nach vorn ebenso wenig Akzente setzen wie Hannover. Immerhin versuchte Ruthenbeck personell alles und brachte in der Schlussphase in dem 39 Jahre alten Peruaner Claudio Pizarro einen weiteren Stürmer - ohne den erhofften Effekt: Das vermeintliche 2:1 in der Nachspielzeit wurde nach Videobeweis nicht gegeben.

SC Freiburg - Werder Bremen 1:0 (1:0)

Nils Petersen hat dem SC Freiburg mit seinem 50. Bundesliga-Tor einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib gesichert und die Abstiegssorgen von Werder Bremen wieder vergrößert. Nach zuletzt zwei Siegen nacheinander verloren die Bremer am Samstag beim Abstiegskonkurrenten mit 0:1 (0:1) und stecken weiter im Tabellenkeller fest. Petersen (24. Minute) sorgte vor 24 000 Zuschauern per Foulelfmeter für die verdiente Niederlage seines Ex-Clubs. Einen weiteren Freiburger Strafstoß schoss Janik Haberer (88.) ans Aluminium. Mit dem Sieg vergrößerte die Mannschaft von SC-Trainer Christian Streich ihren Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz der Fußball-Bundesliga auf fünf Punkte.

Wolfsburg - FC Bayern 1:2 (1:2)

Der kriselnde Bundesligist VfL Wolfsburg hat die große Überraschung gegen Rekordmeister Bayern München verpasst und steckt weiter tief im Abstiegssumpf fest. Trotz 1:0-Führung unterlagen die Münchener noch mit 1:2 (1:0). Durch die Niederlage steht der angezählte VfL-Trainer Martin Schmidt bei nur drei Siegen aus 19 Partien und gerät immer stärker in akute Existenzgefahr. Daniel Didavi (8.) hatte die Gastgeber im ersten Durchgang zum Erstaunen vieler in Führung gebracht, Nationalstürmer Sandro Wagner (64.) und Robert Lewandowski (90., Foulelfmeter) drehten das Spiel zu Gunsten des Favoriten. Für den polnischen Stürmerstar Lewandowski war es das 20. Saisontor.

Wolfsburg - Bayern
Wolfsburg - Bayern
Quelle: imago

Zuvor hatte VfL-Keeper Koen Casteels (55.) einen Foulelfmeter von Arjen Robben pariert. Für Bayern war es der zehnte Liga-Sieg in Folge. Vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) gegen Besiktas Istanbul können die Münchner, die in der Liga nahezu uneinholbar an der Tabellenspitze liegen, aufgrund der - vor allem im ersten Durchgang - mauen Leistung nicht zufrieden sein.
Wie es in Wolfsburg nun für Schmidt weitergeht, ist scheint offen. Bereits vor der Partie war Jens Keller als möglicher Nachfolger gehandelt worden. Sportdirektor Olaf Rebbe hatte Schmidt jedoch zunächst den Rücken gestärkt.

Hertha BSC - Mainz 0:2 (0:1)

Hertha BSC - Mainz 05
Hertha BSC - Mainz 05
Quelle: dpa

Dank eines Doppelpacks von Stürmer Robin Quaison hat der abstiegsbedrohte FSV Mainz 05 seine schwarze Auswärtsserie beendet und seinem angeschlagenen Trainer Sandro Schwarz den Rücken gestärkt. Bei Hertha BSC siegten die starken Rheinhessen am Freitagabend verdient mit 2:0 (1:0). Zum ersten Mal seit 17 Partien konnte der FSV wieder in der Fremde gewinnen. Der Schwede Quaison (40./65.) schoss die Gäste mit seinen Toren quasi im Alleingang zum so wichtigen Erfolg im Berliner Olympiastadion. Mit 23 Punkten liegt Mainz zwar weiter auf dem Relegationsplatz, hat aber den unmittelbaren Anschluss an die Nichtabstiegsränge wiederhergestellt. Die Gäste übernahmen in der ersten Halbzeit auch spielerisch die Initiative, lediglich der Abschluss passte nicht. Stürmer Emil Berggreen (14.) scheiterte frei aus spitzem Winkel an Hertha-Torwart Rune Jarstein. Auch einen Lupfer-Kopfball von Quaison (22.) holte der norwegische Schlussmann nur mit größter Mühe aus dem Winkel.

Hertha fand offensiv so gut wie gar nicht statt und fing sich verdient den Gegentreffer, den Quaison nach brillanter Einzelleistung aus 19 Metern markierte.bIm zweiten Durchgang trauten sich die Berliner mehr, Mainz gewährte ihnen mehr Räume. Doch mit ihrer physischen Präsenz hielt der FSV dagegen und lauerte auf seine Chance. Ein Zuspiel von Jean-Philippe Gbamin veredelte Quaison per Rechtsschuss zum 2:0 und brach damit den Widerstand der Berliner. Negativer Höhepunkt des Spiels war eine böse Verletzung: Nach einem Zusammenprall musste Kapitän Ibisevic mit einem Nasenbeinbruch ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden.

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