Sie sind hier:

RB Leipzig steigt auf, Freiburg ist Meister

Sport - RB Leipzig steigt auf, Freiburg ist Meister

Nach 21 Jahren können sich Sachsens Fußballfans endlich wieder auf Bundesliga-Fußball freuen. RB Leipzig will sich nach dem Aufstieg sogleich im Oberhaus etablieren.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.05.2017, 07:00

RB Leipzig ist der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga gelungen. Die Sachsen gewannen ihr Heimspiel gegen den Karlsruher SC mit 2:0 und können vor dem letzten Spieltag nicht mehr von Platz 2 verdrängt werden. Tabellenführer SC Freiburg steht nach dem 2:0 gegen Heidenheim nun auch als Zweitliga-Meister fest. 1860 München hat sich den Klassenerhalt gesichert.

Seit Gründung des Klubs RasenBallsport Leipzig im Jahr 2009 war die Bundesliga das erklärte Ziel von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz. Vor sieben Jahren hatte der Brause-Klub das Startrecht des SSV Markranstädt für die Oberliga übernommen. Nach einem Jahr in der fünften Klasse ging es kontinuierlich nach oben: Drei Jahre Regionalliga, ein Jahr 3. Liga, zwei Jahre 2. Liga.

Erster Ost-Bundesligist seit 2009

RB Leipzig ist der 55. Klub in der Geschichte der Fußball-Bundesliga und nach dem Abstieg von Energie Cottbus 2009 der erste Verein aus den neuen Bundesländern, der zum Oberhaus dazugehört. Leipzig war bislang mit dem VfB in der Saison 1993/94 in der Bundesliga vertreten gewesen.

Der Aufstieg des Klubs von Milliardär Mateschitz war steinig, da insbesondere Traditionsvereine heftige Kritik an dem kühl kalkuliertem RB-Projekt übten und ihre Abneigung auch in handfesten Protestaktionen zeigten. Zuletzt schlug Leipzigs Abwehrspieler Willi Orban bei dessen Rückkehr auf den Betzenberg der blanke Hass entgegen. Lauterer Fans zeigten ein Plakat mit dem Konterfei von Orban im Fadenkreuz, der DFB ermittelt.

Von Traditonsklubs verschmäht

Auch in der ersten Liga müssen sich die Sachsen insbesondere bei Spielen gegen Traditionsvereine wie Schalke 04 oder Borussia Dortmund auf Abneigung und Attacken gefasst machen. Die finanziellen Möglichkeiten von Mateschitz fördern auch den Neid anderer Klubs im Überlebenskampf Profifußball.

Der Klub hat große Ambitionen und will sich in Liga eins nicht mit einer Rolle im Niemandsland begnügen. RB plant mittelfristig den Sprung nach Europa und an die nationale Spitze.

Hasenhüttl kommt

Bestätigt ist mittlerweile, dass Ralph Hasenhüttl in der kommenden Saison Trainer des Aufsteigers wird. Hasenhüttl hatte seinen bisherigen Klub FC Ingolstadt davon unterrichtet, dass er trotz laufenden Vertrages bis 2017 wechseln möchte. Ralf Rangnick will auf jeden Fall als Trainer aufhören und sich in Zukunft auf das Amt des Sportdirektors konzentrieren.

Wahrscheinlich wird RB für die kommende Saison im Oberhaus auch auf dem Spielermarkt noch zuschlagen. Fünf neue Leistungsträger sollen kommen, nach wie vor werden die Stürmer Breel Embolo (FC Basel/19) und Kevin Volland (1899 Hoffenheim/24) als Neuzugänge hoch gehandelt.

Junge Talente

Schon jetzt ist die Mannschaft mit jungen, hochtalentierten Kräften besetzt. Allein die Offensive mit Davie Selke (21), Yussuf Poulsen (21), Marcel Sabitzer (22) und Emil Forsberg (24) lässt so machen Bundesliga-Konkurrenten vor Neid erblassen.

Im Spiel gegen den Karlsruher SC erzielten Forsberg (52.) und Marcel Halstenberg (87.) die Tore.

"Löwen" sind gerettet

In Sicherheit gebracht hat sich der TSV 1860 München. Die "Löwen" gewannen zu Hause gegen den SC Paderborn mit 1:0 (0:0). Den Ostwestfalen droht nun der Sturz in die 3. Liga. Beim dritten Sieg im dritten Spiel unter Interimscoach Daniel Bierofka war Jan Mauersberger mit seinem Tor in der 73. Minute der Münchner Matchwinner.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet