Sie sind hier:

Michaels-Beerbaum bei Olympia nur Ersatz

Sport - Michaels-Beerbaum bei Olympia nur Ersatz

Die Qual der Wahl: Für die Sommerspiele in Rio muss Springreit-Bundestrainer Becker von fünf Weltklassepaaren eines streichen. Groß sind auch die Ambitionen bei Dressur- und Vielseitigkeitsreitern.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.07.2017, 00:00

Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum führt das deutsche Springreiter-Team bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro an. Unglücklich ist hingegen seine Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum, die beim CHIO in Aachen von ihrer Reservistenrolle erfuhr.

"Wir sind unheimlich enttäuscht", sagte die Springreiterin. Ihr Ehemann und Trainer Markus Beerbaum kommentierte: "Nach so einer Leistung das zu hören, ist sehr schwer." Michaels-Beerbaum hatte am Donnerstag im Nationenpreis mit Fibonacci zwei fehlerfreie Runden gezeigt und so zum CHIO-Sieg des deutschen Teams beigetragen.

Bundestrainer nennt keine Gründe

Zum Rio-Quartett gehören nach Angaben von Bundestrainer Otto Becker neben Beerbaum Christian Ahlmann mit Taloubet, Marcus Ehning mit Cornado und Daniel Deußer mit First Class. Der Coach gab bereits vor dem abschließenden Großen Preis seine Entscheidung bekannt.

"Ich weiß, wie enttäuscht sie ist", sagte Becker in Richtung Michaels-Beerbaum. Zu den Gründen wollte er sich nicht äußern. "Es wäre ungerecht, jetzt ein paar Kleinigkeiten aufzuzählen. Es ist sehr bitter, dass ein Weltklasse-Paar nicht dabei ist." Ludger Beerbaum wird in Rio Casello reiten und nicht die ursprünglich favorisierte Stute Chiara. "Er fühlt sich mit Casello noch einen Tacken sicherer", sagte Becker dazu.

Werth führt Dressur-Team an

Einfacher als bei den Springreitern gestaltete sich die Nominierung der Dressur-Equipe.  "Wir hatten nicht so viele Kopfschmerzen wie Otto", sagte Trainer Klaus Roeser. Das Team führt Isabell Werth mit Weihegold an. Neben der fünfmaligen Olympiasiegerin gehören zum Quartett: Kristina Bröring-Sprehe  mit Desperados, Dorothee Schneider mit Showtime und Sönke Rothenberger mit Cosmo. "Das ist eine supertolle Mannschaft", kommentierte Roeser. Ersatzmann ist Hubertus Schmidt mit Imperio.

Zuvor hatte das Team unangefochten den Nationenpreis des CHIO gewonnen. Das Quartett siegte nach Grand Prix und Special mit großem Vorsprung vor den USA und Dänemark. Da die Topteams aus den Niederlanden und Großbritannien fehlten, hatte die Gastgeber-Mannschaft keine Mühe. In der Einzelwertung gewann Bröring-Sprehe vor Schneider und Werth.

Vielseitigkeits-Team auf Platz zwei

Die deutsche Vielseitigkeits-Mannschaft verpasste hingegen den Sieg. Das Team um Doppel-Olympiasieger Michael Jung mit Sam musste sich nach Dressur, Springen und Geländeritt Australien geschlagen geben. "Das ist kein Beinbruch", sagte Bundestrainer Hans Melzer:"Ich bin zufrieden, auch wie alle geritten sind." Dritter wurde Großbritannien. "Wir haben bewusst auch Pferde eingesetzt, die nicht im Olympia-Team gehen sollen", erklärte der Coach die Zusammensetzung des CHIO-Quartetts.

In der Einzelwertung siegte Jung mit seinem zweiten Pferd Takinou vor Shan Rose (Australien) mit Qualified und Klimke mit ihren Zweitpferd Hale Bob. "Ich bin mit Blick auf Rio nicht ganz, ganz schnell geritten", erklärte Jung. Er reitet in Rio mit Takinou. Zum Team bei den Olympischen Spielen gehören außerdem Klimke mit Hale Bob, Sandra Auffarth mit Opgun Louvo sowie Andreas Ostholt mit So is et.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet